Tokio – Lifestyle

Tokio ist eine Megametropole. Mit rund 8 Millionen Einwohnern allein in den inneren Distrikten und über 34 Millionen Menschen im Ballungsraum Tokio ist die Hauptstadt Nippons die einwohnerreichste Großstadtregion der Welt. Gleichzeitig ist Tokio auch eine mega- moderne Stadt, ein kulturelles und wissenschaftliches Zentrum, in dem es immer Neues zu entdecken gilt.

 

Ein ganzer Stadtteil Tokios, Akihabara, widmet sich den neuen Technologien. Gleichzeitig kann man hier auch die traditionellen Shinto-Schreine, typisch japanische Teehäuser, Sumo-Schulen oder Thermalbäder besuchen. Nehmen sie sich die Zeit, etwas über die japanische Geschichte und Kultur zu erfahren. Im Edo Tokyo Museum können Sie sich in die Zeit der Shogune zurück versetzt fühlen. Oder wenn ihre Japanreise in den Frühling fällt, lassen Sie sich auf keinen Fall das Kirschblütenfest entgehen!

Der dem Eifelturm nachempfundene Tokyo Tower gehört zu den Wahrzeichen Tokios

Der Asakusa Tempel gehört zu den wichtigsten Tempeln Tokios

Wo früher die Shogune herrschten, erhebt sich heute der kaiserliche Palast

Das Tokyo Metropolitan Government Building ist ein moderner Wolkenkratzer in Tokios Stadtteil Shinjuku.

Das Grabmal des Tenno, der Japan einer neuen Ära entgegen führte und das Land aus seiner langen Abgeschiedenheit löste

Das riesige Stadion erinnert an ein grosses metallisches Ei

Das Gebäude erinnert an die japanische Kultur der Samurai

Das angesagte und leicht verrückte Anime Zentrum Tokios ist Akibahara

Im Inneren des Museums werden Sie mit originalgetreuen Nachbauten zurückversetzt in die Edo Zeit der Shogune

Im März geht es wieder los: Auch 2012 fällt in Tokyo wieder der Startschuss zum Marathon

Die Menschen strömen in Parks und Grünanlagen, um die Blüte des Kirschbaums zu bewundern

Auch 2012 gibt es hier die allerneuesten Computerspiele und ein bisschen Show

Die Stadt der Superlative

Die japanische Hauptstadt ist voller Rekorde und Widersprüche: Super für ihre Besucher, schade für ihre Bewohner. Denn die wirken nur noch wie toten Komponenten einer hyperaktiven Welt. Einer Welt regiert von Geld.

Eines der Herzen Tokios: Der Shibuya-Crossing. Während einer Grünampel-Phase überqueren manchmal mehr Menschen die Kreuzung, als einen deutschen Bahnhof an einem Tag.

 

Um Zug vom Flughafen Narita nach Tokio herrschen Reinheit und Ruhe. Niemand spricht, niemand schaut den anderen an. Unterwegs steigen einige uniformierte Schulkinder ein, sie kichern hin und wieder, aber nur ganz leise und mit vorgehaltener Hand.

 

Außerhalb des Fensters: Ländliche Peripherie, wie wir sie von unseren mitteleuropäischen Bahnstrecken kennen. Hier und da hübsche Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten. Das ist also Japan, eine der modernsten und rastlosesten Nationen unserer Erde?

Ja, das ist das (traditionelle) Land Japan, aber nicht die (moderne) Stadt Tokio. Und diese Ruhe – wie sich ein wenig später bei der ersten Begegnung mit der größten Metropole des Landes zeigt – war die berühmte vor dem Sturm. Gleichzeitig ein schleichender Übergang und ein natürliches Symbol für die japanische Mentalität mit viel Harmonie und Mäßigkeit.

Die, die vor einem Jahr Schlagzeilen machte, weil sich die ganze Welt wunderte, wieso die Menschen nach einer Nuklearkatastrophe nicht kreischend im Kreis laufen und sich panisch die Haare raufen.

Wenn Sie dann in einem traditionellen Hotel einchecken und mit den winzig kleinen, oft fensterlosen Zimmern, hauchdünnen Matratzen und der spartanischen, lieblosen Einrichtung konfrontiert werden, werden Sie die Gelassenheit der Japaner in ihrem engen Lebensumfeld verstehen. Und wenn Sie später inmitten einer undurchsichtigen Menschenmasse, die Sie in dieser Dichte sonst nur von Rockkonzerten oder Demonstrationen kennen, die weltberühmte Shibuya-Kreuzung überqueren und kein einziges Mal angerempelt werden, werden Sie vielleicht auch die stoische Ruhe nach dem Fukushima-Unglück nachvollziehen können.

Die Menschenmengen in Tokio sind für Fremdlinge nämlich wahrscheinlich nicht weniger beängstigend, als eine Atomkatastrophe für direkt Betroffene. Der entspannte Umgang mit ihr dafür umso inspirierender. Ein Leben nach dem Motto: Nur die Harten kommen in den Garten?

Schwer zu sagen. Denn es ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach, in einer hochmodernen Betonhölle, deren triste Mauern nur mit riesigen blinkenden LED-Reklamen bunt dekoriert sind, humane Gefühle zu ertasten und von ihnen auf volkstypische Eigenschaften zu schließen. Die Japaner sind extrem beherrscht und distanziert, ihre souveräne Haltung und stabile Besonnenheit lassen sich nur anhand ihrer erschütternden Kriegs- und erfolgsorientierten Industriegeschichte interpretieren.

Die nachgebaute Freiheitsstatue auf der künstlichen Insel Odaiba.

Staunen in der Blase

Wenn überhaupt. Tokioter sind so intransparent, dass es wie tot wirkt. Selbst der berühmte Journalist und leidenschaftliche Asien-Korrespondent Tiziano Terzani zog nach einem jahrelangen Aufenthalt in Japan resigniert ein ernüchterndes Resümee: „Schon bald wurde mir klar, dass ich mit der Wahl Japans den größten Fehler meines Lebens begangen hatte.“ Er hatte das Volk nie verstanden und ist in seinem Land nie angekommen.

Sie werden auch nicht ganz ankommen – sondern während Ihres Aufenthaltes vorübergehend in einer sicheren Blase leben und nur staunend durch die imaginären Glaswände schauen. Die Welt außerhalb ist nämlich so absolut anders als die, die Sie aus heimischen Sphären kennen. Aber sie ist spannend und mitreißend und Sie werden euphorisch sagen: „Ja, Tokio ist eine wahnsinnige Stadt, eine, die man gesehen haben muss!

Aber Tokio ist eben auch eine Stadt, die man gefühlt haben muss. Und damit ist nicht das Fühlen der vielen Spielautomaten oder der Kimonos gemeint. Gemeint ist das Hineinfühlen in die echte Seele der Stadt, die irgendwo in den Gassen zwischen den gigantischen Betonbestien schlummert. Vielleicht hilft es Ihnen, den Blick hin und wieder von den beeindruckenden Wolkenkratzern ab- und der Jahrtausende alten Kultur zuzuwenden, die sich in royalen und sakralen Monumenten manifestiert hat. Und ganz sicher hilft es auch, mehr als nur 12 Stunden hier zu verbringen.

Denn die genügen höchstens für einen flüchtigen Besuch der wichtigsten Spots, die sich leider umständlich verstreut auf drei Hauptareale im Norden, Westen und Zentrum verteilen. Deshalb gestaltet sich das Sightseeing kompliziert und nimmt viel Zeit in Anspruch. Genauso wie der Versuch, japanische Schriftzeichen zu dekodieren, die glücklicherweise immer häufiger zum besseren Verständnis durch römische ergänzt werden. Eine angenehme Hilfe, die Sie von vielen verschlossenen Japanern nicht erwarten können. Bewegen Sie sich also nicht ohne Stadtplan. Auf diesem sollten Sie sich vorab die Areale einkreisen und die folgenden Sehenswürdigkeiten markieren, die wir Ihnen nun wärmstens an Herz legen.

