Die Hamptons: Die wichtigsten Infos zum Mekka der Reichen und Schönen

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Ihr habt euch beim Sightseeing und Ausgehen in New York City, New York, selbst davon überzeugen können, dass diese Stadt niemals schläft? Dann ist es jetzt höchste Zeit für etwas Ruhe und Entspannung. Zum Glück befinden sich die windumtosten Strände und der glamouröse Zauber der Hamptons nur einen Katzensprung von Downtown Manhattan entfernt.Die Hamptons liegen etwa 152 km östlich von New York City am Ostende der südlichen Gabelung von Long Island.

 

Die Gegend, in der in der Kolonialzeit vorwiegend Fischerei, Walfang und Landwirtschaft betrieben wurde, besteht aus 20 Ortschaften entlang der Küste. Heute residieren hier die Superreichen. Vor allem in den Sommermonaten sind die Hamptons ein beliebtes Urlaubsziel, aber auch sonst ist hier immer etwas los. Reisende aus der ganzen Welt kommen hierher, um die zahlreichen Outdoor-Aktivitäten zu genießen, einzigartige Kunst zu bestaunen und beim Shoppen und Ausgehen in die Welt der Reichen und Schönen einzutauchen.

So geht’s in die Hamptons

 

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Vom Montauk Point State Park aus habt ihr einen perfekten Blick auf den Atlantik und den ältesten Leuchtturm New Yorks, dessen Bau im Jahr 1792 beschlossen wurde.

 

Von New York City aus folgt ihr mit dem Auto am besten dem Interstate Highway 495 in Richtung Osten, bis ihr zur State Route 27 gelangt. Die State Route, die auch Sunrise oder Montauk Highway genannt wird, ist die Hauptverkehrsstraße in die Hamptons.

Aber auch ohne Auto lassen sich die Hamptons problemlos erreichen. Der sogenannte Hampton Jitney-Bus ist eine Art Shuttle-Service zwischen New York City und den Hamptons.

Er macht einen Zwischenstopp am Queens Airport, von wo aus ihr mit dem Taxi zu zwei der größten Flughäfen von New York City, nämlich LaGuardia und John F. Kennedy International, gelangen könnt.

Plätze müssen im Voraus reserviert werden. Die Züge der Long Island Rail Road (LIRR) bringen euch von der Penn Station in Manhattan ebenfalls nach Montauk in East Hampton. Mit dem Zug dauert die Reise allerdings über drei Stunden. Wenn euch das zu lange dauert, könnt ihr die Hamptons mit dem Cannonball Express Service des LIRR in nur 95 Minuten von New York City nach West Hampton erreichen.

In den Hamptons angekommen, solltet ihr euch möglichst schnell die App Hampton Hopper besorgen. Damit erklären sich die Routen der türkisfarbenen Busse zwischen den Ortschaften wie von selbst.

Summer Time in den Hamptons

Die Hamptons sind das absolute Paradies für Surfer und Sonnenanbeter. An warmen Tagen strömen zahlreiche Einheimische und Besucher an den Strand, um dort in der Sonne zu faulenzen. Ihr solltet also etwas früher da sein, um euch einen guten Fleck zu sichern. Die Strände Ocean Road, Mecox und Sagg Main in Bridgehampton sind beliebte Orte für begeisterte Wellenreiter. Surfbretter, Stand-Up-Paddle-Boards und Kajaks sind unter anderem beim Main Beach Surf and Sport-Verleih erhältlich.

Winterzauber in den Hamptons

Im Winter lohnt sich ein Ausflug in den Montauk Point State Park, von wo aus ihr einen atemberaubenden Ausblick auf den Atlantik und die wunderschöne Landschaft dieser Gegend habt. Der Park ist mit seinen verlassenen Stränden, den verschneiten Weingütern und zugefrorenen Seen ein wahrhaft magischer Ort. Unweit von hier befindet sich übrigens New Yorks ältester Leuchtturm. Das Montauk Point Lighthouse wurde 1792 im Auftrag des ersten US-amerikanischen Präsidenten George Washington erbaut.

Einkaufen in den Hamptons

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Die Hamptons sind der ideale Ort für etwas Ruhe und Entspannung.

Kunstliebhaber finden in den Hamptons das ganze Jahr über eine große Auswahl an verschiedenen Galerien, einschließlich Halsey McKay in East Hampton, Kathryn Markel Fine Arts in Bridgehampton und der Grenning Gallery in Sag Harbor.

