Best Fashion Designers – Japan

Mode für moderne Samurai

Yohji Yamamoto, Issey Miyake oder Rei Kawakubo – das sind nur einige der japanischen Modedesigner, die dafür gesorgt haben, dass Mode aus Japan international wahrgenommen und anerkannt wird. Die Ausstellung „Future Beauty“ in Tokio bietet nicht nur einen Überblick über die letzten 30 Jahre japanisches Modedesign, sondern zeigt auch die kreative Einzigartigkeit von Japan Fashion.

Sie waren die ersten, die in der internationalen Modewelt für Aufsehen sorgten und weltweit Applaus bekamen: Kenzo Takada und Issey Miyake waren die Pioniere, die mit ihren Entwürfen ab 1970 Modefans in aller Welt die Kreativität und Einzigartigkeit japanischen Modedesigns vorführten. Mit Rei Kawakubo und Yohji Yamamoto wurde die Tür zur wunderbaren Welt japanischer Mode noch weiter aufgestoßen und die Dominanz einer rein westlichen Mode-Ästhetik gebrochen. Die Ausstellung „Future Beauty: 30 Years of Japanese Fashion“, die noch bis zum 8. Oktober im National Museum für moderne Kunst in Tokio zu sehen ist, beginnt deshalb auch mit Anfang der achtziger Jahre entworfenen Kleidern.

!.jpg

Shueh Jen-fang für Mikio Sakabe im Herbst/Winter 2011 und Junya Watanabe für Comme des Garçons, Herbst/Winter 2000/2001.

!!.jpg

Comme des Garçons (Rei Kawakubo), Herbst/Winter 1983 und Yohji Yamamoto, Frühjahr/Sommer 1983.

!!!.jpg

mintdesigns (Hokuto Katsui/Nao Yagi), Kollektion Archives Dress, 2012.

!!!!.jpg

Issey Miyake, Kollektion 1970/71.

!!!!!.jpg

FINAL HOME (Kosuke Tsumura), Kollektion 2012.

!!!!!!.jpg

Keisuke Nagami für Hatra, Herbst/Winter 2011 und Junya Watanabe für Comme des Garçons, Herbst/Winter 2000/1.

Monochrome Mode und Techno-Couture

Von Yohji Yamamoto ist beispielsweise ein weißes Kleid aus der Frühjahr/Sommer-Kollektion 1983 zu sehen, das emblematisch für die Kreativität des Designers und seinen Umgang mit japanischen Traditionen ist – der Schnitt des Kleides erinnert an einen Kimono, während die durchbrochene Struktur des Stoffes eine luftig-leichte Silhouette schafft und gleichzeitig an japanische Papier-Kunst erinnert. Der mit vielen Preisen ausgezeichnete Modeschöpfer, der sich ganz bescheiden als „Schneider“ bezeichnet, entwirft monochrome Mode von zeitloser Eleganz, die ihre Wurzeln nie verleugnet. Rei Kawakubo pflegt einen ganz ähnlichen Ansatz. Das in der Ausstellung gezeigte nachtschwarze Kleid, das die Designerin für die Herbst/Winter-Kollektion des Jahres 1983 von Comme des Garçons entwarf, spielt ebenfalls mit Jahrhunderte alten japanischen Traditionen und entwickelt daraus eine einzigartige Ästhetik: Mit einer überschnittenen Silhouette und der voluminösen Flechttechnik des Oberteils erinnert das Damenkleid an eine moderne Samurai-Rüstung. Neben der Schwarz-Weiß-Ästhetik der „Altmeister“ sind die knallbunten Kleider von Kawakubos Protegé Junya Watanabe, der ebenfalls für Comme des Garçons entwirft, ein Eyecatcher der „Future Fashion“-Ausstellung. Watanabes „Techno-Couture“ mit markanten Strukturen aus modernen, technischen Materialien haben das Bild japanischer Mode in der internationalen Wahrnehmung entscheidend mitgeprägt.

30 Jahre Japan Fashion: Die Zukunft kann kommen

Um die Essenz und die Stärken japanischen Modedesigns und den Umgang mit Kleidung im Jahr 2012 genauer zu beleuchten und einen Ausblick in die Zukunft zu ermöglichen, gibt es in im Tokio erstmals einen eigenen Ausstellungsbereich namens „Virtuality und Reality“. Nachdem die Schau in der Londoner Barbican Gallery 2010 und in München im Haus der Kunst 2011 erfolgreich Station machte, soll in Tokio dem modeinteressierten Publikum nicht nur ein umfassender Überblick über 30 Jahre japanisches Modedesign gegeben, sondern auch ein Blick in die mögliche Mode-Zukunft Nippons geworfen werden. Junge japanische Designer wie Mikio Sakabe oder Shueh Jen-Fang zeigen mit Anime-Lolita-Kleidern im Roboterlook oder aufwändig gefalteten Herrenoberteilen mit fraktalen Mustern, dass Nippons Modedesigner jetzt und in Zukunft mit ganz eigenen, frischen Entwürfen in der Modewelt an prominenter Stelle mitmischen dürften.