Der Sensō-ji mit dem Asakusa-Schrein gehört zu den schönsten (sakralen) Sehenswürdigkeiten Tokios, die im krassen Kontrast zu der modernen Schnelllebigkeit der Stadt stehen.

Norden Im Norden Tokios ruft der herrliche Ueno–Park, der ein wenig an den Central Park in New York City erinnert. In einem Geflecht aus Grünflächen, Seen und Museen liegt der älteste Zoo Japans, außerhalb davon eine Vielzahl moderner Geschäfte und Bankengebäude.

Ab dem zentral gelegenen Bahnhof fahren Bahnen in alle Teile der Stadt und bringen Sie auch schnell zu dem genuinen Künstlerviertel Asakusa (zu Deutsch: flaches Gras. Und tatsächlich gibt es hier kaum Hochhäuser), das Sie alternativ auch zu Fuß erreichen können.

Hier sollten Sie unbedingt den Sensō-ji besuchen, da er der älteste und heiligste buddhistische Tempel in Tokio ist und nach der kompletten Zerstörung im Zweiten Weltkrieg seine prächtige Gestalt wieder bekam Den pompösen Asakusa-Schrein umschließen viele Restaurants, Geschäfte und ein volkstümliche Einkaufspassage, auf dem sich (auch zur späten Stunde und dann meist nur unter Einheimischen) ein Spaziergang und der ein oder andere Einkauf kulinarischer Spezialitäten lohnen. So gelangen Sie vergnügt zu einer U-Bahn Station, die nur noch 20 bis 30 Fahrtminuten vom Stadtkern entfernt liegt.

Zentrum Auf dem U-Bahn-Weg in die Innenstadt passieren Sie einen Bezirk, der die Herzen neugieriger Technik-Lover höher schlagen lässt: Akihabara. Nach dem Zweiten Weltkrieg verkauften Studenten hier selbstgebaute Radios, heute gibt hier ein lückenloses Sortiment elektronischer Geräte. Ein lückenloses Sortiment von Luxusgütern, die wiederum das Herz anspruchsvoller Kunden reanimieren, hat die Shoppingmeile Ginza. Wen die unwillkürliche Assoziation mit der Champs-Élysée oder Fifth Avenue bedrückt, kann von hier aus schnell zu weniger kommerziellen Sehenswürdigkeiten aufbrechen.

 

Unweit von Ginza befindet sich der Kaiserpalast samt dem prächtigen Garten, der den industriellen und technischen Fortschritt der Stadt mit diesem Ausflug in die Vergangenheit kurz vergessen lässt. Die Palasttüren werden jedoch nur an zwei Tagen im Jahr für Besucher geöffnet: Am Geburtstag des Kaisers und an Neujahr. Östlich des Kaiserpalastes ist übrigens Marunouchi, Tokios bedeutendstes Geschäfts- und Bankenviertel mit endlosen Einkaufsmöglichkeiten, was für Geschäftsreisende besonders interessant sein dürfte.

Sie sollten sich Tokio anschließend aus der Vogelperspektive ansehen, um die unglaubliche Größe der Stadt im Gesamten zu erfassen. Wer sich das in einer Stadt mit einer der weltweit höchsten Erdbebenhäufigkeit traut, fährt zum Tokyo Tower im Stadtteil Minato und riskiert, dass er wackelt.  Er ist ein hässlicher Fernsehturm im authentischen Eiffelturm-Look und mit einer Höhe von 333 Metern, womit er das Original um ganze 10 Meter überragt. Optisch gewinnt allerdings die französische Version, da der Tokyo Tower aus luftverkehrstechnischen Gründen orange-weiß bemalt wurde.

Was nicht weiter stört, wenn man sich auf dem Turm befindet und der Blick über endlos bebautes Land und vereinzelt grüne Oasen wandert. Ende Mai eröffnet übrigens der gerade fertig gestellte Tokyo Sky Tree, der mit seinen 634 Metern der höchste Fernsehturm der Welt ist und mit seinen zwei Besucherplattformen der höchste Aussichtspunkt Tokios sein wird.

Die Industrienation Japan ist traditionell und modern zugleich. Tokio läuft jedoch Gefahr, seine historischen Spuren unter Beton und Asphalt zu begraben.

Verkaufsshow auf dem Fischmarkt

Östlich des Tokyo Towers liegt eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Tokios: Der Tsukiji-Fischmarkt. Er ist der größte der Welt und bietet eine spannende Verkaufsshow sondergleichen. Auf dem Weg dorthin sollten Sie sich eine Pause in Hamarikyu, einem der schönsten Parks der Stadt, genehmigen und inmitten eines grünen Gartens und vor einer Hochhäuser-Kulisse auf dem See einen Tee trinken. Und zwar ganz in Ruhe.

Denn entgegen der Empfehlungen vieler Reiseführer sollten Sie nicht um 5 Uhr morgens am Fischmarkt sein, da der Zutritt für private Besucher sowieso erst ab 9 Uhr möglich ist. Und wenn Sie Ihre Ankunft bis 12 Uhr mittags planen, erleben Sie noch die letzten lautstarken Verhandlungen, sehen die faszinierendsten Fische und Meeresfrüchte, können in kleinen Shops Sushi-Messer, Sushi-Radiergummi oder Sushi-Shirts kaufen, in umliegenden Restaurants unglaublich gutes Sushi oder an kleinen Straßenständen weitaus günstigere Reisbällchen namens Onigiri verzehren.

Letztere kommen nicht nur dem Geldbeutel zugute, sondern vielleicht auch Ihrer Gesundheit. Bis vor einem Jahr hätte ein wichtiger Japan-Tipp geklungen, möglichst viel Fisch in den verschiedensten Variationen zu essen. Doch seit dem Fukushima-Unglück muss er mit Vorsicht und in Maßen genossen werden, da sich die Experten wegen der gesundheitlichen Risiken uneinig sind. Wenn Ihnen diese Risiken zu heikel sind, weichen Sie am besten gleich auf das japanische Fondue oder ein anderes Nationalgericht aus, das Sumo-Ringer sogar zu ihrem Leibgericht erklärt haben: Chanko-nabe, ein Eintopf mit viel Fleisch, Gemüse und Tofu.

Westen Satt und gestärkt sollten Sie unbedingt sein, wenn Sie sich danach in den Westen und das heimliche Zentrum Tokios begeben. In Shinjuku pulsieren junges Leben, Bankgeschäfte und Musikboxen, zeigen Tokio damit von einer völlig verrückten Seite.

Während im Wolkenkratzerviertel West-Shinjuku beeindruckende Bürogebäude der Stadtverwaltung das Straßenbild prägen, tun es im Vergnügungsviertel Ost-Shinjuku vor allem nicht weniger beeindruckende Tokioter, die mit hippen Styles, abgefahrenen Outfits und kunstvollem Make-Up um Aufmerksamkeit und Applaus kämpfen. Am Tage vergnügen Sie sich am besten gemeinsam mit Ihrer möglichst vollgeladenen Kreditkarte in Shibuyas Geschäften, am Abend in den Karaoke-Bars des Bezirks oder in den vielen Bars im Ausgehviertel Roppongi. Und wenn Sie zwischendurch noch den Meiji-Schrein im Yoyogi-Park aufsuchen und damit seinen Ruf als meistbesuchten Ort Japans pflegen, werden Sie merken, wie ambivalent diese Stadt ist.

