Luxuswelt „Möbel“

Möbel von Jean-Michel Frank

Schon in den 30er Jahren begannen Designer damit, Kommoden, Stühle und Schächtelchen mit Rochenhaut – in Frankreich “Galucha” genannt – zu beziehen. Besonders die schlichten, eleganten Möbel von Jean-Michel Frank (1895 – 1941) geben jedem Raum Stil und Klasse. Mit etwas Glück findet man Originale bei Versteigerungen von Sotheby’s in New York oder Paris.

 

Unikate für das Kinderzimmer

Leim, Zapfen, historische Bettbeschläge: Die Kindermöbel der Manufaktur Goldprinz werden nach alter Tradition angefertigt.

Wer vor dem alten Fabrikgebäude mit den schwarz lackierten Sprossenfenstern steht, sieht den Schriftzug schon von Weitem: GOLDPRINZ steht in großen goldenen Lettern direkt neben der metallenen Eingangstür. Hier, im Herzen von Hamburg, befindet sich eine der exklusivsten Manufakturen für Kindermöbel.

Gleich neben dem Eingang liegt Afrika, und zwar in mehreren Stücken. Davor kniet eine Frau und bringt eine gewisse Ordnung in den grünen Urwald mit all seinen Tieren, der die Kopf- und Seitenteile des Kinderbettes ausfüllt. Tanja Isabel Dipner ist gerade mit einem Dschungelbett beschäftigt; schon bald soll es auf Reisen gehen und einem Kind in der Schweiz süße Träume bescheren. Doch bis es soweit ist, muss noch geklebt, gestrichen und lackiert werden – solange, bis die Künstlerin mit dem Ergebnis zufrieden ist.

Unikate nach klassischen Vorbildern

Was vor sechs Jahren mit einem Kinderbett begann, hat sich inzwischen zur Kollektion entwickelt, die über die Betten hinaus auch Schränke, Kommoden und Stühle umfasst. Das Design orientiert sich streng an klassischen Vorbildern. Von einer sächsischen Tischlerei aus Vollholz gefertigt, treffen die Rohlinge in der Manufaktur ein, um hier vollendet zu werden. Dabei macht die Hamburger Künstlerin jeden Handgriff selbst – vom Schleifen über das Schnitzen bis hin zum Auftragen von Blattgold. Die Unikate tragen dann so schöne Namen wie „Das Märchen“. Hier ließ sich Tanja Isabel Dipner von den Arbeiten der Künstlerin Lotte Reininger inspirieren, die in den 1920er Jahren des letzten Jahrhunderts für ihre Scherenschnitte berühmt war. Nun erzählen die mit Blattgold ausgefüllten Motive die Geschichte von Däumelinchen – rund um das Bett herum, wie ein poetischer Reigen.

Künstlerische Welten zwischen Dschungel und Ozean

Was im Endergebnis so schön funkelt und strahlt, kann sich schon im Rohzustand sehen lassen: Die Kindermöbel der Manufaktur werden nach alter Tradition des Bettenbaus gefertigt – mit Leim, Zapfen, Nut und historischen Bettenbeschlägen. Denn wenn es nach der Künstlerin geht, sollen auch die nächsten Generationen in ihren Betten schlafen, toben und träumen. Für die Kinder von heute hält sie indes noch zu ihren Themen passende Bettbezüge und Tapeten parat und macht damit die Abenteuer von Dschungeltieren, Piraten und Prinzessinnen für den Nachwuchs allgegenwärtig. Soviel Goldprinz im Kinderzimmer mag den einen oder anderen dann doch überfordern, aber auch da hat die Hamburgerin eine Antwort parat: Alle Möbel gibt es auch in schlichtem Weiß.

Wenig Alarm, viel Geschmack

Im temporären Showroom “The Box” in Berlin werden Möbel und in Kooperation mit KPM entstandenes Porzellan von Bottega Veneta gezeigt.

Wenn Modeunternehmen plötzlich in Interior-Design machen, kann das schon mal schief gehen. Anders bei Bottega Veneta: die aktuelle Home Collection überzeugt mit Stilsicherheit statt Label-Alarm.

Luxus-Marken, die nicht bei jeder Gelegenheit mit fettem Logo protzen, sind rar gesät. Angenehm dezent zeigt sich dagegen das italienische Traditionslabel Bottega Veneta. Bekannt für die geflochtenen Lederhandtaschen, kommt auch die Home Collection der Marke ohne peinliche Logomania aus. Die Handschrift des Hauses bleibt dennoch unverkennbar: Das charakteristische Flechtmuster zieht sich subtil durch sämtliche Interior-Kollektionen.