Der Techniker

Issey Miyake

Er schafft wahre Körperskulpturen, die nicht nur fantastisch aussehen, sondern auch noch bequem zu tragen sind

!!!!!!!.png

Der japanische Designer hat sich vor allen Dingen in der Modewelt einen Namen gemacht, indem er erfolgreich Einflüsse aus westlicher und östlicher Mode miteinander in Einklang brachte. Issey Miyake schuf unter anderem Kollektionen aus leichten Textilien und einer besonderen Technik. Auffälliges Merkmal seiner Kleidung ist deren Bequemlichkeit. Unter dem Markennamen “Issey Miyake” erscheinen neben Damen- und Herrenkleidung auch Parfüms und Accessoires…

Issey Miyake wurde 1938 in Tokio geboren.

Nach seinem Schulabschluss studierte Issey Miyake Kunst an der Tama Universität in Tokio. Mit 27 Jahren verließ er Japan und siedelte in die französische Hauptstadt Paris über. Dort war Miyake zunächst als Designassistent von Guy Laroche tätig. Danach arbeitete er bei Givenchy. 1969 zog er nach New York, um für kurze Zeit mit Geoffrey Beene zusammenzuarbeiten. 1970 gründete Miyake sein eigenes Studio, das Miyake Design Studio. Im Jahr darauf folgte die Vorstellung seiner ersten Kollektion in New York.

Im Jahr 1973 kehrte Miyake wieder nach Paris zurück. Dort veröffentlichte er über ein Vierteljahrhundert seine Prêt-à-Porter-Kollektionen. Issey Miyake verstand es, in seinen Kollektionen westliche und östliche Einflüsse erfolgreich miteinander zu verbinden. In seinen Entwürfen offenbarte sich stets die japanische traditionelle Kulturform gepaart mit spezieller Technologie. Seine besonderen Techniken wandte er auf leichte Textilien an, die er wickelte, faltete oder schichtete.

Das Ergebnis wurde als Körperskulptur gewertet. Von seinen Entwürfen ließen sich unzählige Modeliebhaber begeistern, darunter auch Lauren Hutton. 1989 veröffentlichte Miyake seine Plisseefalten-Kollektion, die seine Popularität als Designer weiter steigerte. Weltweit waren die Entwürfe von Miyake gefragt, die besonders wegen ihres hohen Tragekomforts geschätzt wurden. Der japanische Modedesigner entwarf 1992 auch eine eigene Duftlinie, das L’Eau d’Issey, das mittlerweile zu den Klassikern auf dem Markt gehört. 1993 folgte die Please Pleats Kollektion.

Beide Linien sind als Klassiker in Museen auf der ganzen Welt zu bewundern. Miyakes Modeschaffen steht im Zeichen von poetischer Phantasie und subtilen Entwürfen, die einen hohen Tragekomfort haben. Mit diesen Merkmalen ausgestattet signalisieren sie einen zeitlosen Wert, abseits von schnellen Modetrends und Strömungen. Issey Miyakes Hang zum Außer- und Ungewöhnliche kam besonders in seinen Laufsteg-Shows zum Ausdruck. So ließ er seine Mode unter anderem von achtzigjährigen Models vorführen. Begleitet wurden die Veranstaltungen von fesselnden Lichtshows.

Auch die Wahl der Orte seiner Modevorführungen fiel aus dem üblichen Rahmen. So veranstaltete er beispielsweise einen Catwalk in einem Schwimmbecken. 1999 fand Miyakes letzte Vorführung statt, in der er eine Kollektion aus nahtlosen Sekundenkleber-Entwürfen an der Kunsthochschule in Paris zeigen ließ. Danach zog er sich von den Catwalk-Veranstaltungen zurück. Issey Miyake widmet sich darauf der Textilforschung. Als Nachfolger seines Prêt-à-Porter-Geschäftes benannte er seinen Assistenten Naoki Takizawa.

In den Jahren 2005 und 2006 wurde er mit dem “Praemium Imperiale” sowie dem “Kyoto-Preis” ausgezeichnet.

Fashion Week Paris H/W 2013

Issey Miyake

„True Smiles“ war die Anweisung, die die Models des Kreativdirektors Yoshiyuki Miyamae bekommen hatten. Doch nicht nur strahlende Gesichter sorgten für gute Laune.