Plastikmodelle illustrieren echte Mahlzeiten

Diese Ambivalenz zeigt sich aber nicht nur in dem krassen Kontrast von Geschichte und Gegenwart, sondern in der stillen Koexistenz von den Bewohnern zu ihrem reizüberfluteten Umfeld. Die ausdrucksstarke Präsenz durch die äußerliche Erscheinung eines jeden Individuums täuscht eine rege Interaktion mit den Mitmenschen vor. Dabei sind es nur anonyme One-Man-Shows, bei denen die reich verzierte Fassade das verletzliche Innenleben schützt. Eines, das in der 12 Millionen Einwohner-Stadt im stetigen Wirtschaftswachstum und im rastlosen Streben nach Mehr ja sowieso niemanden interessiert.

Wenn Sie bei Ihrer Tokio-Reise genau hinschauen, werden Sie dieser unüberwindbaren Ambivalenz immer wieder begegnen. Beim Blick in die Restaurant-Schaufenstern, wo bunte Plastikmodelle die echten Mahlzeiten illustrieren, bei den puppenartigen Verkäufern, an denen höchstens nur der leere Gesichtsausdruck echt ist, bei dem Dreck, der schnell und heimlich hinter die innovativen Wolkenkratzer gefegt wird, beim Kauf billiger aber symbolträchtiger Souvenirs unweit der glanzvollen Luxusgeschäfte, deren äußere Lichtreklamen zu bestimmten Zeiten ausgeknipst werden, um Strom zu sparen, bei dem hoffnungslosen Versuch, die simultane Begeisterung der Tokioter für Comic-Hefte, Sex, Tradition, Erfolg, Protz und Computerspiele zu verstehen.

Versuchen Sie nicht, Tokio zu verstehen. Und wenn Sie es dennoch möchten, dann denken Sie dabei an die Worte eines alten Mannes, der am Sensō-ji das Gespräch mit einer westlichen Frau suchte und abschließend sagte: „Tokio ist wie ein wilder Garten mit neuen und alten Pflanzen. Wir müssen hart sein, um in diesem Paradies zu überleben. Und das Geld? Das ist unser Boden. Unsere Mentalität.“

Höchster Fernsehturm der Welt öffnet in Tokio: Ansturm trotz Regen

Tokio hat ein neues Wahrzeichen: Der Tokyo Skytree ist der höchste Fernsehturm der Welt. Er soll nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern ganz Japan zu neuer Blüte verhelfen. Doch mancher zweifelt.

634 Meter ragt der Skytree in die Höhe. Er ist der höchste Fernsehturm und das zweithöchste Gebäude der Welt.

Tokio – Japan hat den Rekord des höchsten Turms der Welt nach Tokio zurückgeholt: Der 634 Meter hohe Fernsehturm Tokyo Skytree öffnete am Dienstag seine Tore für die Öffentlichkeit. Trotz Regens und vieler Wolken begaben sich Tausende von Besuchern, die eine der Eintrittskarten für den Eröffnungstag ergattern konnten, auf eine der beiden Aussichtsplattformen in schwindelerregender Höhe von 350 und 450 Metern. Dass so ein gigantischer Turm im hochgradig erdbebengefährdeten Japan errichtet wurde und das schwere Beben vom 11. März 2011 überstanden habe, sei eine „bedeutende Botschaft an die Welt“, triumphierte der japanische Minister für Infrastruktur, Takeshi Maeda, laut örtlichen Medien.

Der 65 Milliarden Yen (643 Millionen Euro) teure Tokyo Skytree soll die Fernseh- und Radioübertragung in der Hauptstadt verbessern. Der Komplex beherbergt Restaurants, Geschäfte, Büros, ein Aquarium und ein Planetarium. Vier schnelle Fahrstühle befördern die Besucher innerhalb von 50 Sekunden auf die erste Aussichtsplattform. Von dort gelangt man in weiteren 30 Sekunden auf die nächste Plattform in 450 Metern Höhe. Dort windet sich eine begehbare Glasröhre, die „Tembo Galleria“, um den Turm, auf der man das Gefühl hat, man wandele in der Luft.

Um das benachbarte China auszustechen, haben die japanischen Bauherren den Tokyo Skytree bewusst ein paar Meter höher als den 600 Meter hohen Canton Tower in Guangzhou hochgezogen. Damit ist der Turm zugleich das zweithöchste frei stehende Bauwerk der Welt nach dem 828 Meter hohen „Burj Khalifa“ in Dubai. Um den Tokyo Skytree gegen die Gefahr von Erdbeben zu schützen, bedienten sich die Bauherren modernster Technologie wie auch traditioneller Bauweisen: Um die Erschütterungen abzufedern, lernte man von der Struktur fünfstöckiger Pagoden. Diese seien noch nie bei einem Beben umgefallen, hieß es.

Die Gesamthöhe des nadelförmigen Tokyo Skytree ergibt im Japanischen ein Wortspiel: Die Zahlen 6, 3 und 4 können als „Mu-sa-shi“ gelesen werden; so lautet der altertümliche Name der Region um das heutige Tokio. Auch Bilder im Inneren des hochmodernen Turms sollen das Alte wiederaufleben lassen und zeigen unter anderem das Sumida-Viertel, wo der hochmoderne Turm steht.

Sumida war bis ins 19. Jahrhundert ein Vergnügungsviertel von Edo, wie Tokio früher hieß. Geschäftsleute in dem heute verschlafenen Sumida hoffen denn auch auf eine neue Blütezeit für ihr altes Stadtviertel. Manche hoffen gar, dass der Skytree Japan zu einem Aufschwung verhilft, ähnlich wie nach der Eröffnung des alten Fernsehturms Tokyo Tower im Jahr 1958.

Im ersten Jahr der Eröffnung rechnen die Betreiber mit 32 Millionen Besuchern. Er hoffe, dass der Skytree den Tourismus ankurbele und zu einem Antriebsmotor für den Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe werde, sagte Maeda. Es gab auch kritische Stimme: Anwohner beklagten im Fernsehen, dass die Besucher Müll verursachten und die Treppen der benachbarten Häuser hochstiegen, um Fotos vom Skytree zu machen.

Der Turm eröffnet zu einer Zeit, da das hoch verschuldete Japan mit großen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Problemen zu kämpfen hat. Ausgerechnet am Tag der Eröffnung senkte die US-Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Japans um eine Note. Die Bewertung werde von bisher „AA-“ auf „A+“ reduziert, teilte die Agentur mit und fügte hinzu, der Ausblick sei negativ.

Geschäftsetikette

Die Einwohner Tokios sind zwar kosmopolitischer als andere Japaner, in der Gegenwart von Ausländern, und besonders wenn man von ihnen erwartet, Englisch zu sprechen, sind viele aber reserviert. Fast jeder unter 50 Jahren verfügt über englische Grundkenntnisse, die wenigsten aber sprechen fließend Englisch. Mißverständnisse entstehen somit leicht, deshalb ist es ratsam, Dolmetscher einzusetzen. Von Ausländern wird nicht erwartet, daß sie die japanischen Verhaltensregeln grundlegend kennen, deshalb sieht man über viele Verstöße freundlich hinweg. Man sollte allerdings daran denken, daß die Schuhe in Privathäusern und auch in einigen Büros und Restaurants ausgezogen werden müssen. Trinkgeld wird nicht erwartet, gilt sogar als ordinär, genau wie das Essen beim Gehen. Auch sollte man das Nase Putzen in der Öffentlichkeit vermeiden (Schniefen wird allerdings ohne weiteres akzeptiert). Bei der Arbeit und bei geschäftlichen Anlässen sollte man sich adrett, aber konservativ kleiden. Beim Kennenlernen spielt der Austausch von Visitenkarten eine sehr wichtige Rolle, denn ohne Visitenkarte wird man nicht ernstgenommen.