Flechtkunst für Möbel

Zu verdanken ist die klare Stilvorgabe Tomas Maier. Der 1957 in Pforzheim geborene Modedesigner ist seit über zehn Jahren als Kreativdirektor für Bottega Veneta verantwortlich. Seine Taschen gelten zu Recht als „Bentleys unter den Beuteln“ (Zitat STERN), und auch die Stücke aus seiner Home Collection haben das Zeug zum Klassiker.

So lockt etwa die Sitzgruppe „Tassello“ mit warmen Farben, schlichten Formen, allerweichsten Kissen und edelstem Leder, teils in typischer Flecht-Manier. Praktisch: Je nach Bedarf lassen sich die einzelnen Module immer wieder neu zusammensetzen – und sind dabei so zeitlos-schön, dass sie im Loft eines New Yorker Star-Architekten ebenso gut aufgehoben wären wie in der Mallorca-Villa einer Milliardärsgattin mit Geschmack.

Die zweite Designneuheit aus der aktuellen Interior-Linie umfasst eine Gruppe nahezu schwebender Möbel – darunter Schreibtisch, Damenkommode und Pult – hergestellt in einer Kombination aus Glas, dünnen Bronzestreifen und lackiertem Pergamentleder. Qualität, die man sieht, riecht, fühlt, plus perfekt platzierter Flechtkunst, wenn’s tatsächlich passt.

Temporary Showroom in Berlin

Wer gerade in Berlin unterwegs ist, kann sich das Ganze aus der Nähe ansehen. Zusammen mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, KPM, betreibt Bottega Veneta einen temporären Showroom am Hackeschen Markt. Präsentiert wird unter anderem die feine Porzellanedition „Intreccio Svanito“, die beide Luxusmarken gemeinsam produzieren. Bemalt mit dem gewohnten Flechtmuster-Dekor, will man dann doch nicht ganz aufs Logo verzichten: Zum Schluss wird jedes einzelne Porzellanstück von Dekormalern per Hand nummeriert und mit den Zeichen von Bottega Veneta und KPM versehen. Kaufen kann man die attraktiven Kostbarkeiten hier übrigens auch, vom Brotteller über die Teekanne bis zur Sashimi-Schale. Schließlich will man es sich zu Hause ein bisschen nett machen.

Der temporäre Showroom von Bottega Veneta heißt „TheBox“ und befindet sich in den Hakeschen Höfen, Hofnummer 3, Berlin-Mitte. Geöffnet noch bis Ende September 2012, Montags bis Samstag von 13 bis 19 Uhr. Die erstmals auf dem Salone Internazionale del Mobile in Mailand präsentierten Möbel-Neuheiten sind ab September 2012 im Handel erhältlich.

Möbel als Souvenirs

Die Website von Discover&Deliver ist künstlerisch gestaltet mit Illustrationen von Yoco Nagamiya.

Wir kennen das Phänomen: Immer wieder sieht man auf Reisen in Hotels und Restaurants genau das Möbelstück, von dem man immer geträumt hat, weiß aber nicht, wo man es kaufen kann. Ein englischer Online-Shop hilft jetzt bei der Suche.

Den Aschenbecher oder Kugelschreiber aus dem Hotel zu entwenden gilt noch als Kavaliersdelikt. Bei den flauschigen Handtüchern und Bademänteln hört der Spaß meist schon auf. Denn was soll der Gast tun, wenn ihm die Einrichtung gefällt? Das Mobiliar kann man ja schlecht im Koffer verschwinden lassen. Da hilft nur kaufen. Und zu diesem Zweck gibt es jetzt mit Discover&Deliver einen Online-Shop, der die schönsten Designstücke aus Hotels und Restaurants weltweit anbietet.

Wer sucht, der findet

Der Online-Shop bietet seinen Kunden Produkte aus den schönsten Schlaf- und Gourmetstätten der Welt. Die Nutzer können nach dem Ort suchen, wo sie das schöne Stück gesehen haben, oder auch direkt nach einem Hersteller, Einrichtungs- oder Produktdesigner. Das Angebot von Discover&Deliver umfasst Produkte vom JK Place in Capri bis zum Waterhouse in Shanghai. Für 6265 Euro kann nun jeder die gemütlichen Sessel aus dem Soho House in Berlin sein eigen nennen, und wer gerne in die Stadt der Liebe reist, kann sich danach die Couch aus dem Mandarin Oriental Paris in sein Wohnzimmer stellen.

Lieferservice für Entdeckungen

Die Britin Isabel Rutland ist die Gründerin von Discover&Deliver. Die Idee für das Konzept entstand während ihrer Flitterwochen im New Yorker Greenwich Hotel. Die Londonerin war begeistert vom Design und der Einrichtung des Hotels und wollte diese auch für ihr Zuhause kaufen – was sie vor das große Problem stellte, ewig recherchieren zu müssen, wo man die Dinge bekam, denn über das entsprechende Wissen darüber verfügt der Concierge-Service leider nur in den seltensten Fällen. Zwei Jahre Vorbereitungszeit bedurfte es, bevor die Webseite im März 2012 gelauncht wurde.