!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!!.png

Auch die Kollektion selbst strahlte mit elektrisierenden Farb- und Muster-Mixen Optimismus aus. Die Inspiration hinter modern interpretierten Glencheck-Mustern: Landschaftsaufnahmen von oben. Miyamae hat das Karo derart reduziert, dass Mäntel, Pullover und Röcke grafisch bedruckt wirken. Die stärksten Entwürfe sind die, bei denen ein komplettes Outfit in bunte Karomuster getaucht ist, sowohl dann, wenn der Designer mit Colorblocking spielt und ein fein gestreiftes Mantelinnenfutter auf ein großflächig kariertes Hemd trifft. Es sind die raffinierten Details, die diese Kollektion so außergewöhnlich machen und erfrischend wirken: weite, geschlitzte Hosen die wie Röcke aussehen, ein Mix aus Oversize und figurbetonten Silhouetten sowie extravagante Krägen oder kontrastfarbene Elemente. Dieser Mix aus ursprünglich traditionellen Optiken und einer innovativen Interpretation zaubert dem Publikum ganz automatisch ein Lächeln auf die Lippen.

!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!!!!

Issey Miyake macht Licht für Artemide

Issey Miyake kann mehr als Mode und ist immer wieder für eine Überraschung gut. Der Japaner gilt als wahrer Meister im raffinierten Einsatz von Falten und Plissee und er ist bekannt für sein besonderes Steckenpferd, die Entwicklung neuer High Tech-Stoffe. Nun hat der Tausendsassa eine innovative Serie von Leuchten für Artemide entworfen. Der Name seiner filligran gefalteten Lampen-Kollektion: „IN-EI“.

„Wenn du sie siehst, wirst du gerührt sein; wenn du sie verstehst, wirst du verwundert eine Zukunft sehen, die wir als unerreichbar empfanden und uns nicht so schön vorstellen konnten“. Mit dieser blumigen Lobeshymne präsentiert Ernesto Gismondi – studierter Luft-und Raumfahrttechniker, Designer, Gründer und Firmenleiter der prominenten Lichtdesignschmiede Artemide in Mailand – die Leuchten der neuen Kollektion „IN-EI ISSEY MIYAKE“, die von dem bekannten Modemacher mit seinem eigenen Forschungs-und Entwicklungsteam ausgetüftelt und von der Firma Artemide realisiert wurden.

!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Origami für Fortgeschrittene

„IN-EI“ bedeutet auf Japanisch so viel wie „Schatten, Schattenreichtum, Schattierung“ und bezeichnet exakt die ästhetische Haupteigenschaft der Serie: Jede der zehn Hänge-, Tisch- und Stehleuchte hat eine individuelle Geometrieform und projiziert jeweils andere Schattenspiele im Raum: Skulpturen aus Licht und Schatten. Doch das ist bei weitem längst nicht alles. „IN-EI“ ist in puristischem Weiß gehalten und erinnert auf den ersten Blick an asiatische Papierlampions. Tatsächlich läßt sich jede dieser Lampen mit wenigen Handgriffen wie ein Lampion oder eine Ziehharmonika ganz nach Bedarf flach zusammenfalten und platzsparend verstauen oder für den Gebrauch zu einem Leuchtkörper entfalten. Einfach falten, stauchen, dehnen oder ziehen. Die Lampen sind wahre Stehaufmännchen und halten, wie sich das für robuste Stuntmen gehört, allerhand aus. Sie basieren dabei auf dem Prinzip von Origami, der japanischen Papierfaltkunst.

Kunststoff aus alten Plastikflasche

Die Lampenschirme bestehen jedoch aus einem speziellen Recycling-Textilgewebe, das zu 100 Prozent aus alten PET-Flaschen gewonnen wird und Licht auf ebenso intensive wie angenehm diffuse Weise streut. Alte Plastikflaschen werden dafür mittels einer neuartigen Technik verarbeitet, die den Energieverbrauch wie die Kohlendioxid-Emission im Vergleich zur Herstellung von neuem Material um bis zu 40 Prozent reduziert. Bei Issey Miyake kann auch die Technologie kein alter Hut sein. Artemide steuert zum Thema ökologische Nachhaltigkeit der Serie neueste LED-Technologie bei.

Miyake, der Macher

Mal sehen sie wie eine große Origami-Schnecke in Spiralform aus, mal wie eine gigantische Origami-Blüte, die sich – Überraschung! – zu versetzt übereinander gestapelten Würfeln entfaltet. Die Leuchten-Serie ist einmal mehr ein typisches Miyake-Ding: sie sieht super einfach aus, ist aber in Wirklichkeit eine technisch wie mathematisch hochkomplizierte Angelegenheit. Issey Miyake – mit dem Nobelpreis der Künste, dem „Praemium Imperiale“ geehrt – hat die Bezeichnung Modedesigner oder Modeschöpfer stets für sich abgelehnt. Seine Tun bezeichnet er schlicht und bescheiden mit „Making Things“ (“Dinge Machen“).