Gesellschaftliche Anlässe spielen sich vor allem in Restaurants und in Izakaya-Bierhallen ab, Einladungen zu Geschäftspartnern nach Hause sind dagegen ungewöhnlich. Das Trinken von Alkohol (Bier, Whisky, Sake) ist genau wie das Rauchen Teil dieser Kultur. Selten werden die Partner von Geschäftsreisenden mit eingeladen, denn die geschäftliche Unterhaltung wird immer noch von Männern dominiert. Geschenke sind äußerst wichtig (allerdings brauchen sie nicht groß oder verschwenderisch sein) und werden feierlich ausgetauscht.

Kollegen erwähnt man normalerweise mit dem Nachnamen, und Hierarchien sollten respektiert werden. Bei Geschäftsverhandlungen muß man meistens Geduld beweisen, denn Direktheit steht man mißtrauisch und ablehnend gegenüber, deshalb werden Anworten mit einem klaren Ja oder Nein vermieden. Ungeduld wird mißbilligt, und Konfrontationen stehen außer Frage, denn sie gelten als ein Zeichen größter Schwäche. Sich zu entschuldigen und zu bedanken ist sehr wichtig und sollte nicht zu knapp ausfallen. Die Geschäftszeiten sind i. allg. Mo-Fr von 09.00-17.00 Uhr.

Impressionen:

Höllenlärm

In den Pachinko-Spielhallen wird an einer Art aufrecht montiertem Flipper gespielt. Jede Maschine produziert den Krach einer aufgedrehten Musikbox mit intergriertem Fernseher. Manche Japaner spielen den ganzen Tag und leben davon.

Restaurant

Zur Werbung werden die im Restaurant verfügbaren Gerichte im Schaufenster als Plastikmodelle präsentiert. Zur Not muss man dann mit dem Kellner vor die Auslage treten, um das gewünschte zu bestellen.

Unterirdisch

Zur Stoßzeit ist die UBahn legendär voll. Beherzt wird der letzte Zentimeter genutzt. In intensivem Körperkontakt, absolut schweigsam, oft mit geschlossenen Augen, fährt man dem Arbeitsplatz entgegen.

Tradition

Beim Wettbewerb im Bogenschießen tragen alle Teilnehmer traditionelle Kleidung. Der Kommentator lockerte die Stimmung mit treffsicheren Kommentaren.

Friedliche Koexistenz

Rauchen im Gehen ist verboten. Immerhin läuft man dann mit einem 700 Grad heißen Gegenstand durch die Gegend, und verschmutzt mit Asche und Kippe die Gegend. Deswegen gibt es auch auf der Straße Raucherstationen.

Asakusa

In diesem Viertel, neben einem wichtigen Tempel, geht es stellenweise zu wie auf dem Jahrmarkt.

Freiheit

In ihrer Freizeit verkleiden sich Mädchen gerne als Comicfiguren oder Puppen. Hier bei einem Rockkonzert, das fast ausschließlich von Mädchen besucht wird.

Tokyo International Forum

Eingangshalle

Kenzo Tange Rathaus

Blick über Hafengebiet

Capsule Tower

Shinjuku Park Towers, Tokyo Tocho Tower II und Tower I

            

Koizumi Lightning Theatre

Tokio – Essen & Trinken

In Europa erfreuen sich japanische Restaurants großer Beliebtheit. Bei einer Reise nach Tokio können Sie die Spezialitäten des Landes der untergehenden Sonne in ihrer ganzen Vielfalt genießen. Entdecken Sie, was die japanische Küche außer Sushi und Sashimi noch alles zu bieten hat!

Zu den typischen Mahlzeiten einer japanischen Speisekarte gehören auch Tempura, Miso Suppe oder der in allen möglichen Variationen zubereitete Tofu. Vorsicht bei den Benimmregeln. In Japan gelten andere Tischsitten!

Bikkuri Sushi

Das Restaurant liegt in der Nähe des Tokyo Towers

3-14-9 Roppongi
Tokio

Mitten im Distrikt Roppongi liegt das Sushi Restaurant Bikkuri. Hier können Sie bequem und günstig Sushi, Sashimi und Konsorten probieren, ohne ein Wort Japanisch zu sprechen. Auf einem Laufband fahren die Teller mit den verschiedenen Gerichten an Ihnen vorbei. Sie nehmen, was Ihnen gefällt. Da die Teller farblich markiert sind, bezahlt man an der Kasse einfach nach Anzahl und „Farbe” der Gerichte. Einfach!

Chin ya

Das Restaurant liegt in der Nähe des Asakusa Tempels

1-3-4  Asakusa
Taito-ku
Tokio

Bereits 1880 eröffnete das Lokal seine Pforten und ist seither aus Tokio nicht mehr weg zu denken. In dem traditionellen, japanischen Ambiente werden Ihnen sogar die Schuhe abgenommen. Sie können wählen, ob Sie kniend auf den typischen Tatamis speisen wollen oder doch lieber einen asiatisch-orientalischen Speisesaal bevorzugen.

Die in Kimonos gewandeten Kellner servieren Ihnen Köstlichkeiten wie z.B. shabu shabu, rohes Schweine- und Kalbfleisch, das man selbst in Brühe kocht -wie beim Fondue.

Edogin Restaurant

Das Restaurant liegt in der Nähe des Fischmarktes Tsukiji

4-4-3, Tsukiji
Chuo-ku
Tokio

Ganz in der Nähe des Tsukiji Fischmarkts finden Sie das Restaurant Edogin. Die Portionen, die hier serviert werden sind schon legendär grosszügig. Auch wenn die Dekoration eher nüchtern ist, lohnt ein Besuch in diesem  turbulenten Lokal.
Frischer können Sie Ihr Sushi nicht genießen. Nicht ganz billig, aber
köstlich.

Hina Sushi Restaurant

Das Restaurant liegt im Ueno-Viertel

B1 Shinjuku I-land Tower
6-5-1, West Shinjuku-ku
Tokio

Das Hina Sushi gehört zu einer Kette günstiger Sushi Restaurants. Hier können Sie allein schon 40 verschiedene Sorten der beliebten Fisch- Reis- Rolle probieren. Aber auch Sashimi und andere japanische Spezialitäten gibt es hier zum Satt werden.
Lecker und günstig.

Il Casita

Das Restaurant liegt in der Nähe des Hie Schreins

4-3-6
Hitotsugi LIP 5F
Tokio

Wenn Sie zu zweit in Tokio sind und gern romantisch essen gehen möchten, ist das Casita nur zu empfehlen. Über den Dächern Tokios wird hier Fusion- Crossover Küche der gehobenen Art geboten. Lassen Sie sich in tropisch angehauchtem Ambiente einfach von den angebotenen Köstlichkeiten überwältigen.

Inakaya

Das Restaurant liegt in der Nähe der Roppongi Station

5-3-4 Roppongi
Tokio

Ganz in der Nähe des Tokio Towers im Stadtteil Minato (Roppongi) befindet sich das Restaurant Inakaya. Hier sitzen Sie an einem U- förmigen, langen Tisch und beobachten von Ihrem Platz aus, wie Berge an frischem Gemüse, Fleisch und Fisch zu leckeren japanischen Grill- Spezialitäten verarbeitet werden. Die Zubereitung erfolgt im Robatayaki Stil, einer gehobenen, japanischen Art des Barbecues.

Die Kellner schreien Ihre Bestellungen durch den Saal und in dem ungewohnten Wirrwarr wird der Besuch des Inakaya zum Erlebnis.