Discover& Deliver bietet zusätzlich einen „FIND IT“-Service an. Wer auf der Seite sein möbeltechnisches Objekt der Begierde nicht finden kann, kann ein Foto davon mit Info vom Fundort an das Team schicken, welche sich dann um Identifikation und Kaufmöglichkeit kümmert. www.discover-deliver.com

Sitzhocker „Q-Stool“ von Viteo

„Was ist das?“, werden viele denken, wenn sie den Q-Stool der österreichischen Outdoorfirma Viteo zum ersten Mal sehen. Die von Danny Venlet kreierte Sitzskulptur erinnert eher an eine Boxbirne oder einen Medizinball und ist in jedem Fall ein Blickfang.

Doch nicht nur das: Man sitzt erstaunlich bequem! Mit seinem outdoor-tauglichen Kunstleder „Skai“ und den wasserdichten Nähten ist der Sitzhocker perfekt für die Nutzung im Freien geeignet. Der wasserresistente Innenschaum und ein Ring aus Edelstahl stellen sicher, dass dieses Möbel auch einem spontanen Regenguss gewachsen ist. Die Version „Q-Stool Limited“ aus Indoor-Leder wurde hingegen ausschließlich für den Innenbereich geschaffen. Erhältlich in Weiß, Kakao, Blau oder Gelb, Preis 546 Euro.

Korbsofa „Canasta“ von BundB Italia

Mitte des 19. Jahrhunderts entwarf der österreichische Möbelfabrikant Michael Thonet Holzstühle mit dem sogenannten Achteck- oder Wabengeflecht als Sitz, die fortan ihren Siegeszug durch Kaffeehäuser in aller Welt antraten.

Nun hat Spaniens Design-Königin Patricia Urquiola, von der gesagt wird, dass sie Sofas wie Kleider „schneidert“, das klassische „Wiener Geflecht“ neu aufgelegt. Die Proportionen vergrößert, das Geflecht aus leichter und zugleich stabiler, wetterfester Polyethylenfaser – fertig ist die innovativste Neuinterpretation des Jahres. Die Outdoor-Serie „Canasta“ (spanisch für Korb) mit dem traditionellen Kaffeehaus-Touch wirkt klassisch und zugleich modern – ideal für alle, die gerne Antiquitäten mit modernen Designs mixen. Erhältlich in Weiß oder Bronze, Preis ab 1.500 Euro.

„Obelisk“ von Dedon

„Ein Sessel ist ein Sessel ist ein Kunstwerk.” Mit diesem Slogan bewirbt Dedon seinen aktuellen Design-Genie-Streich „Obelisk“.

Im alten Ägypten stellte der Obelisk die zu Stein gewordenen Strahlen des Sonnengottes dar, insofern war es an der Zeit, diesem Sinnbild des Lichts ein würdiges Denkmal zu setzen. Vier Sessel und ein kleiner Tisch lassen sich kinderleicht zu einem stabilen Turm stapeln, der eher nach Kunstwerk aussieht als nach Möbellager. Eine wahrhaft elegante Lösung der deutschen „April-Wetter-Problematik“ – genial und raffiniert zugleich! Preis auf Anfrage, erhältlich in den Farben Stone und Platinum.

Ligne Roset Designersessel

Europa beklagt sich über eine niedrige Geburtenrate. Trotzdem: Teure Kindermöbel laufen so gut wie nie zuvor. Den ersten Designersessel gibt es schon fürs Windelalter.

Nicht jedes Möbelstück, das für Erwachsene funktioniert, spricht auch den Nachwuchs an. Einige aber sehr wohl. Der französische Hersteller Ligne Roset brachte einen der legendärsten Klassiker seines Sortiments im Miniaturformat auf den Markt: „Togo“. Das Sitzmöbel ist wie geschaffen für den Schrumpfungsakt. Es hat keine Ecken und Kanten und es lässt sich wunderbar auf den Schaumstoff gefüllten Sitzen herumtoben. Die 48 Zentimeter breite Version „Baby Togo“ ist für zwei- bis vierjährige Sprösslinge, der mit 61 Zentimetern Sitzbreite geräumigere „Mini Togo“ für die fünf bis 12-Jährigen konzipiert. Die weichen Formen, anschmiegsamen Materialien und die frischen Farben begeistern die Kids. Der Fakt, dass der pflegeleichte Bezug abziehbar ist, macht höchst wahrscheinlich eher ihre Eltern glücklich.

Jean Royère

Jean Royère ist vor allem bei Experten und Designliebhabern bekannt, die ihn für seinen individuellen Vintage Stil lieben.