Mathe + Mode = Licht

Konzeption und Technologie der künstlerischen Leuchten basieren auf dem Projekt „132 5. ISSEY MIYAKE“, die der Modeguru mit seinem Forschungszentrum namens Reality Lab bereits vor einigen Jahren ausgetüftelt hat. Damals entstanden mit Hilfe eines eigens entwickelten 3D-Computerprogramms, zwischen mathematischen Formeln und Algorithmen, Kleidungsstücke, die sich im Handumdrehen vom Zwei- ins Dreidimensionale verwandeln lassen. Für die Kollektion „132 5.“ aus dem Labor der kryptischen Zahlenlehre wurde Miyake mit dem Designpreis Mode der „Designs of the Year“-Awards des Design-Museums London ausgezeichnet. Jede Zahl hat ihre Bedeutung: Die 1 steht für die Verwendung eines einzigartigen Stück Stoffs. Die 3 bezieht sich auf die dreidimensionale Form. Die 2 verweist auf das Zusammenfalten zur Zweidimensionalität. Die Ziffer 5 nach dem Leerzeichen gilt als gutes Omen und steht für die Hoffnung auf weitere, neue Metamorphosen in der Zukunft, die sich mit den zehn Leuchten für Artimide nun erfüllen.

Kenzo Takada

Der japanische Designer eröffnete 1970 eine kleine Boutique in der Pariser Altstadt, die er bald zu einem Modehaus von internationalem Ruf entwickelte. Er verbindet japanische Nationaltraditionen mit westlicher Avantgarde. Kenzo Takada avancierte durch seine Prêt-a-portier Arbeiten insbesondere in den 1970er Jahren zum “Ideenmann”. Dabei verstand er es in seinen farbenfrohen Entwürfen weite und enge Formen zu verbinden. Heute steht das Label “Kenzo” für eine der weltweit anspruchsvollsten Marken des Modedesigns….

!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Kenzo Takada wurde am 28. Februar 1940 als Sohn eines Hotelbesitzers in Hinejii (Japan) geboren.

In frühester Jugend zeigte Kenzo bereits Interesse für die Mode. Bereits 1960 gewann er den japanischen Modepreis freier Designer. Nach der Schule studierte er jedoch auf Wunsch der Eltern zunächst Fremdsprachen an der Universität Kobe. Nach Abbruch des Sprachstudiums schrieb sich Kenzo gegen den Willen der Eltern an der Bunka-Gakuen-Modeschule in Tokio ein.
In der japanischen Hauptstadt ermöglichten ihm zunächst Gelegenheitsjobs das Studium, das er dann auch mit Unterstützung aus dem Elternhaus 1969 erfolgreich abschließen konnte.

Nachdem Kenzo daraufhin als Stylist für eine Kaufhauskette in Tokio gearbeitet hatte, wechselte er 1965 nach Paris, wo er für eine Modefirma tätig wurde. 1970 eröffnete der junge Designer in der französischen Hauptstadt seine erste kleine Boutique. Das als „Jungle Japonaise“ benannte Geschäft wurde bald bekannt. Mithilfe der zahlreichen Kontakte zu Modemachern und zur Modepresse, über die sein Partner Gilles Raysse verfügte, avancierte Kenzo in den folgenden Jahren zu einem erfolgreichen Designer, der sich bereits 1975 mit seiner ersten Modeschau an der Pariser Handelsbörse präsentierte.

Im Jahr 1976 eröffnete Kenzo an der edlen Pariser “Place des Victoires” seinen Geschäftssitz. Dort zeigte er 1980 in einem Großzelt seine Schöpfungen, worauf der ungewöhnliche Ort der Inszenierung zum typischen Charakter seiner Modevorführungen wurde. 1983 überraschte Kenzo das Publikum mit der Inszenierung und Präsentation seiner Kollektionen in einem historischen Schloss. Kenzo, der bald als Klassiker der europäischen Modeschöpfung galt, erweiterte 1983 seine Herrenkollektionen.

Im Jahr 1988 brachte er erstmals auch ein Herrenparfüm mit dem Namen “Kenzo” auf den Markt. Es folgten Spotbekleidund und Accessoires. Nachdem sein Haus 1993 durch den Konzern von “Louis Vuitton Moet Hennessy” übernommen worden war, zog sich Kenzo im Herbst 1999 aus der aktiven Geschäftsleitung in den Ruhestand zurück. Die Frauenkollektionen werden seither durch Gilles Rosier betreut, während Roy Krejberg für die Herrenmode verantwortlich zeichnet.

Für sein Lebenswerk wurde Kenzo gegen Jahresende 1999 mit dem Modepreis “Time for Peace” in New York ausgezeichnet.