La Tour d’Argent

Das Restaurant liegt in der Nähe der Yotsuja Station

New Otani Hotel
4-1, Kioi-cho
Chioyda-ku
Tokio

In Tokios Stadtteil Chiyoda-ku finden Sie dieses elegante Restaurant mit französischem Flair. Wie im gleichnamigen Tour d’Argent in Paris wird auch hier Luxus pur geboten. Spezialität des edlen Hauses ist Ente, die täglich aus der Bretagne eingeflogen wird. Auf der Speisekarte finden Sie auch Carpaccio mit Kaviar, Tauben, Hummer, etc… Für Japaner ist ein Besuch dieses Restaurants ein beeindruckendes Erlebnis westlicher Delikatessen.

New York Grill

Das Restaurant liegt in der Nähe des Rathauses (Tokyo MGB)

Park Hyatt Hotel
52F, 3-7-1-2 Nishi-Shinjuku
Shinjuku-ku
Tokio

Im 52. Stock des Hotel Park Hyatt befindet sich der New York Grill. Sofern Sie schwindelfrei sind, können Sie eine fantastische Aussicht auf die Strassen Tokios genießen. Auf der Speisekarte stehen kreative, internationale Gerichte.

Nobu Restaurant

Das Restaurant liegt in Roppongi

6-10-17 Minami-aoyama
Minato-ku
Tokio

Im Tokioer Stadtteil Roppongi finden Sie das Nobu Restaurant. In stilvoller Dekoration aus Rosenblüten werden hier traditionell japanische Gaumenfreuden mit westlicher Küche verbunden.

Diese Kombination aus Ost und West hat den Chefkoch Nobu Matsuhisa mittlerweile nicht nur in Japan sondern auch in Europa und Amerika bekannt gemacht. In London, Mailand, New York und Los Angeles gibt es bereits Nobu Restaurants.

Prada Tokio

526 Minami Aoyama, Minato Ku, Tokio

Ganz in der Nähe des Harajuku, dem Trendsetterviertel in Sachen Mode für Jugendliche, findet man in Aoyama viele Modegeschäfte für eine gesetzte und wohlhabende Kundschaft. Neues Highlight der exklusiven Einkaufsgegend ist Prada Tokyo. Eine eigenwillige Konstruktion aus Glas, die von den Schweizer Architekten Herzog und de Meuron entworfen wurde. Die Form des Gebäudes erinnert an einen abgeschrägten Glasquader, der aus kleineren Glaswürfeln zu bestehen scheint.

Während der exklusive Einkaufstempel von außen zunächst kühl und unnahbar wirkt, kommen in den Verkaufs- und Ausstellungsräumen eher organische Elemente zum Einsatz. Wie in einer Höhle sind die Ecken abgerundet, alles wirkt gemütlich und weich. Gänge und Treppen sind ebenfalls in organischen Formen gestaltet. Mit Schaumstoff bezogene Sitzbänke und Teppiche laden zum bequemen Luxusgenuss ein.

Hier kann man nicht einfach nur modische Schuhe oder Taschen kaufen. Die außergewöhnliche Architektur macht das Einkaufen wird hier zu einem sinnlichen Erlebnis.

Restaurant Yabu-Soba

Das Restaurant liegt in der Nähe der Manseibashi Station

2-10 Avajicho
Kanda
Chiyoda-ku

Tokyo

Soba sind eigentlich nichts anderes als Buchweizennudeln. Hier werden aber nicht nur Nudeln lecker zubereitet. In schöner Umgebung können Sie neben Yabu Soba auch andere traditionelle Gerichte probieren.

Shesirs Restaurant

Das Restaurant liegt in der Nähe des Shimo Kitazawa Stadions 

3f 2-9-2 Kitazawa
Setagtaya-ku
Tokio

Das Shesirs ist ein kleines Lokal im trendigen Stadtteil Simokitazawa. Ideal um nach einem Spaziergang durch die labyrinthartigen Straßen des Viertels etwas zu Trinken und Spezialitäten der Insel Okibawa zu probieren.

Takamura Restaurant

Das Restaurant liegt in Roppongi

3-4-27 Roppongi
Minato-ku
Tokyo

Das Restaurant Takamura liegt im Stadtteil Roppongi, dem früheren Rotlicht- und Ausgehviertel Tokios. Mittlerweile ist es in der Gegend um den neu gebauten Mori Tower etwas ruhiger geworden.

Im Takamura kann man japanische Küche der Spitzenklasse in angenehmer Atmosphäre genießen. Ein nicht ganz billiger Luxus, der Sie in eine andere Welt entführt.

Ten Ichi

Das Restaurant liegt in der Nähe des Takarazuka Theaters

Sony Building
6-6-5, Ginza
Chuo-ku
Tokio

Seit 1930 wird im Ten Ichi Tempura vom Feinsten angeboten. Zu relativ normalen Preisen können Sie hier typische Gemüse- oder Fischtempura genießen. Köstlich!

Tsunahachi

Das Restaurant liegt nahe der Shinju-ku Station

3-31-8, Shinjuku
Tokio

Mitten im angesagten Mode-Viertel Shinjuku finden Sie ein unscheinbar wirkendes Gebäude, in dem sich das Restaurant Tsunahachi verbirgt. Seit 1923 werden hier Tempura- Spezialitäten angeboten. Mittlerweile gibt es Ableger des Tsunahachi in den verschiedenen Stadtteilen Tokios. Sie haben die Wahl zwischen Tempura Gerichten à la carte oder Sie können einfach eine Zusammenstellung verschiedener Spezialitäten probieren, wenn Sie Teishoku bestellen.

Trendrestaurants

Daidaiya

Dieses vornehme Restaurant im Ginza-Viertel serviert Nouvelle Cuisine Japonaise, einen kulinarischen Genuss für Auge und Gaumen. Dramatische Beleuchtung und ein theatralisch-avantgardistisches Dcor betonen die originell akzentuierten Innenräume, in denen sich Speiseräume mit Bars und tatami-Räumen abwechseln. Es gibt auch eine Bar mit einem Humidor. Auf der japanischen Speisekarte stehen gegrillte Fleischgerichte, Fisch und Meeresfrüchte mit delikaten Saucen und feingewürzte Tempura und Sushi. Daidaiya hat auch Niederlassungen in Shinjuku und Akasaka.

GinzaNine No 1 Building, 2F, 8-5 Saki, Ginza-nishi, Chuo-ku

Tel: (03) 55 37 35 66.

Niederlassungen: Shinjuku Nowa Building 3F, 3-37-12 Shinjuku, Shinjuku-ku und Bellvie Akasaka 9F, 3-1-6 Akasaka, Minato-ku.

Fujimamas

Fujimamas liegt im Harajuku-Viertel und ist eines der neuen asiatischen fusion Restaurants in Tokio. Die Atmosphäre in Fujimamas ist warm und gemütlich, es gibt eine Holzterrasse und die Räume sind in ländlich-elegantem Dcor eingerichtet. Serviert werden neu interpretierte Gerichte der internationalen Küche, wie z. B. in Chilischoten marinierte Schweinelende mit Tomatenchutney und fritierten Süßkartoffeln oder knuspriges Tofusteak mit indonesischem Gurken-sambal. Die Weinliste umfaßt eine gute Auswahl an kalifornischen Weinen, die eine Mahlzeit perfekt abrunden.

6-3-2 Jingumae, Shibuya-ku

Tel: (03) 54 85 22 62.

Internet: www.fujimamas.com



Immigrants Caf

Das hippe Immigrants Caf liegt im trendigen Stadtviertel Aoyama und serviert asiatische fusion Menüs. Gerichte umfassen z.B. sämigen Fischeintopf oder thailändische Fischküchlein, Vegetarier finden ebenfalls eine gute Auswahl vor. Das Caf ist in schrillem Retrolook eingerichtet, oft gibt es Musik und DJs.

Kyoudou Building B1, 5-9-15 Minami-Aoyama, Minato-ku

Tel: (03) 57 66 89 95.