Wer seinen Kleiderschrank etwas auffrischen möchte, kommt in den Hamptons garantiert auf seine Kosten. In den Boutiquen findet ihr so ziemlich alles, was das Shopping-Herz begehrt, seien es Kunst- und Lederwaren, Reitbekleidung, Schmuck oder Kleidung. Haltet Ausschau nach Luxusmarken wie Hermès, Alora und Toshiki and Maryszka, denn glamouröser als in den Hamptons geht es kaum.

Die besten Restaurants und Bars

Wie es sich für eine Küstenregion gehört, gibt es in den Hamptons natürlich zahlreiche Restaurants mit einem riesigen Meeresfrüchteangebot. Das Restaurant Almond ist der Favorit vieler Gourmets. Das französische Bistro, das sich auf Meeresfrüchte spezialisiert hat, bekommt täglich frischen Fisch aus Montauk geliefert. In der Bay Kitchen Bar in East Hampton (nur im Sommer geöffnet) fällt es bei der großen Auswahl an Meeresfrüchten schwer, sich für eine Köstlichkeit zu entscheiden. Während ihr den Blick aufs Meer genießt, werden euch hier frische Muscheln, Austern oder Garnelen serviert. Ihr solltet außerdem unbedingt den Thunfisch aus Montauk oder einen köstlichen Krabbensalat probieren.

Eines der angesagtesten Restaurants in dieser glamourösen Gegend ist das Wölffer Kitchen, das im Juli 2015 in Sag Harbor eröffnete. Seine Inhaber wissen, worauf es ankommt, schließlich können sie bereits auf eine jahrelange Erfolgsgeschichte mit dem Wölffer Estate Vineyard zurückblicken.

Übernachtungsmöglichkeiten

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Da sich die meisten Strände in den Hamptons in Privatbesitz befinden, gibt es nicht viele Hotels oder Resorts direkt am Wasser. Wenn ihr euch aber nichts sehnlicher wünscht, als vom Meeresrauschen geweckt zu werden, dann ist das direkt am Strand gelegene White Sands Resort zwischen Amagansett und Montauk genau das Richtige für euch. Klassisches Hamptons-Feeling erwartet euch hingegen im c/o the Maidstone in East Hampton, einem majestätischen Gebäude im griechischen Stil aus dem 19. Jahrhundert.

Viele Besucher bevorzugen es aber, in privaten Unterkünften zu übernachten. Es gibt eine breitgefächerte Auswahl von gemütlichen Cottages über Ferienwohnungen bis hin zu Einfamilienhäusern mit privatem Swimmingpool. Hier ist garantiert die perfekte Übernachtungsmöglichkeit für jeden von euch dabei. Auf der Website Hamptons Rentals könnt ihr eure Suche nach Preisen und Orten filtern.

Urlaub in den Hamptons

Feine Sandstrände mit Ausblick auf einen Leuchtturm, hinter den Dünen entdeckt ihr gepflegte Villen mit weißer Holzverkleidung, euch grüßen entspannte Menschen, die wie immer morgens mit ihrem Hund am Meer spazieren gehen. Klingt nach einer heilen Welt, die es nur in Filmen gibt? Fahrt in die Hamptons und überzeugt euch selbst von diesem wunderschönen Fleckchen Erde.

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Erholung der Extraklasse

Die Hamptons liegen am östlichen Ende der Insel Long Island, nur drei Stunden Autofahrt von New York entfernt. Ihren Namen bekommen die Hamptons von Orten wie South Hampton, East Hampton, West Hampton, Bridge Hampton und Hampton Bays. Aber auch Orte wie North Sea, Water Mill, North Haven, Sag Harbor, Amagansett und Montauk gehören zu der beliebten Feriengegend. Jedes Jahr zieht es reiche New Yorker in die Hamptons, um das Wochenende oder gleich den ganzen Sommer in einem ihrer Luxushäuser zu verbringen. Die gepflegte Umgebung, der entspannte Lebensstil und die frische Luft sind es, die von Jahr zu Jahr immer mehr Leute begeistern.