Jean Royère (1902 – 1981) ist vor allem bei Experten und Designliebhabern bekannt, die ihn für seinen individuellen Vintage Stil lieben.

Erst mit vierzig Jahren eröffnet Royère seine erste Galerie in Frankreich, konnte aber nach kurzer Zeit besonders exklusive Kunden begeistern. Innerhalb weniger Jahre eröffnete er weitere Büros in Cairo und Beirut sowie später in Peru und im Iran. Besonders seine königlichen Kunden und Oberhäupter im Mittleren Osten lieben traditionellen Designstil bei Sessel, Stühle und Leuchten. Auch der bekannte Modedesigner Wolfgang Joop schätzt die Kunst des Franzosen und richtet sich mit ihm ein.

Aufgrund ihrer Exklusivität werden die Möbel hauptsächlich in Galerien oder auf Auktionen in NY oder Frankreich gehandelt. In Deutschland ist Jean Royère noch ein echter Geheimtipp.

SIEGER CHAISE COUTURE No1

Designer Michael Sieger kennt die Tücken zwischen Funktionalität und Eleganz. Entweder ist der Stuhl zu niedrig, zu hoch, nicht gerade oder schlichtweg unbequem. Aus Mangel entstand Motivation. Um endlich bequem aber doch stilvoll zu sitzen, kreierte der gelernte Produktdesigner die Möbelserie Chase Couture No1. Sein geometrisches Design verbindet spannende Optik mit solider Funktion, ohne dabei an Eleganz zu verlieren. Die leuchtenden Polsterstoffe in Verbindung mit verchromten Stahl verleihen der Kollektion, bestehend aus Stuhl, Bank und Diwan einen individuellen Touch. Zur Auswahl stehen 10 Nuancen.

Christian Liaigre, Paris

Der Designer hat die Privathäuser von Kenzo, Lagerfels oder Marc Jacobs mitgestaltet und besitzt das Hotel Montalembert, das fast gegenüber seines Showrooms steht. Seit der Eröffnung dieses Hotels ist Liaigre-Mobiliar in Paris höchst angesagt. Diskret hinter dunkel getönten Scheiben findet man die neuesten Möbelkreationen des Pariser Meisters: Liaigre bevorzugt klare Linien, sowie Holz und Leder. Jedes Designerstück wird in limitierter Serie hergestellt.

Christian Liaigre ist Meister der Details und Qualität. Nach Meinung unseres Experten, Gisbert Pöppler, gibt es kaum wirklich gut designte Betten, doch die Kreation des Franzosen sind eine positive Ausnahme.

Christian Liaigre ist Meister der Details und Qualität. Nach Meinung unseres Experten, Gisbert Pöppler, gibt es kaum wirklich gut designte Betten, doch die Kreation des Franzosen sind eine positive Ausnahme.

Die von Liaigre entworfenen Betten gehören zu den ganz besonderen. Sie scheinen auf den ersten Blickt eklektisch, zeigen sich dann aber doch verspielt harmonisch in der Struktur der Lehne und der Seitenteile. Der Innendesigner ist der Meister des Details und legt sehr viel Wert auf Qualität und hochwertige Materialien.

Wenn er einen Auftrag annimmt, dann macht es Liaigre richtig. Erst lebt er sich in den Ort ein, um dann etwas ganz Individuelles zu entwerfen. Dass er dabei auch ungewollt Trends setzt, zeigt sich an dem von ihm bereits vor 15 Jahren verwendeten Wenge-Holz. Heute sieht man dieses dunkle Holz mit der Maserung ganz häufig in Berliner Cafès. dort aber nicht in der von Liaigre verwendeten exklusiven Originalversion.

Hedi Slimane

Hedi Slimane war bekanntes Model und entwirft nun Mode als anerkannter Designer. Sein unkonventioneller Charme spiegelt sich auch in seiner Innendesignkollektion F System wider.

Bekannt wurde Slimane als Model für die Herrenlinie von Dior. Anschließend an seine Modelkarriere ernannte ihn Pierre Bergé 1997 zum kreativen Kopf bei Yves Saint Laurent. Nachdem er 2003 als Verantwortlicher für die Duftlinie Diors das erste Parfüm auf den Markt brachte, drehte er der Modewelt abrupt den Rücken zu. Dabei ist Slimane fast schon zu einem Popstar der Modewelt geworden; die Bostoner Punkrock BandKeys to the Street of Fear widmeten dem Designer einen Song und Rapper Kanye West erhebt ihn in den Mode-Götterolymp. Doch trotz seines Erfolges widmet sich Slimane seither der Fotografie und Künstler eigenen Kunstprojekten. In dem F System vereint der Designer Stahl mit Ebenholz ohne sichtbare Übergänge zu einem Kunstwerk. Egal, ob als Tisch benutzt, als Kreation betrachtet oder auch als unorthodoxe Liegefläche, wie es die Fotos vom F System vorschlagen, Slimanes Werk ist einzigartig. Es gibt nur fünf exklusiv produzierte Varianten von diesem Designstück. Welche Funktion es schlussendlich erfüllt, spielt keine Rolle, denn hier geht es um die Wertschätzung exklusiver Materialien und aufwendigster Handwerkskunst.