Kenzo

Nach dem großartigen Erfolg der Logo-Pullover wissen Carol Lim und Humberto Leon nur zu gut, was Trendsetter tragen wollen. Und so wird der populäre Tiger nun von einem Auge abgelöst

!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Und zwar auf Jacken, Hosen, Mänteln und Röcken. Doch neben den Logo-Prints spielen zwei weitere Themen eine zentrale Rolle: Ripsbänder und Indien. Erstere fanden die beiden Designer im Archiv des Hauses, denn Kenzo Takada hatte diese in den 70er-Jahren für seine legendären Kleider verwendet. Das Duo ließ daraus bunte Metallic-Prints anfertigen. Auch die Opulenz indischer Tempel spiegelte sich in schimmernden Metallicfäden, goldfarbenen Jacquards und beflocktem Lamé wider, das wie Krokodilleder wirkte. Umso zurückhaltender geben sich die Silhouetten: ein Mix aus Sari-ähnlichen Kleidern und geradlinigen, asiatisch inspirierten Jacken, die mit weiten Ärmeln und übereinander geschlagenen Kanten fast schon an Kimonos erinnern. Besonders auffällig sind Oversize-Kurzjacken mit abgerundeten Schultern, die zu schmalen Hosen und Röcken kombiniert werden. “Es geht um Schutz und den Bann vor bösen Geistern”, bringt das Designer-Duo die Kollektionsaussage auf den Punkt. Die beste Art und Weise, den Kauf eines hippen Kenzo-Stücks zu rechtfertigen!

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.jpg

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.jpg

Rei Kawakubo

Rei Kawakubo studierte Kunst und Literatur an der Keio Universität in Tokio. Nachdem sie ihren Abschluss gemacht hat, arbeitete sie zunächst in einer Textilfirma und ab 1967 als freiberufliche Stylistin.

Obwohl nicht vom Fach, gründete Rei Kawakubo 1973 ihr Label “Comme des Garçons“ in Tokio. Im Jahr 1981 präsentierte sie ihre erste Kollektion in Paris. Ihre düstere Interpretation, auch “Hiroshima- Chic“ genannt, schockierte. Sie verwendete vorrangig Grau und Schwarz, machte Löcher in Pullover, lehnt jede Form der Silhouette ab. Eher erfand sie die Körperform mit Buckeln und Buchtungen neu. Models liefen mit düsteren Mienen über den Laufsteg; unterstrichen wurde die Stimmung mit dem Sound eines pochenden Herzens im Hintergrund. Bei ihrer ersten Show half ihr Youji Yamamoto, seit dem präsentiert sie jährlich in Paris. 1981 eröffnete auch ihre erste Boutique in Paris. Für ihr unkonventionelles Design wurde sie zwei Mal mit dem “Mainichi Newspaper“-Award, Tokyo, ausgezeichnet.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Die fabelhafte Welt der Rei Kawakubo

Alle Jahre wieder: Hennes und Mauritz trumpft auch im Herbst 2008 mit einer Designerkollektion auf und bietet High Fashion für Low Budget. Sehen Sie vorab die Modelle der japanischen Avantgardistin!

Seit 2004 kooperiert H&M jedes Jahr mit bekannten Designern. Nach Karl Lagerfeld folgten Stella McCartney, Victor & Rolf und Roberto Cavalli. Für den Herbst 2008 entwarf Rei Kawakubo die neue Luxuskollektion. Ab 13. November sind die Modelle weltweit in ausgewählten Läden erhältlich.

„Mehr Menschen zugänglich machen“

Rei Kawakubo gründete 1973 das Modelabel “Comme des Garçons” und kreierte in den 80er Jahren den “neuen japanischen Stil”, ihren ganz persönlichen Dekonstruktivismus: Nach ihrem Weltverständnis liegt eine Ästhetik in Zerstörung und Unvollkommenheit. Kawakubos Entwürfe, meist in Schwarz und Grau gehalten, sind zeitlos und körperverneinend, stark geprägt durch Asymmetrien und Schichten.

Mit Louis Vuitton arbeitete sie zuvor an einer “Monogram Canvas”-Taschenkollektion. Der Grund für die Kooperationen? Sie will sich immer neu erfinden und die Marke “Comme des Garçons” mehr Menschen greifbar machen.

Für H&M kreierte Rei Kawakubo eine komplette Damen- und Herrenlinie, dazu Accessoires wie Canvas-Schuhe, Taschen und einen Unisex-Duft. Die Glanzstücke der Kollektion sind opulente Kleider mit Rüschen und Volants sowie minimalistische Jacken mit grafischen, teilweise versetzten Formen. Viele Modelle wirken unvollendet, hier und da scheinen die Einzelteile nicht zusammenzustimmen. Viele Punkte und Patchworkelemente geben dem Ganzen schließlich ein Thema. Für die weniger Experimentierfreudigen gibt es Basics in Schwarz und Weiß.