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Für einen Trip in die Hamptons solltet ihr ungefähr zwei bis drei Tage einplanen. Wie wäre es vorher mit einem Städteurlaub in New York? Mit einem Zug, Bus oder Mietwagen seid ihr innerhalb von drei Stunden an eurem Ziel. Sobald ihr an der Spitze von Long Island angekommen seid, werdet ihr den Trubel des Big Apples vergessen. Zwischen dem Memorial Day im Mai und dem Labour Day im September ist in den Hamptons Hochsaison. Günstiger wird es, wenn ihr kurz vorher oder nachher verreist. Mietet euch ein Fahrrad, um die schönsten Strände an der 60 kilometerlangen Küste zu entdecken und die frische Meeresluft einzuatmen. Tipp: In der Hochsaison sind Parkplätze in Strandnähe unglaublich teuer und meist nur mit einer speziellen Parkerlaubnis für Anwohner nutzbar. Wenn ihr hingegen auf zwei Rädern unterwegs seid, könnt ihr immer dort parken, wo es euch gerade hin verschlägt.

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Mittags könnt ihr euch bei einem leckeren Essen in einem der zahlreichen Restaurants am Strand entspannen. Ihr sitzt auf der Veranda, eine leichte Brise fegt um eure Nase und ihr könnt das Salz der frischen Meeresluft geradezu schmecken. Probiert den fangfrischen Hummer oder genießt den „catch of the day“ und fühlt euch wie ein kleiner Millionär. Nachmittags könnt ihr durch die beschaulichen Städtchen wie South Hampton oder East Hampton schlendern. Bewundert den Schmuck in den Schaufenstern von Tiffany & Co und genießt die Ruhe, die auf den Straßen herrscht. Vielleicht entdeckt ihr bei eurem Bummel auch den ein oder anderen VIP, der gerade seinen Wocheneinkauf im Supermarkt um die Ecke erledigt?

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Relaxen mit Stil

Spätestens beim Anblick der parkenden Autos am Straßenrand wird euch klar: Das hier ist nicht einfach irgendeine Stadt. Auch, wenn viele Orte immer noch den Charme eines gemütlichen kleinen Fischerdorfes haben, sprechen die Ferraris, Maseratis und Bentleys eine andere Sprache.

Tipp:
Die schönsten Häuser könnt ihr in der Lily Pond Lane in East Hampton bestaunen.

Das Land, was von den einheimischen Algonkin-Indianern für 24 Äxte, 24 Mäntel, 20 Spiegel und 100 Ahlen abgekauft wurde, ist heute das Land der Milliardäre. Hier reiht sich Traumhaus an Traumhaus, aber zu sehr geprotzt wird hier nicht. Die Häuser wirken im Vergleich zu anderen Luxusvillen, wie in Los Angeles zum Beispiel, geradezu schlicht und bodenständig. Das ist es, was die Hamptons von anderen Ferienorten der Superreichen unterscheidet: Understatement. Wenn zum Wochenende die ersten Wall Street Broker in den Hamptons ankommen, wird der schwarze Anzug gegen eine Leinenhose und das starre Businesshemd gegen ein hellblaues Poloshirt getauscht.

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Ein durchschnittliches Haus in den „Hamptons“

 Immobilienwahnsinn in den Hamptons: Im Wohnzimmer der Superreichen

 

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In den Hamptons, unweit von New York, sind die Immobilienpreise durch die Decke geschossen. Der Nachfrage tut das keinen Abbruch. Während das Einkommen der Unter- und Mittelschicht stagniert, prassen die Superreichen.

Zehn Minuten in East Hampton reichen, um zu verstehen, warum dies der so beliebte Rückzugsort von vielen reichen New Yorkern ist. Der Strand ist weitläufig und feinsandig; der Atlantik spült beeindruckend hohe Wellen an die Küste. Auf der „Hither Lane“ ist ebenso wenig Verkehr wie auf der „Pondview Lane“; ja, es ist tatsächlich ruhig. Während in New York City der Geräuschpegel Tag und Nacht hoch ist, wo der Lärm von Baustellen und U-Bahn-Wagons pausenlos durch die Hochhäuserschluchten echot, hört man in den Hamptons an einigen Punkten höchstens die Vögel zwitschern.

Die Häuser, sofern man sie einsehen kann, sind in einwandfreiem Zustand. Allesamt ähnlich im Stil, aber individuell aufgehübscht. Der Rasen glänzt vor jedem Gebäude saftig grün und  ist akkurat getrimmt, genauso wie die Buchsbäume und Hecken. Der Beruf des Gärtners, so viel ist klar, wird in den Hamptons so schnell nicht aussterben. Wer es elitär mag, findet in den Boutiquen an der Hauptstraße teure Badeanzüge, Taschen und Kleider – oder geht zum Golfspielen. Der „Maidstone Club“ hat sein Gelände direkt am Wasser.