Hervé van der Straeten

Ursprünglich begann er für Yves Saint Laurent und Lacroix Schmuck zu entwerfen und elegante Perfümflakons für Christian Dior. Doch beschreibt diese Auswahl kreativer Modeentwürfe bei weitem nicht das Repertoire des Hervé van der Straeten.

Ursprünglich begann er für Yves Saint Laurent und Lacroix Schmuck zu entwerfen und elegante Perfümflakons für Christian Dior. Doch beschreibt diese Auswahl kreativer Modeentwürfe bei weitem nicht das Repertoire des Hervé van der Straeten.

Der Designer kreiert, neben luxuriösen Schmuckstücken, Flakons oder Make-up Verpackungen, elegante und exklusive Leuchten, Spiegel, Stühle und Tische, die vornehmlich aus Bronze hergestellt werden. Die Kälte des Metalls mischt sich mit den frischen, verspielten Formen seiner Kreationen. Ralph Lauren empfiehlt die Gallerie van der Straeten als einen der besten Designshops Paris und bezeichnet den Künstler als einen der talentiertesten Jungdesigner Frankreichs.

Qualität steht bei van der Staeten an oberster Stelle. Deshalb lässt er alle Kreationen bei den besten des Fachs bauen. Die Arbeit mit Bronze ist zeitaufwändig und so werden jährlich in der Galerie nur 30 Stücke ausgestellt, der Großteil als exklusiv limitierte Objekte.

Andrée Putman

Bekannt geworden ist Andrée Putman vor allem durch ihr Schwarz-Weiß-Kachelmuster im Morgans Hotel von 1984. Diese Idee stammt buchstäblich von der Straße; das Muster der New Yorker Taxen diente Ihr als Inspiration.

Bekannt geworden ist Andrée Putman vor allem durch ihr Schwarz-Weiß-Kachelmuster im Morgans Hotel von 1984. Diese Idee stammt buchstäblich von der Straße; das Muster der New Yorker Taxen diente Ihr als Inspiration.

André Putman kann zweifelsohne als Coco Chanel des Innendesign bezeichnet werden. So wie Chanel die Modeindustrie verändert hat, hat Putman das französische Innendesign revolutioniert: vom schweren, traditionellen Schick hin zur frischen modernen Eleganz, die auch ohne überflüssige Dekoration auskommt. Mit Ihrer Gestaltung des New Yorker Hotels Morgans markierte sie den Grundstein des Begriffs „Designhotel“.

Andrée Putman, geborene Andrée Christine Aynard, verzauberte nicht nur Ian Schrager (Besitzer des Morgans), sondern beeindruckte gleichermaßen Modedesigner wie Yves St. Laurent, Karl Lagerfeld, Thierry Mugler oder Azzedine Alaia.

Die Innendesignerin ist nicht nur für Ihre eigenen Kreationen weltweit bekannt, sondern ebenso für ihr Sammlergespür; sie kann mittlerweile eine beachtliche Kollektion an modernen Möbelstücken des zwanzigsten Jahrhunderts die Ihre nennen. Mithilfe Ihrer Firma Ecart werden Stücke von Eileen Gray, Mallet-Stevens, Fortuny, Gaudi oder Lartigue der Designwelt wieder zugänglich gemacht.

Bottega Veneta

Die supersoften geflochtenen Lederwaren von Bottega Veneta sind legendär. Das edle Flechtwerk findet man auch in der Home Collection wieder.

Mehr understatement geht wirklich nicht: Das Luxuslabel Bottega Veneta kommt völlig ohne Marken-Logo aus. Ihre Einzigartigkeit in Design und Verarbeitung sowie ihre klaren Linien geben der Mode, den Accessoires und Möbeln ihren Wiedererkennungseffekt. Die umfangreiche Home Collection umfasst Interieur für Schlaf-, Wohn- und Esszimmer sowie für Foyer, Bibliothek und Arbeitsraum in natürlicher, dezenter Farbgebung. Das „Folding Camp Bed“ ist eine raffiniert-schlichte Klappliege mit Bronzegussrahmen und edler Lederliegefläche. Ebenfalls aus Bronzeguss sind die „Dining Tables“, deren Tischplatten mit hochwertigen Lederauflagen ausgestattet sind. Diese Materialien finden sich im Schreibtisch wieder – ein Eyecatcher, der zur Arbeit auf allerhöchstem Niveau einlädt. Ein echtes Statussymbol: Der in Leder eingekleidete „Library Table“ mit Holzrahmen und Bronzeguss-Profilen. Bottega Venetas Wohnwelt zeigt ausgesuchte, bleibende Qualität mit dem Willen, als Design-Klassiker Geschichte zu machen.