Comme des Garçons

Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 2012, Paris

White drama! Was für eine dramatische Vorstellung liefert uns da die japanische Designerin Rei Kawakubo für ihr progressives Label Comme de Carçons.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Eine komplette Kollektion aus strahlend weißen Kleidern, und dieses strahlend Weiß ist bei ihr leider im wortwörtlichen Sinn gemeint. In Anlehnung an die schrecklichen Ereignisse, die sich Anfang des Jahres in Japan ereignet haben, muss man diese Präsentation eigentlich als Trauerfeier verstehen. Geburt, Hochzeit, Tod, das sind die Fragen, mit denen sich Kawakubo beschäftigt, und die sie mit religiös anmutenden Outfits und melancholischen Details beantwortet. Ihre All-white-Stücke sind radikal und traurig umgesetzt, und nur wer unter die Oberfläche schaut, entdeckt die eigentliche Schönheit dieser Kollektion. Petticoats mit übergroßen Schleifen und Puffärmeln, Couturemäntel, an die bis zum Knie reichende Ärmel angenäht sind, Capemäntel mit Spitzenbesatz, Spitzenkleider, die von Gittern umgeben sind, asymmetrische Cocoon-Umhänge mit Zipfelkapuze, Mantelkleider, bei denen man nicht erkennen kann, wo der Mantel und wo das Kleid beginnt, Schläuche, die komplett mit Rosetten besetzt sind, und nur eine winzige Öffnung für das Gesicht haben. Auf den Köpfen fantasievoll aufgeschäumte Gebilde, mal Schleier, mal Helm, mal Gummiball. Eine tiefe Verneigung vor ihrem Heimatland.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.jpg

Yohji Yamamoto

“Viele sagen, dass es recht einfach ist, zu designen – die Schwierigkeit liegt jedoch darin, einen neuen Weg zu finden, Schönheit auszudrücken.” (Yohji Yamamoto)

Yohji Yamamoto (“am Fuße des Berges”) wurde am 3. Okt. 1943 in Tokio geboren. Er war zwei Jahre alt, als sein Vater, von Beruf Koch, in Kriegsgefangenschaft ums Leben kam. Für den Lebensunterhalt der Familie hatte seine Mutter, eine Schneiderin, zu sorgen. Y. ist geschieden. Seine Tochter lebt bei der Mutter. In den 1970er und 1980er Jahren war Y. einige Jahre mit der Modeschöpferin Rei Kawabuko liiert, die mit ihren Entwürfen für “Comme de Garcons” bereits vor ihm einige Zeit sehr erfolgreich gewesen war.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Nachdem Yohji Yamamoto 1966 sein Jurastudium absolvierte, willigte seine Mutter ein, dass er die renommierte Bunka-Modeschule besuchte. Er bestand als Bester das Examen. Mit dem Preisgeld konnte er eine ausgedehnte Erkundungsreise nach Paris unternehmen, wo er sich mit der Haute Couture vertraut machte. 1970 eröffnete seine Mutter in Tokio eine Boutique, für die er Modelle entwarf. Nach zwei Jahren brachte er sein erstes eigenes Label “Y’s” auf den Markt, eine Art Männerlinie für Frauen. Dabei verzichtete er weitgehend auf Farben, verließ sich auf Schwarz, diverse Grautöne und klassische Grundformen. Seine erste Show die er 1977 in Tokio veranstaltete, rief unterschiedlichste Reaktionen hervor. 1980 ging er nach Paris und begann in Europa Modegeschichte mitzuschreiben. Seine oft bis an die Grenze des Tragbaren gehenden Entwürfe provozierten, schafften ihm aber zunehmend eine Fan-Gemeinde. Schwarz und Dunkelblau sind die Schattierungen, die der japanische Avantgarde-Designer bevorzugt. Er nutzt Form statt Farbe, um aufzufallen. Positiv versteht sich.

Der Adi Dassler von heute

10.09.2012 ·  Yohji Yamamoto und die Marke Adidas feiern auf der New Yorker Modewoche zehn Jahre Y-3. Denn der japanische Modemacher kann gut mit Stoffen.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Da sind sie wieder. Mal verbergen sich die drei Streifen unter halbtransparenten Mesh-Geweben. Mal sind es Blow-up-Blöcke, die man gar nicht mehr als Streifen erkennt. Und dann sind sie wieder da, auf Socken, an Ärmeln, sonst wo. Öfters schon war Y-3, die Linie von Adidas und Yohji Yamamoto, so weit entfernt von der Sportmarke wie Tokio von Herzogenaurach. An diesem Sonntagabend aber, an der West Street am Rande von Soho, ist alles wieder eins: Man sieht Sport, man sieht Mode – und es passt.

Gerade noch rechtzeitig! Denn aus Anlass der Mercedes-Benz Fashion Week in New York, auf der bis zum Donnerstag Hunderte Designer ihre Entwürfe für Frühjahr und Sommer 2013 zeigen, feiert Y-3 zehnten Geburtstag. Und deshalb ist mit der Schau, an deren Ende Yamamoto vor dem Publikum seinen Hut zieht und, inzwischen 68 Jahre alt, ergraute Haare zeigt, noch längst nicht alles zu Ende. Am Abend ist auch noch Party im St. Johns Center. Sie dauert am Montagmorgen noch an, als in Herzogenaurach die ersten schon wieder bei der Arbeit sind.