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38 Mathews Road (Burnt Point, 95 Mio. $)

Das Anwesen liegt auf einer Halbinsel. Sogar ein Schiffs Kai gehört zum Haus.

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Errichtet im Jahr 2000, verfügt das von Architekt Francis Fleet Wood designte und von Innenarchitekt Brian O´Keefe und Interior Designerin Marjorie Shushan ausgestattete Haus unter anderem über eine doppelstöckige Eingangshalle mit Galerie, eine Bibliothek, einen Weinkeller und teilweise 200 Jahre alten Boden.

Lust auf die Hamptons bekommen? 110 Immobilien bietet das örtliche Büro von Sotheby’s derzeit zum Kauf an. Das billigste Häuschen, ein in die Jahre gekommenes 85-Quadratmeter-Bungalow, knapp neun Kilometer von East Hampton entfernt, kostet 549.000 US-Dollar. Wer in den attraktiven Wohngebieten Eigentum erwerben möchte, sollte mindestens zwei Millionen US-Dollar mitbringen. „Schicke Häuser mit Meerblick gibt es ab drei bis vier Millionen US-Dollar“, sagt Immobilienmaklerin Jane Dillon.

Das teuerste derzeit verfügbare Anwesen kostet rund 30 Mal so viel: für 95 Millionen Dollar ist der Besitzer des Anwesens in der „38 Mathews Road“ in Wainscott bereit, die Schlüssel zu übergeben. Dafür gibt es acht Schlafzimmer, zwölf Bäder, einen eigenen Weinkeller und einen Anleger. „Erste Interessenten haben sich die Villa schon angeschaut“, berichtet Dillon.

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Oceanfront East Hampton (32 Mio. $)

Direkt am Sandstrand gelegen ist hingegen die 1920 von John Custis Lawrence erbaute Villa. Das Grundstück um das Gebäude herum wurde so angelegt, dass der Besitzer seine Privatsphäre wahren kann.

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Oceanfront East Hampton

Das Haus wurde bis 2002 saniert und renoviert und verfügt unter anderem über acht Schlafzimmer, sechs Feuerstellen, eine Bibliothek und eine 2015 renovierte Gourmetküche.

Keine Frage: Das östliche Ende von Long Island ist das Wohnzimmer der Superreichen. Der feine Sandstrand, die frische Brise des Atlantiks und eine gute Anbindung nach New York haben die Immobilienpreise in unvorstellbare Höhen getrieben. Nirgendwo in ganz Amerika müssen die Interessenten tiefer für ein Haus in die Tasche greifen: Im Durchschnitt wurden in diesem Jahr rund 5,2 Millionen US- Dollar für eine Luxus-Immobilie bezahlt.

Und damit fünf Millionen mehr, als das Eigenheim in Durchschnitts-Amerika kostet, nämlich 228.000 Dollar. Die Ungleichheit in Amerika kennt nach oben keine Grenzen mehr; während die Preise in den Hamptons weiter steigen, stagniert das Einkommen des Durchschnittsamerikaners.

Herbst in den Hamptons Ein Hauch von Glamour

Im Sommer fliehen die Reichen in die Hamptons. Im Herbst sind die hübschen Long-Island-Städtchen auch für Normaltouristen bezahlbar. Genau die richtige Zeit, um Promis zu spotten, einsame Strände zu erkunden und den Indian Summer zu genießen.

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Julia Ressy (Hobby-Promijägerin) ist in Position, der Fotoapparat bereit. Jetzt muss nur noch Hollywoodstar Hilary Swank zur Vorstellung ihres neuen Films in East Hampton erscheinen. Dieser Tage dreht sich in den Hamptons alles um den internationalen Film, es ist Festivalzeit.

Viele der auf dem Hamptons International Film Festival gezeigten Werke gelten mittlerweile als Oscar-Favoriten, rund hundert von ihnen haben in den vergangenen Jahren einen Academy Award oder eine Nominierung erhalten. “Foxcatcher”, “St. Vincent” und auch der Neue von Hilary Swank, das Western-Drama “The Homesman”, gelten in diesem Jahr als heiße Oscar-Kandidaten.