Missoni

Wie es wohl wäre, mitten durch ein Kaleidoskop zu flanieren? Die Stoffe und Interieurs von Missoni Casa machen das Unglaubliche möglich.

Wer jemals das farbenprächtige Wohn-Universum der Missoni Home Collection bewundert hat, wird es bestätigen: Das Auge wohnt mit. Die Auswahl an traumhaft bedruckten Stoffen und Polsterungen ist enorm. Die Dekors – ob florale oder geometrische Designs – sind zeitgemäß stylish und elegant zugleich. Das Lifestyle-Konzept umfasst Einrichtungs-Soft- bis Mobiliar-Hardware. Die Kollektion beginnt mit Tagesdecken, Plaids, Kissen, Tischwäsche, Gardinen, Badtextilien und Teppichen. Mit den bezaubernden Wohnlandschaften aus Sofas, Sesseln und Stühlen, stimmungsvollen Lichtspielen oder den gigantischen, mit Missoni-Motiven gemusterten Vasen ist sie noch lange nicht beendet. Für den heimischen Outdoor-Bereich gibt es tolle Deckchairs und Sonnenliegen. Alles in Allem: Ein Fest der Muster, Formen und Farben. Die Missoni Home Collection wird von dem Unternehmen TundJ Vestor, so benannt nach den Gründungsvätern von Missoni, hergestellt und vertrieben.

Robert Mallet Stevens

Robert Mallet Stevens erlangte eigentlich als Architekt Berühmtheit. Doch seine luxuriösen Möbelstücke sind zu Recht eine begehrte Rarität. Wie auch bei seinen Bauten setzte Mallet Stevens beim Innendesign auf schlichte, aber dennoch eindringliche Formen.

Robert Mallet Stevens (1886 – 1945) erlangte eigentlich als Architekt Berühmtheit. Doch seine luxuriösen Möbelstücke sind zu Recht eine begehrte Rarität. Wie auch bei seinen Bauten setzte Mallet Stevens beim Innendesign auf schlichte, aber dennoch eindringliche Formen.

Die Rue Mallet-Stevens in Paris ist einzigartig, da sie das architektonische Schaffens Mallet-Stevens konzentriert und bis heute vollkommen in ihrem Ursprungszustand erhalten geblieben ist. Robert Mallet-Stevens bekam 1927, ebenso wie Le Corbusier drei Jahre zuvor, von der Stadt Paris die Möglichkeit, eine gesamte Straße nach seinem Architekturverständnis zu bebauen.

Da Mallet Stevens sich eher der Architektur verschrieben hatte, sind die von ihm entworfenen Möbelstücke echte Kostbarkeiten. „A Rare Chair“ heißt passend auch einer seiner berühmten Stühle. Dieser Stuhl besteht aus schwarzem Metall und feuerrotem Stoff.

Die Firma Ecart, gegründet von der Innenarchitektin Andrée Putman, hat dieses besondere Stuhldesign wieder aufgriffen und verleiht ihm neues Leben. Als Innendesignerin verwendet Putman mit Vorliebe die Stühle von Mallet Stevens in ihrer eigenen Arbeit.

Frédéric Méchiche

Frédéric Méchiche kreiert die Innenausstattung in Villen, Hotels und luxuriösen Yachten. Dabei bewegt er sich auf allen Kontinenten und hinterlässt seine Designspuren unverwechselbaren französischen Charme.

Die Motoryacht „Harama II“ wurde von Méchiche im Inneren mit edlem Mahagoniholz und über Deck mit Teakholz versehen. Obwohl sie bereits 1987 gebaut wurde, hat dieses Boot durch den einzigartigen Avantgarde-Stil in den Jahren nichts an Exklusivität und Modernität verloren.

Eines seiner jüngst beendeten Projekte ist das Pariser Hotel Le A. Die sparsam verwendeten und bewusst eingesetzten Farbakzente sind seine unverwechselbare Handschrift. Das Motiv der effektvoll angeordneten Schwarz-Weiß-Streifen wirken frisch und modern, ohne aber das Hotelerlebnis in einen kühlen Galerieraum zu verwandeln. Die Farben werden in der hoteleigenen Kunstausstellung präsentiert, denn Kunst spielt in fast jedem seiner Projekte eine zentrale Rolle – sei es moderne, gewagte Kunst wie von Nan Goldin oder traditionelle Artefakte aus Stammeskulturen.