Die Geschichte der Modemacher, die für Sportmarken oder Billigketten arbeiten, ist also noch gar nicht so lang. Die Idee hatte der damalige Adidas-Chefdesigner Michael Michalsky. Hermann Deininger (heute „Chief Marketing Officer“) unterstützte ihn in seiner Mission. Bis dahin gab es so etwas nicht; nur einmal hatte Jil Sander für Puma einen Schuh entworfen. Unter dem Titel „Adidas for Yamamoto“ begann man mit ein paar Sneakern. Weil die so gut liefen, dachte Michalsky an mehr, flog nach Tokio und ersann den treffenden Namen. „Y-3 erinnerte mich auch an die japanischen Nummernschilder“, sagt Michalsky, der heute seine eigene Marke in Berlin hat. „Daher der Bindestrich.“

13 verschiedene Schwarztöne

Die erste Schau in Paris Anfang Oktober 2002 war eine Revolution. Viele Modelinien waren schon von Sporttrends beeinflusst, aber keine so radikal. Sport und Mode arbeiteten fortan zusammen. Gleichzeitig wurde Yamamoto zugänglicher für seine Fans – bei seiner eigenen Marke können Jacken 2000 Euro kosten. Billigketten lernten davon: Zwei Jahre später kam mit großem Erfolg „Lagerfeld für H&M“ heraus. Die „collaborations“ wurden zu einem der wichtigsten Trends des vergangenen Jahrzehnts, neben dem Online-Verkauf von Designermode, dem Erfolg der Fast-Fashion-Ketten wie H&M, Zara, Topshop oder Uniqlo und den „pop up stores“.

Für Adidas hatte die Zusammenarbeit viele Vorteile. Auf dem Weg vom Sportartikelhersteller zur Sportmodemarke war man Puma wieder voraus; der ewige Konkurrent hat den Vorsprung trotz Hussein Chalayan bis heute nicht aufgeholt. Plötzlich tauchte der Name Adidas auch in den Modestrecken der Magazine auf. Michalsky wurde in der „Vogue“ porträtiert. Und die Gewinnspannen stimmten ebenfalls: Für Sneaker verlangte man nun auch mal 500 Euro.

Allerdings steckt auch viel Arbeit darin. Denn Yohji Yamamoto, der mit dem Geld aus Deutschland seine eigene Marke in Tokio querfinanziert, entwirft nicht nebenbei und nicht irgendwas. Einmal schlug Michalsky Yamamoto vor: „Nehmen wir dafür doch Schwarz!“ Daraufhin Yamamoto: „Welches Schwarz?“ So kam heraus: Der japanische Modekünstler, der mit seinen düster-verrätselten Entwürfen vor drei Jahrzehnten Paris erst schockierte und dann begeisterte, arbeitet mit sage und schreibe 13 verschiedenen Schwarztönen.

„Ich will Sportswear chic machen“

Dieser Mann ist ein Tüftler vom Schlage Adi Dasslers. Kreativ zu sein ist dem japanischen Modemacher tiefschürfende Arbeit. Nach der Schau, als ihm zu seiner Überraschung auch David Beckham brav gratuliert hat, lässt er sich backstage erschöpft ins Sofa sinken und erklärt an einem Beispiel den metaphysischen Entstehungsprozess: „Jeden Stoff, der zu mir kommt, frage ich: Welche Farbe möchtest Du haben? Die Stoffe antworten mir, und dann bekommen sie die Farbe.“

Kann man auf einen solchen Mann Einfluss nehmen? „Warum sollte man“, fragt Dirk Schönberger zurück, seit 2010 Kreativdirektor der „Sport Style Division“, zu der auch die Linien SLVR, Neo und Originals gehören. Der Modemacher war schon beim ersten Defilee in Paris als Zuschauer dabei. Jede Y-3-Kollektion bereitet Schönberger mit mehreren Treffen in Paris oder Tokio vor. „Aber wir müssen ihm nicht sagen: Mach mal einen Blumendruck!“

Das kann der Meister selbst. Denn außer den bekannten voluminösen Yamamoto-Silhouetten und den vielen Schwarztönen sieht man vor dem Hintergrund psychedelischer 3-D-Projektionen des New Yorker Künstlers Devan Harlan auch Drucke des genialen Grafikers „Mr. Hayashi“, der schon die Hibiskusblüten der ersten Kollektion schuf. Die wilden Prints in Orange, Blau, Pink und Grün legen sich noch auf die coolste Baseball-Kappe. Und nicht nur damit trifft die Kollektion die Zeit. Die breiten Streifen, die sportlichen Netzgewebe, die leuchtenden Farben – sie sind auch in vielen anderen Kollektionen zu sehen. „Ich will Sportswear chic machen“, sagt Yamamoto. Das ist ihm gelungen, wie die Nachahmer beweisen.