Und tatsächlich, mit 30 Minuten Verspätung trifft die Schauspielerin ein, läuft lächelnd und mit einem “Hello!” an Ressy und ihrem Mann vorbei – und geht weiter zu den Fotografen am roten Teppich.

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Wie viele Touristen ist die Tagesmutter Ressy aus New York mit ihrem Mann übers Wochenende angereist. Ein Abstecher, um etwas von der berühmten Hamptons-Luft zu schnuppern.

“Sie ist einfach an mir vorbeigelaufen, ganz ohne Security-Aufgebot. Stars, so entspannt und quasi zum Anfassen – das gibt’s nur hier”, sagt Ressy. “Außerdem ist es jetzt nicht so voll, der Herbst wunderschön und alles erschwinglicher als in der Sommerzeit. Gut für normale Touristen wie uns.” Kein Gedrängel, keine Security, kein Stress – auch nicht rund um den roten Teppich.

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East Hampton: In kaum einer anderen Region der USA sind Grundstückspreise so hoch wie auf diesem Zipfel von Long Island.

Hotspot der Superreichen

Das ist zu dieser Jahreszeit typisch für die Hamptons. Die Region liegt auf dem östlichsten Zipfel von Long Island, etwa zwei Stunden von Manhattan entfernt. Southampton, East Hampton, Montauk, Sag Harbor und Amagansett sind hübsche Kleinstädte am Atlantik.

Einst Ackerland, sind viele der eleganten Städtchen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zum Hotspot der Superreichen und Prominenten geworden. Ob Ex-Präsident Bill Clinton, Rap-Star P. Diddy, Sänger Billy Joel oder Designerin Donna Karan – viele New Yorker oder Promis, die es sich leisten können, haben hier ein Haus oder eine Villa als Sommer- und Wochenend-Refugium. Oder sie mieten sich zumindest eine zu horrenden Preisen.

Während der Sommersaison sind die Orte überfüllt, überteuert und verstopft. Jetzt, da die Hauptsaison vorbei ist, locken die Hamptons auch Normaltouristen: Hotelpreise sinken um bis zu 50 Prozent, Restaurants machen spezielle Angebote, und fast jede Kleinstadt organisiert Herbstfestivals – sei es mit Kürbissen, zum Erntedank oder eben zum Film.

Davon wollen auch Marc und Katy Smith aus Kanada profitieren. Sie sind nun zum sechsten Mal hier und kommen am liebsten im Herbst. “Man hat die wunderschönen Strände manchmal sogar fast für sich allein, kann sogar bei gutem Wetter noch schwimmen gehen. Oder eins der vielen Kürbisfeste besuchen, wandern und den berühmten Indian Summer genießen”, sagt Katy Smith.

Wenn die Natur allein nicht reicht, sind da noch die kleinen Boutiquen zum Shoppen – oder zumindest zum Bummeln entlang der liebevoll dekorierten Schaufenster. “Alles hier ist außergewöhnlich exklusiv, aber gleichzeitig gemütlich, intim, ja fast familiär. Das alles macht für mich den besonderen Zauber der Hamptons aus”, sagt Katy Smith. “Schon allein der Name ‘Hamptons’ und das Gefühl, für ein paar Tage dazuzugehören, sind wie ein Statussymbol”, ergänzt ihr Mann.

Hamptons

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Surfer auf Long Island: Die Hamptons haben auch eine etwas bodenständigere Seite – der Ort Montauk etwa gilt als Paradies für Surfer.

Farmer neben Millionären

Das war auch der Grund für Tisha Collette, von Kalifornien in die Hamptons zu ziehen. Mittlerweile ist die Besitzerin von fünf Designer-Secondhandboutiquen selbst in den Kreis der illustren Hamptons-Gesellschaft aufgestiegen. Ihre Kleider sind vor allem bei Touristen beliebt.

“Ich habe viele Kleider von Promis und Filmstars, die hier wohnen. Die Touristen wissen das und wollen sich mit dem getragenen Kleidungsstück auch einen Hauch von dem Glamour leisten und mit nach Hause nehmen”, sagt sie. Früher hätte sie nur Kunden aus den USA gehabt, mittlerweile kämen Besucher aus der ganzen Welt.