The Pink Cow

The Pink Cow ist eine Weinbar, die mittlerweile zu einem der trendigsten Cafs im Harajuku-Viertel geworden ist. Die Atmosphäre ist entspannt und freundlich, Kunstwerke von Künstlern aus der Umgebung schmücken die Wände. Zu der exzellenten Auswahl kalifornischer Weine kann man kleine Snacks und (vegetarische) Mahlzeiten wie Burritos, Bagels oder Fudge Brownies bestellen.

1-10-1 Jingumae, Shibuya-ku

Tel: (03) 54 11 67 77.

Internet: www.bento.com/pinkcow.html

TY Harbour Brewery Restaurant and Bar

Im TY Harbour Brewery Restaurant and Bar hat man einen wundervollen Blick auf den Hafen in der Tokioer Bucht. Serviert wird eine leichte Küche mit kalifornischem Einschlag, Gerichte umfassen z.B. geröstetes Renkenfilet mit knusprigen Frühlingsröllchen und einer leichten Tomatensauce oder in Bier mariniertes Hühnchen mit Thymian und Knoblauch. Es gibt eine große Auswahl an Bieren und Wein. Auf der mit Blumen dekorierten Terrasse lassen sich herrlich die Spezialmittagsmenüs und der Brunch an den Wochenenden genießen.

2-1-3 Higashi-Shinagawa, Shinagawa-ku

Tel: (03) 54 79 45 55.

Internet: www.tyharborbrewing.co.jp

Günstige Restaurants in Shibuya

 

Wenn man nach dem vielen Herumlaufen auf einmal vom Hunger gepackt wird gibt es an jeder Ecke Fastfood in allen erdenklichen Variationen: Shabu Shabu Imbisse (eine Art Fondue) oder Okonomiyaki Restaurants (Brat-Büffets) sind in Tokyo besonders beliebt. Gegen Abend empfehlen wir einen Besuch in einer Izakaya, der japanischen Idee von Kneipe, die man überall findet. Es gibt immer eine Speisekarte und oft wird es ungern gesehen, wenn man sich nur auf das Trinken beschränkt. Die Plätze werden auch von der Bedienung zugewiesen, manchmal gilt es sogar auch Schuhe ausziehen. Die Ketten Watami und Uotami sind günstig und qualitätsmäßig zuverlässig. Wer ein bisschen weitersuchen möchte, sollte sich zur Nonbei-yokochō, einer kleinen Seitenstraße nördlich des Bahnhofs voller Bars und Kneipen begeben.

Empfehlen können wir außerdem Bistro 35 Steps (im Kellergeschoss, B1, Shibuya City Hotel, 1-1 Shibuya) und Tengu (B1, 25-3 Udagawa-cho, in einer Seitenstraße zwischen Center-Gai und Inokashira-dori). Tengu gehört auch zu einer beliebten Izakaya-Kette, aber anders als bei den restlichen Filialen ist die Speisekarte hier auch auf Englisch.

Die besten Bars und Clubs in Tokyo

Tanzen gehen ist in Tokyo leider kein allzu günstiges Vergnügen. Gerade an der Center-Gai befinden sich viele Clubs in mehreren Stockwerken. Oft zahlt man einen Eintrittspreis und es gilt das Prinzip nomi hodai (all-you-can-drink nach). Ein berühmter Club in Shibuya ist Womb (2-16 Maruyama-cho, Tokyo 150-0033) und veranstaltet vor allem House, Drum & Bass und Techno-Events. Der Eintritt kostet gut 3500 Yen Eintritt, die Getränke kosten extra und fangen bei 500 Yen an.

Ein kleines Juwel im Tokyoer Nachtleben ist CoZmos Bar & Cafe (1-6-3 Shibuya, Tokyo 150-0002). Hier gibt es Live-Musik und Ausstellungen und das alles in schummerig beleuchteter Atmosphäre. Speisen und Getränke sind eher westlich orientiert. Das Crocodile (B1 New Sekiguchi Bldg) 6-18-8 Jingumae Tokyo 150-0001) bietet jeden Abend Live Musik mit internationalen und nationalen Bands, von 80ies über Rockabilly bis Salsa ist alles dabei und regelmäßig findet hier auch ein Comedy Club statt. Eintritt ab 2000 Yen.

Einmal Karaoke muss bei einem Tokyo-Aufenthalt drin sein. Karaoke scheint eine der beliebtesten Feierabendbeschäftigungen zu sein, egal ob mit Freunden oder Kollegen. Das tolle ist, man kann hier kleine Zimmer mieten (Karaokebox), so dass die Zahl der Leute, vor denen man sich blamiert, in Grenzen hält. In der Shibuya-Filale der Kette Karaoke-Kan (30-8 Udagawa-cho ) wurde in den Zimmern 601 und 602 eine Szene aus Lost in Translation gedreht.

Tokio – Nightlife

 

Nachts wird Tokio erst richtig lebendig. Im Poppongi-Bezirk mit seinen unzähligen Bars, Clubs und Diskos geht es sieben Tage die Woche munter zu. Hier verkehren ebenso die in Tokio lebenden Ausländer wie Angehörige der US-Militärbasis. Shinjuku dagegen ist japanischer und hat unglaublich viele Eß- und Trinklokale, von riesigen Bierhallen bis zu winzigen intimen Themenbars, aber auch Kinos, Massagesalons und Japans größte Schwulenszene.

Kleiderordnungen sind selten besonders streng. Clubs verlangen einen hohen Eintritt, allerdings enthält dieser meistens mehrere Getränke. In den Izakaya (japanische Kneipen) und Bars wird häufig ein Mindestverzehr verlangt, der i. allg. aus kleinen Snacks besteht. Die Getränkepreise hängen von der Umgebung ab und reichen von angemessen bis unverschämt teuer. Falls man sich über die Preise unsicher ist, sollte man vor der Bestellung nachfragen. Jene, die geneigt sind, in einen der vielen Hostessen-Clubs zu gehen, sollten wissen, daß ein Bier in der Gesellschaft einer attraktiven Hosteß leicht 10.000 kosten kann. Die Schwulenbars von Tokio findet man dicht an dicht in der Gegend Shinjuku 2-chome. Hier reagiert man i. allg. mißtrauisch auf ausländische Kunden, deshalb ist die Begleitung durch einen Japaner angebracht. Mehrere Hotels verfügen über sogenannte Sky Bars, von denen man einen eindrucksvollen Blick auf die Stadt erhält.

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebenen Schankstunden, das Mindestalter für den Konsum alkoholischer Getränke beträgt aber 20 Jahre. Die Eintrittspreise und Öffnungszeiten sind sehr unterschiedlich, und die Nachtszene in Tokio ändert sich ständig. Verzeichnisse und Informationen zu den jeweils angesagtesten Lokalen findet man im englischsprachigen Metropolis (Internet: www.metropolis.co.jp) oder im Tokyo Journal (Internet: www.tokyo.to).