Fréderic Méchiche steht für modernes Luxusdesign, ohne dabei die traditionell französische Verspieltheit gänzlich aufzugeben. Bei allen Kreationen legt er äußersten Wert auf Details wie Farbe, Material, Licht und nicht zu vergessen, den Aspekt des Komforts.

Charlotte Perriand

Charlotte Perriand ist eine der einflussreichsten Innendesigner der frühen modernen Designbewegung. Sie ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen die sich in der von Männern dominierte Welt der Avantgarde-Architektur durchsetzte.

Charlotte Perriand (1903-1999) ist eine der einflussreichsten Innendesigner der frühen modernen Designbewegung. Sie ist eine der wenigen erfolgreichen Frauen die sich in der von Männern dominierte Welt der Avantgarde-Architektur durchsetzte.

Die Künstlerin führte die “Maschinen Zeitalter” Ästhetik mit ihren Innendesigns aus Stahl, Aluminium und Glas ein, die sie in den späten 1920ern und 1930ern in Le Corbusiers Werkstatt entwarf. Doch Perriand steht nicht nur für rohen Industriestil sondern auch für das Spiel mit rustikalen Materialien. Beeinflusst durch ihre Kindheit in Savoie, nimmt sie regionale Elemente gewöhnlicher Möbel traditionsbewusst auf.

Wirkten die von ihr verwendeten Materialien in den 40er Jahren noch ausgefallen, so war die Künstlerin überzeugt, Möbel zu schaffen, die in der Zukunft nicht nur von einer exklusiven Elite gekauft, sondern auch in jedem Wohnzimmer zu finden sein können. Auch wenn sie eine der anerkanntesten Innendesignerin ist, hat sie sich nie als solche begriffen. Keine ihrer Kreationen erfüllt nicht einen unmittelbaren Zweck. Ihr Stil war daher auch stets zurückhaltend, wirkt aber auch genau deshalb so ausdrucksstark.

Bis zu Ihrem Tod in 1999 hat sie unermüdlich an neuen Projekten gearbeitet, die den modernen Lebensstil widerspiegeln. Ihre Werke wechseln mittlerweile für bis zu einer Millionen Dollar den Besitzer und werden vielmehr wie Kunst und nicht wie Möbelstücke behandelt.

Nicolas Aubagnac

Nachdem Nicolas Aubagnac sein Studium erfolgreich an der “Ecole Nationale des Arts Appliquées” absolvierte, gründete er mit Delphine Read seine eigene Firma. Dort entwirft er exklusiv für seine Privatkunden ganz besondere Einzelstücke.

Nachdem Nicolas Aubagnac sein Studium erfolgreich an der “Ecole Nationale des Arts Appliquées” absolvierte, gründete er mit Delphine Read seine eigene Firma. Dort entwirft er exklusiv für seine Privatkunden ganz besondere Einzelstücke.

Für ausgewählte Firmen kreiert er jedoch gerne auch Auftragsstücke, die nur direkt zu bestellen sind, oder in Galerien erworben werden können. Für die Lampenfirma „Jean Michel Delisle“ hat er beispielsweise eine Kollektion von extravaganten Lampen in Bronze kreiert, die in verschiedenen Überzügen – Gold, Platin, Silber – eigens für den Kunden angefertigt werden.

Die Designprojekte des Franzosen kombinieren Modernität mit traditionellen Formen, Stoffen und Techniken. Ebenso integriert Aubagnac Zitate aus anderen Kulturen, wie beispielsweise aus der asiatischen. Die Designideenwerden schließlich in Aubagnacs Werkstatt in liebevoller Handarbeit von Spezialisten zum Leben erweckt.

Jacques Adnet

Bei der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes 1925 wirkte seine Möbelkunst noch recht befremdlich auf die Betrachter. Heute wird Jacques Adnet als Ikone des luxuriösen französischen Modernismus gefeiert.

Bei der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes 1925 wirkte seine Möbelkunst noch recht befremdlich auf die Betrachter. Heute wird Jacques Adnet (1900 – 1984) als Ikone des luxuriösen französischen Modernismus gefeiert.

Nachdem er 1926 den Gemeinderaum von Ile-de-France ausstattete wurde er zwei Jahre später bereits mit 28 Jahren zum Direktor der Compagnie des Arts Français ernannt. CAF war für Adnet die ideale Plattform, um seine modernen Designs umzusetzen. Mit Vorliebe arbeitete er mit edlen Hölzern sowie verchromtem Metall. Einzelne Materialien wie Spiegel, Leder oder Milchglas waren für ihn die Verzierungen, die er als erster im Design eines Möbelstücks verwandte und beliebig miteinander kombinierte.