Die Hamptons sind zum internationalen Anziehungspunkt geworden, eine Art US-amerikanische Mischung aus Monaco, St. Tropez und Sylt. Beliebt sind vor allem die sauberen, weitläufigen weißen Sandstrände und die Nähe zu Wäldern.

In kaum einem anderen Ort der USA sind Grundstückpreise so teuer und begehrt wie auf diesem Zipfel von Long Island. Dutzende Agenturen für Luxusimmobilien verkaufen nahezu täglich Villen an Kundschaft aus aller Welt – für 10, 20, 30 Millionen Euro. Viele Bauern sind durch den Verkauf ihres Landes mittlerweile selbst Millionäre.

Aber die Hamptons haben auch eine etwas bodenständigere Seite. Der Ort Montauk gilt als ein Paradies für Surfer und Strandspaziergänger, die Hotels sind günstiger als im vornehmen East Hampton. Bauernfamilien verkaufen am Straßenrand Obst, Gemüse und selbst gemachte Marmelade.

Für Boutiquenbesitzerin Collette macht genau das den Reiz der Hamptons aus: “Hier gibt es Orte, da leben Farmer neben Millionären, alle friedlich wie eine große Familie”, sagt sie.

Julia Ressy und ihr Mann wollen am Ende ihres Kurztrips noch einmal die berühmte Lily Pond Lane in East Hampton abfahren – wo die mitunter teuersten und bestabgeschirmten Villen stehen. Und anschließend noch einen Abstecher in den Edelsupermarkt Citarella in East Hampton machen.

“Wer weiß, vielleicht sehen wir ja noch, wie Billy Joel sich Seife kauft”, sagt sie und lächelt. Den Film mit Hilary Swank wollen sie sich auch unbedingt ansehen. Und wiederkommen – am liebsten im nächsten Herbst.

Hamptons

Die Strandhäuser der Milliardäre

Die Hamptons auf Long Island sind Naherholungsgebiet für Wall-Street-Manager, Tummelplatz der Reichen und Schönen und Brennpunkt eines überhitzten Immobilienmarkts.

Welches ist wohl das Teuerste? Die gut sechs Kilometer lange Meadow-Lane führt am Südwest-Strand von Southampton entlang und ist gesäumt mit Villen, die bis zu 15 Zimmer und 8 Bäder groß sind. Doch die meisten dieser Anwesen werden nur als Feriendomizile genutzt. Ist es also die Villa mit der Hausnummer 576, wo damals die Komödie Alles, was das Herz begehrt mit Diane Keaton und Jack Nicholson gedreht wurde? Sie wurde letztes Jahr für 41 Millionen Dollar verkauft. Oder sind es die Häuser der Finanzmoguln und Wirtschaftskapitänen, zum Beispiel das von Leon Black, das 43 Millionen gekostet haben soll, oder das von Gerald J. Ford für 48 Millionen, zu dem ein 550 Quadratmeter großes Gästehaus gehört? Viel spricht dafür, dass es am Ende doch der Glaspalast von Modezar Calvin Klein sein könnte, 75 Millionen Dollar haben Grundstück und Neubau gekostet. Billionaires Lane, Straße der Milliardäre – so hat die Zeitschrift Forbes die Meadow Lane getauft. Hier reicht es nicht, wenn man ein bisschen reich ist, hier muss man richtig reich sein.

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In diesem Jahr feiert die Gemeinde Southampton Jubiläum, den 375. Jahrestag ihrer Stadtgründung: Southampton ist die Herzkammer der Hamptons, die älteste englische Siedlung des Staates New York und das kommerzielle Zentrum. Der Ortskern zählt zwar nur 3.000 Einwohner, der Landkreis Southampton kommt jedoch auf 50.000. Weil am östlichen Ende von Long Island so viele Städtenamen mit  -Hampton enden, so wie Bridgehampton und Easthampton, trägt die ganze Gegend den Kosenamen Hamptons. Allerdings erinnern die vielen Ortsnamen indianischen Ursprungs, wie etwa Sagaponek, Amagannsett und Montauk daran, dass man sich in den USA und nicht etwa in Britannien befindet.