Bars

 

Eine typisch japanische Kneipe ist das Izakaya, in dem Bier, Sake und eine riesige Auswahl an japanischen Gerichten angeboten werden. Ausländer werden sich wahrscheinlich besonders in den Kneipenketten Murasaki und Tengu wegen der lebhaften Atmosphäre, angemessenen Preisen und praktischen Bilderspeisekarten wohlfühlen. Eine internationalere Szene hat Roppongi, wo man dem knalligen, ausländerfreundlichen Gas Panic, 3-15-24 Roppongi, einen Besuch abstatten sollte. Im benachbarten Castillo, 6-1-8 Roppongi, werden ununterbrochen Diskoklassiker gespielt, und so findet man auf der kleinen Tanzfläche meistens mehr Menschen vor als an der Bar. Für ein Glas Guiness sollte man The Dubliners, 3-28-9 Shinjuku, aufsuchen. RocknRoll auf japanische Art kann man dagegen im lauten, zwielichtigen Rolling Stone, 3-2-7 Shinjuku, kennenlernen. Das Las Chicas, 5-47-6 Jingumae, Harajuku, ist ein moderner Bar-Restaurant-Komplex mit einem begrünten Innenhof, der an einem Sommerabend ein lauschiges Plätzchen für einen Drink bildet. Die Bar Isnt It? gegenüber des Bunkamura-Kunstzentrums in Shibuya ist ein beliebter Treffpunkt, außerdem kosten hier sämtliche Speisen und Getränke nur 500 . Etwas feiner geht es in der schicken Bar Highlander, 2-10-4 Toranomon, im Hotel Okura zu, wo über 200 Whiskysorten zur Auswahl stehen, sowie in der New York Bar, eine edle Jazz-Bar im 52. Stockwerk des noblen Park Hyatt Hotel, 3-7-1-2 Nishi-Shinjuku.

Kasinos

 

Das Glücksspiel in Kasinos wird in Japan streng kontrolliert, deshalb gibt es nur sehr wenige im ganzen Land. Das einzige Kasino im Stadtzentrum von Tokio ist der Tokyo Dome-Komplex, 1-3 Koraku, Bunkyo Ku (Tel: (03) 38 11 21 11). Dieses Kasino kann auch von Nicht-Mitgliedern besucht werden. Da man das Glücksspiel in Japan aber auf keinen Fall fördern möchte, finden Ausländer das Angebot an Spielautomaten und Blackjack wahrscheinlich recht zahm.

 

Clubs

 

Club Asia, 1-8 Maruyamacho, Shibuya, veranstaltet wichtige DJ-Abende und The Ring, eine stets ungeduldig erwartete Homo/Hetero-Dance Party. Der Nebenraum lädt zu einer Pause vom Tanzen und zum Internetsurfen ein. Das Code, Koma Gekijo, Kabukicho, Shinjuku, hat eine riesige Tanzfläche und jede Menge Plätze, um sich vom Tanzen zu erholen. Ganz in der Nähe befindet sich der Liquid Room, 1-20-1 Kabukicho, Shinjuku, ein moderner Veranstaltungsort für Live-Events und vereinzelte Club-Nächte. Ein riesiger Disko-Palast über mehrere Stockwerke ist das Velfarre, 7-14-22 Roppongi, in Roppongi, wo eine strenge Kleiderordnung herrscht und ein hoher Eintrittspreis verlangt wird. Das schicke Lexington Queen, 3-13-14 Roppongi, ist besonders bei Models und Showbiz-Personen beliebt und ein guter Ort, um Prominente zu treffen. Trendbewußte Studenten trifft man dagegen im fortschrittlichen Yellow, 1-10-11 Nishi-Azabu, an. Um mal etwas andere Musik zu hören eignet sich das Salsa Sudada, 7-13-8 Roppongi, wo einem nicht nur Latino-Musik sondern auch die Cocktails zu Kopf steigen können.

Live-Musik

 

Tokios lokale Pop- und Rockszene findet vor allem in den Live Houses statt dunkle, diskoähnliche Lokalitäten mit einer kleinen Bühne. Das Loft, 1-12-9 Kabukicho, Shinjuku, Crocodile, 6-18-8 Jingumae, Harajuku, Cave, 34-6 Udagawacho, Shibuya, und der Club Quattro, 32-13 Udagawacho, Shibuya, gehören zu den bekanntesten. Die moderne Indie-Rock-Stätte Milk, 1-13-3 Nishi-Ebisu, ist eine Mischung aus einem Club und einem Live House. Tokios führendes Jazz-Lokal ist das Blue Note, 5-13-3 Minami-Aoyama, in dem regelmäßig internationale Spitzeninterpreten auftreten. Die zwei wichtigsten Veranstaltungsorte für große Rockkonzerte sind The Budokan, 2-3 Kitanomaru-Koen, Chiyoda-ku (Tel: (03) 32 16 51 00) und der Tokyo Dome, 1-3 Koraku, Bunkyo-ku (Tel: (03) 58 00 99 99). Karten sind teuer und sollten im voraus reserviert werden.

 

Yellow Club

B1, B2F
1-10-11 Cesaurus Nishi-Azabu
Minato-ku
Tokio

Wenn Sie auf Jazz und Blues stehen, dann ist der Yellow Club Ihre Adresse in Tokio. Die Bandbreite reicht von Acid Jazz oder Brazil Jazz bis zu Trans und Techno. Der Club ist derzeit in Tokio total „hip”!

300 Bar

8-3-12 Ginza
Chūō-ku
Tokyo

Die 300 Bar ist eines der wenigen Lokale in Tokio- Ginza, in dem Sie eine Kleinigkeit Essen können, ohne gleich ein Vermögen auszugeben. Ideal um den Abend zu beginnen und sich von hier aus ins Nightlife Tokios zu stürzen.

Air

2-11 Sagurakuchō
Shibuya-ku
Tokyo

Eine gute Adresse für House Music im Distrikt Shibuya ist das Air. Spezialität der internationalen DJ’s sind Deep House, Progressive House und Techno. Aber auch Hip Hop, Jazz und Soul werden hier gespielt. Neben den besten japanischen DJs treten auch internationale Stars der wie Bob Sinclair, Peanut Butter Wolf oder Madlib hier auf.

Arty Farty

2-11-7 Shinjuku
Shinjuku-ku
Tokyo

Arty Farty ist bereits seit 1993 einer der beliebtesten Gay und Pre- Club Bars in Tokio- Shinjuku. Das Publikum besteht aufgeschlossenen, jungen Gästen, die sich von hier aus in das bunte Nightlife Tokios stürzen. 

Bunkamura Theatre Cocoon

2-24-1 Dōgenzaka
Shibuya-ku
Tokyo

Das Bunkamura Theatre Cocoon ist ein Multimedia- und Multikulti- Komplex. Hier werden u.a. Theaterstücke und Musicals aufgeführt. Aber auch ein Kino, eine Konzerthalle und eine Kunstgalerie gehören zu der Anlange.

Castillo

1 F Dai 2 Aoi Building
6-1-8 Roppongi
Minato- ku
Tokyo

Bunt und glitzernd präsentiert sich das Castillo, ein im Tokioer Nightlife sehr beliebte Bar im belebten Stadtteil Roppongi. Wer es gern schrill und farbenfroh mag, ist hier genau richtig. Selbst die Bedienung läuft in witzig- kitschigen Aufmachungen herum. DJ’s legen Retro Tunes auf und die Barkeeper mixen Ihnen köstliche Martinis, Margeritas oder was Sie sonst an Cocktails wünschen…

Cay

Spiral B1
5-6-23 Minami Aoyama
Minato-ku
Tokyo

Das Cay ist eine schicke Bar im Asia Stil. Bunt und gemütlich kann man hier auch lecker zu Abend essen, bevor man sich ins Tokioer Nachtleben stürzt.

Cotton Club

Tokyo Building
2-7-3 Marunouchi
Chiyoda-ku
Tokyo
Ein Nightlife Klassiker: Ähnlich wie im legendären Film von Francis Ford Coppola, treten auch im Cotton Club in Tokyo internationale Größen des Jazz auf. Cab Calloway (III.), Ben E. King, J.T. Taylor oder Rickie Lee Jones haben schon hier gespielt. Ein Muss für Freunde des Jazz und Liebhaber stilvoller Gangsterfilme!

New York Bar

Ninshi
Shinjuku 3-7-1
Tokyo

Im 52sten Stock des Hyatt Hotels haben Sie einen spektakulären Blick auf Tokio! Eine der coolsten Roof- Top- Bars der Welt lädt zum Verweilen ein! Mit Glück können Sie von hier aus sogar den berühmten Fuji sehen!