Bereits 1984 gestorben hinterlässt Adnet eine Sammlung erstklassigem Design, die über die letzten 60 Jahre nichts an Frische und Modernität verloren hat.

Daybed „Tres al fresco“ von Gandia Blasco

Himmelbetten sind gemeinhin als kitschig verpönt. Mit diesem Vorurteil räumen ausgerechnet die romantischen Spanier auf.

Ganze Familien können sich an dem coolen Design des sommerfesten Daybeds „Tres al fresco“ erfreuen. Der Name klingt verheißungsvoll nach Langnese und verspricht Frische und Abkühlung zu jeder Tageszeit. Und wer ganz ungestört sein möchte, zieht auch vorne die weißen Markisen runter. Von Gandia Blasco, 120 x200 cm, 5.280 Euro.

Doppel-Deckchair „Triconfort Biarritz“ von Grupokettal

Endlich ungestört knutschen: Mit der Partnerliege „Triconfort Biarritz“ können Sie nicht nur der Mittagssonne, sondern auch neugierigen Nachbarn entgehen.

Preis 4.660 Euro. Wer noch auf der Suche ist, sollte sich für die Sonnenliege „Riviera“ aus der gleichen Serie entscheiden. Jenseits der Dächer von Nizza fühlt man sich hier wie Grace Kelly auf der Jagd nach der Diamanten raubenden „Katze“. Da kann Cary Grant nicht weit sein! Die nostalgische Kunststoffliege behält dank spezieller Autolack-Beschichtung ihre glänzend weiße Farbe auch in unseren Feuchtgebieten. Preis 2400 Euro.

Holzmöbel-Serie „Solo“ von Viteo

Obwohl sich in den letzten Jahren Polyethylen-Flechtwerk als Material für Outdoormöbel durchgesetzt hat, sollte in dieser Liste eine schöne Holzmöbel-Serie nicht fehlen.

Das Design der neuen, vom belgischen Designer Wim Segers entwickelten Kollektion „Solo“ basiert auf der Idee, Tradition in einer schlichten, modernen Form zu zeigen. Die sorgsame Materialauswahl entspricht dem Umweltbewusstsein unserer Zeit. Getreu dem Motto „Zurück zur Natur“ werden alle Stücke durch eine innovative Hochtemperaturbehandlung ohne Zusatz chemischer Substanzen aus Thermoesche gefertigt. Das Ergebnis ist ein harzfreies, sehr beständiges und bestens für Außen geeignetes Material. Blickfang der schlichten Kreationen sind die ausgestellten Beine, die dem traditionellen Stil der Kollektion einen modernen, extravaganten Touch verleihen. Alle Produkte werden in verschiedenen Maßen angeboten.

Stühle ab 700 Euro, Bänke ab 1.500 Euro, Tische ab 1.900 Euro

Schalenstuhl „Forest“ von Weishäupl

Wer bei sich zu Hause den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, bekommt mit der neuen Stuhlserie „Forest” von Weishäupl den Durchblick – und das, ohne auf hohen Sitzkomfort verzichten zu müssen.

Das unverwechselbare Design des italienischen Architektenpaares Robby und Francesca Cantarutti präsentierte sich kürzlich auf der Kölner Möbelmesse als Trendsetter und gilt als Beispiel dafür, dass Design und Natur gut miteinander harmonisieren. Ideal also für Natur-Fans mit Sinn für extravagantes Design! Die Outdoor-Variante besteht aus pulverbeschichtetem Aluminium und ist lieferbar in den Farben Weiß, Schwarz, Grau-Metallic, Sand, Oliv, Mattsilber, Rot, Lila und Kiwi. Preis ab 298 Euro.

Hollywoodschaukel “Swing” von Loom Living

Die Hollywoodschaukel ist zurück! In den 70er Jahren war sie ein Must-have in jedem Garten oder Balkon, dann verrottete sie 20 Jahre in irgendwelchen Kellern. Inzwischen erfährt sie ein Comeback als Lounge-Liege mit neuen Designs und quietschfreier Schaukel-Technik.

Die Berliner Firma Loom-Living präsentiert mit „Swing“ eine familientaugliche Neudefinition. Die Materialien: Edelstahl, Kambala-Holz und ein Dach aus Polycarbonat als Sonnen- oder Regenschutz. Die Polsterauflagen sind in unterschiedlichen Farben und Mustern erhältlich. Übrigens: Die Hollywoodschaukel hat nichts mit Hollywood zu tun. In Amerika kennt man diesen Ausdruck gar nicht. Dort heißen die schwingenden, überdachten Gartenbänke Veranda-Schaukel. Der Name entstand dadurch, dass man eben diese Gartenschaukeln in diversen Hollywood-Streifen gesehen hat. 2.670 Euro.