Ein Blick auf die Landkarte offenbart den Reiz der Hamptons: Im Süden und Osten grenzen sie an den offenen Atlantik, im Inneren reiht sich eine Bay an die andere, hier folgt Bucht auf Bucht. Und wasserumspült ist auch die Meadow Lane, die wie ein Appendix von Southampton aussieht. Hier begann der Bauboom erst vor 50 Jahren, zuvor war die an manchen Stellen nur 300 Meter breite Landzunge zwischen Ozean und Shinnecock-Bay weitgehend Niemandsland. Dabei ist Southampton eigentlich der Ort des alten Geldes in den Hamptons. Seit Ende des 19. Jahrhunderts, als die Eisenbahn das Ende von Long Island mit New York verband, blüht das Städtchen, das bald als amerikanisches Gegenstück zum vornehmen französischen Deauville galt. Die riesigen Grundstücke sind mit drei, manchmal sogar vier Metern hohen Ligusterhecken gesäumt. Heerscharen von Gärtnern, allesamt mexikanischer Herkunft, trimmen die Büsche pausenlos, auch deshalb spottet man hier: “Die Wahrheit der Hamptons liegt hinter den Hecken.”

Die in München geborene Michaela Keszler lebt seit 20 Jahren in Southampton, sie ist Immobilienmaklerin bei Douglas-Eliman, dem Marktführer unter den Agenturen in den Hamptons. Im Gespräch korrigiert Michaela Keszler zunächst den Eindruck, hier gebe es nur Wochenenddomizile für wohlhabende New Yorker. Die Gruppe derer, die das ganze Jahr hier leben, sei nach 9/11 sprunghaft angewachsen, sagt sie. Nach den Terroranschlägen von 2001 hätten etliche New Yorker Familien beschlossen, den Hauptwohnsitz an den sicheren Ostzipfel von Long Island zu verlegen und nur noch einen Zweitwohnsitz in New York City zu unterhalten. Die Schulen in den Hamptons seien hervorragend, unterstreicht die 53-jährige Mutter von drei Kindern, und nicht nur der Sommer, auch Herbst und Winter seien zauberhafte Jahreszeiten hier draußen.

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Seit einiger Zeit investieren hier auch viele Europäer in Immobilien, sagt Michaela Keszler, Deutsche, Franzosen, Italiener. Auch etliche Südamerikaner seien unter ihrer Kundschaft, wenig Russen, fast keine Araber, dafür aber zahlreiche Chinesen und Inder. Es sei falsch, dass jeder nur auf die Prachtvillen schaue, die nicht unter zweistelligen Millionenbeträgen zu haben seien, sagt sie. Wer bereit sei, auf den Meerblick zu verzichten, bekomme auch für kleineres Geld schöne Objekte. Michaela Keszler bestreitet, dass die Hamptons durch den Immobilienboom ihre Seele verloren hätten, wie manche der Alteingesessenen behaupten. “Man muss sich doch nur die einmaligen Strände anschauen”, sagt sie, “die sind von der Bauwut völlig verschont geblieben.”

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In der Tat, die Strände der Hamptons sind besonders schön – nicht zuletzt, weil sie fast nirgendwo überlaufen sind. Beispielhaft ist die Road D: einer der wenigen Zugänge zum Strand entlang der Meadow Lane. Selbst an heißen Sommerwochenenden im Hauptferienmonat August muss man hier nur ein paar Hundert Meter nach links oder rechts gehen, um einen Traumstand fast für sich alleine zu haben. Der Grund hierfür: es gibt viel zu wenige Parkplätze – und das ist Absicht! Genau 48 Autos passen auf die Stellplätze von Road D, kein einziges mehr. In Europa würde eine Blechschlange wild entlang der Meadow Lane parken, in  den USA traut sich das niemand, weil kompromisslos abgeschleppt wird. Und so verlaufen sich die Insassen von gerade mal vier Dutzend Fahrzeugen und die Handvoll Glücklichen, die hier ihr Haus haben, am endlosen Strand.

Sag Harbor

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Sag Harbor: die Stadt ist toll! Die Nähe zu Wasser, Yachten & kleinen Booten und die entspannten Atmosphäre fallen sofort auf. Entspannt einen Kaffee trinken und dabei den Blick über den Hafen genießen…

 

 

Shopping in den Tanger Outlets

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Die beliebten Tanger Outlets: Hier könnt ihr nach Herzenslust shoppen und richtig viel Geld im Vergleich zum Kauf in Deutschland sparen. Hier findet ihr so gut wie jede Markenhersteller wie Nike, Boss, adidas, Puma, Diesel, Levis, Lacoste, UGG, …