Smash Hits

5-2-26 Hiro-o
Shibuya-ku
Tokyo

Was gehört zum japanischen Nightlife unbedingt dazu? Na klar: Karaoke gehört nicht nur in Tokio zum Pflichtprogramm. Der Lieblingsbeschäftigung der Japaner können Sie z. B: im Smash Hits nachgehen. Ölen Sie Ihre Stimme und dann geht’s los. Über 20.000 Songs stehen den Gesangstalenten in den verschiedenen Sprachen zur Verfügung! Oder sollten Sie vielleicht doch lieber ein paar Ohrenstöpsel einpacken?!

Tokio – Shopping

Japaner gehen leidenschaftlich gerne einkaufen, denn die Kombination aus tadellosem Service, hervorragender Warenauswahl und wunderbarer Präsentation machen das Einkaufen in Tokio sehr verführerisch. Die Preise sind i. allg. hoch, und Schnäppchen findet man nur wenige, der umsichtige Einkäufer allerdings wird zahlreiche einzigartige und bezahlbare Waren finden, u. a. Keramikgegenstände und Kunsthandwerk, Perlen, Elektrogeräte und Spielsachen.

Einkaufsmeilen

 

Die wichtigsten Einkaufsgegenden sind das elegante Ginza mit seinen noblen Kaufhäusern, Designerboutiquen und schicken Galerien, das junge, moderne Shibuya, wo man besonders gut Bekleidung, CDs und Accessoires einkauft, Harajuka, das Mekka für Jugendliche”, Teenager-Mode und Kitsch, Akihabara mit seiner riesigen Auswahl an preiswerten Elektrogeräten und Computern und das für Geschäfte mit neuen und gebrauchten Fotoapparaten bekannte, lebhafte Shinjuku.

In den Straßen rund um den Sensoji-Tempel in Asakusa sind zahlreiche kleine Spezialgeschäfte mit japanischer Kunst und Kunsthandwerk angesiedelt, während man Second-Hand-Bücher und -Drucke am besten in der Gegend Jimbocho-Kanda findet. Besonders erwähnenswert ist der Orientalische Basar in der Harajukus Omotesando Avenue, ein großes Kaufhaus für Kunst und Souvenirs mit einer großen Auswahl an Waren zu angemessenen Preisen.

Die in den Untergeschossen der großen Kaufhäuser angesiedelten Delikatessenabteilungen sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, auch wenn man sich nur am Anblick der ausgezeichnet präsentierten, außergewöhnlichen Auswahl an Nahrungsmitteln erfreut.

 

Märkte

 

Am anderen Ende des kommerziellen Spektrums liegt der lebhafte Ameyoko Markt, der unter den Bahntrassen südlich des Ueno Parks stattfindet. Hier fühlt man sich wegen der lauten, heiseren Verkäufer, den niedrigen Preisen und den unzähligen Einkäufern noch immer an seinen Ursprung erinnert – als Tokios Schwarzmarkt in der Nachkriegszeit.

Flohmärkte, auf denen auch Antiquitäten verkauft werden, finden jeden Sonntag statt, am ersten und vierten des Monats in Harajukus Togo-Schrein, am zweiten Sonntag des Monats im Nogi-Schrein in Nogizaka, im Hanazono-Schrein in Shinjuku fast jeden Sonntag. Da die Märkte schon vor Sonnenaufgang beginnen, packen zahlreiche Verkäufer ihre Waren bereits am frühen Nachmittag wieder ein. Diese Märkte sind tolle Orte zum Stöbern. Besonders gut kann man hier alte Seidenkimonos, japanische Puppen, Keramik- und Lackgegenstände kaufen. Auf ein Lächeln und eine höfliche Anfrage wird häufig auch ein Preisnachlaß gewährt.

Öffnungszeiten

 

Die meisten Geschäfte sind sieben Tage die Woche von 10.00-19.00/20.00 Uhr geöffnet, Kaufhäuser allerdings unter der Woche einen Tag geschlossen.

 

Alternativ:

Egal ob Sie elegante Mode oder den neusten Trend zum Thema Klamotten suchen, ob Sie nach günstigen Mitbringseln oder nach erlesenen Schätze stöbern, in Tokio finden Sie wirklich alles.

Die großen Konsumtempel Tokios sind Kaufhäuser wie das Mitsukoshi (4-6-16, Ginza, Chuo-ku), das Ikebukuro Seibu (1-28-1 Minami-Ikebukuro, Toshima-ku), das hochmoderne Takashimaya (5-24-2 Sendagaya, Shibuya-ku) oder das Shibuya 109. Sie bieten neben Mode meist auch Porzellan, Musik, Filme und Haushaltwaren aus Japan und westlichen Ländern an. In fast allen Kaufhausketten gibt es auch ein Stockwerk mit Lebensmitteln, wo man sich entweder mit typischen Gewürzen und anderen haltbaren Zutaten eindecken kann oder Kleinigkeiten zum zwischendurch Essen findet. Restaurants in Tokio können auf Dauer nämlich recht kostspielig werden.

Wer statt im Kaufhaus lieber auf Märkten oder in kleinen Läden bummeln geht, sollte der Nakamise-dori in Asakusa einen Besuch abstatten. Viele kleine Geschäfte bieten in dieser überdachten Straße und in der Gegend um den Sensoji Schrein kunsthandwerkliche Objekte an. Die besten Flohmärkte findet man am Togo Schrein (in Harajuka) und am Hanazono Schrein (in Shinjuku, Sanchome). Auch der Ameyoko Markt am Ueno Park lohnt einen Besuch.

Für Kunsthandwerk, Antiquitäten, Kitsch oder typisch japanische Andenken sind der Oriental Bazar (Omotesando, Harajuku) oder auch einer der vielen 100-Yen Läden ideal. Für wenig Geld kann man Fächer, Kimonos, Papierlaternen und mehr erstehen.

In Shibuya und Ginza finden sich die edelsten Boutiquen und Designerläden. Richtig luxuriös einkaufen können Sie in den auch für Architekten interessanten Räumen des Prada Gebäudes am Omotesando Boulevard. Auch die international bekannten Modeschöpfer Yohji Yamamoto, Issey Miyake und Rei Kawakubo haben hier ihre Boutiquen.

Auf der anderen Seite der Flaniermeile gelangen Sie in den Stadtteil Harajuka. Eigentlich kein echter Stadtteil, aber die Gegend um den Bahnhof von Harajuku ist die Gelegenheit für Jugendliche die neusten und schrillsten Trends aufzuspüren.

Leseratten und andere Bücherbegeisterte sollten auf alle Fälle im Kinokuniya vorbeischauen. Das Kinokuniya (3-17-7 Shinjuku, Shinjuku-ku) ist wahrscheinlich der größte Buchladen Tokios. Auf sechs Etagen gibt es nicht nur japanische sondern auch „ausländische” Bücher. Hier finden Sie William Goldings Herr der Fliegen neben Haruki Murakami und Harry Potter.

Drucke oder alte Bücher finden Sie hingegen in Jimbocho- Kanda. Für Tusche, Tinte, Washi (Papier), Pinsel und andere Utensilien der Kalligraphie geht man ins Itoya (2-7-15 Ginza,Chūō-ku), ein riesiges Fachgeschäft für Papier- und Schreibwaren, das gleich mehrere Gebäude für sein großes Angebot braucht.

Computer-, Video- und andere Technikfreaks haben in Tokio einen ganzen Stadtteil nur für sich. Akihabara ist die Electric Town. In diesem freakigen Stadtteil dreht sich alles um neuste Technologien, Computerspiele und das entsprechende Zubehör. Läden wie das Radio Kaikan oder der Tsukumo Robot Kingdom sind das Mekka der Anime, Manga und Cosplay Fans.