Fashion Week Paris H/W 2013

Yohji Yamamoto

Schwarz, Kohle-Schwarz, Raben-Schwarz: Yohji Yamamoto dekonstruiert seine Looks wie immer – diesmal fast nur in (k)einer Farbe

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Schwarze Abendroben, schwarze Hosenanzüge, schwarze Minikleider, schwarze Mäntel, schwarze Einteiler. Vielleicht einmal mit weißen Nähten oder in Kombination mit einer cremefarbenen Bundfaltenhose. Die ersten 32 Looks in Folge präsentierte Yamamoto in monochromen, schwarzen, weich fließenden Stoffen. Diese schnitt er asymmetrisch (z.B. bei Button Down Hemden und Trägerkleidchen), mit Cut-Outs (z.B. an den Schultern von Tops), gefranst (z.B. an den Säumen der Kurzarm-Blazer und an großen Schlapphüten) und drapiert (z.B. an One-Shoulder-Dresses mit Glockenrock und an plissierten Bandeau- und Puffärmel-Kleidern). Dennoch: Trist wirkte die Herbst-Winterkollektion 2013 ganz und gar nicht. Im Gegenteil: Sie bestach durch fantasievolle und lebhafte Schnitte, für die Yamamoto bekannt ist. Und dann nach so viel Colour-Darkness? Folgten drei Longsleeve-Maxirock-Styles in Colour-Blocking-Manier mit Lila-Gelb, Rot-Blau und Pink-Orange. Das Finale: schmale Long-Blazer mit langen Schlaghosen – in Dunkelgrau und natürlich Schwarz.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Junya Watanabe

Der 1961 in Fukushima (Japan) geborene Junya Watanabe legte einen kometenhaften Aufstieg in der Modebranche hin. Er gilt als meist beachteter unter den jüngeren japanischen Modedesignern nach Kawakubo, Yamamoto, Miyake und Kenzo.

Nach dem Modestudium an der Bunka Fashion School in Tokyo fing er 1984 als Zuschneider und Design-Assistent bei Comme des Garçons an. Er gilt seither als Protegé von Rei Kawakubo. Bereits 1987 entwarf er die Nebenlinie Tricot für das damals schon berühmte japanische Modelabel. Seine erste eigene Kollektion präsentierte er 1992 in Tokyo, Rei Kawakubo übertrug Watanabe die eigenständige Line Junya Watanabe Comme des Garçons. Ein Jahr später war er bei den Schauen in Paris vertreten.

Noch immer ist er Angestellter des Unternehmens Comme des Garçons, das seine Kollektionen produziert und finanziert, auch wenn er unter eigenem Namen entwirft. Von seiner Mentorin und Freundin Rei Kawakubo wurde er stark beeinflusst, entwickelte aber einen eigenen unverkennbaren Modestil. Oft benutzt er Mikrofasern und andere funktionale Stoffe. 1999 ließ er auf den Catwalk und seine Models Regen fallen. Das Wasser perlte von den Outfits ab. Diese waren aus einem Material des japanischen Konzerns Toray gefertigt, der auf die Herstellung von Geweben für extreme Bedingungen spezialisiert ist.

2007 entwickelte Watanabe in Zusammenarbeit mit dem Schuhhersteller Converse eine limitierte Sneakerschuh-Kollektion. 2008 folgte eine Sonderkollektion für den Schuhhersteller Vans, Moncler, Brooks Brothers und Dickies.

Seine Mode wird bis heute in Zusammenarbeit mit Comme des Garçons verkauft. Die Kollektionen werden zweimal jährlich in Tokio, Paris und London präsentiert.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

Stil
Junya Watanabe experimentiert mit Überformungen, Drapierungen und Asymmetrien, mit Faltungen und Bauschungen. Er verwendet synthetische und hochtechnologische Stoffe. Simple sowie revolutionäre Verarbeitungen zeichnen seine Kollektionen aus.

Junya Watanabe wird oft als Techno Couture Designer bezeichnet, obwohl er auch Wert auf leichte Stoffe, wie Baumwolle, legt. 2004/05 drapierte er asymmetrische Jacken aus Schottenkaro oder mit Daunenstep sowie Capes in einem konventionellen Häkelstil. Auch seine dicht aneinander gereihten, goldenen Reißverschlüsse als Kragen oder Gürtel bleiben unvergessen.

Er erfand bewegliche Nähte und verbindende Gelenke für seine Kleidungstücke, die körpernah geschnitten sind und dennoch Bewegungsfreiheit geben. Er verarbeitet immer wieder bemerkenswert komplexe Schnitte.

Paris, Frühjahr 2012

Spitzenkleider, Blumenmuster und Kurzjacken mit üppig gebauschten Ärmeln reihten sich bei der Show des Japaners Junya Watanabe neben Trenchcoat-Variationen und die typisch dekonstruierten Looks mit komplexen Schnitten. Für eine extravagante Note sorgten große, gefiederte Hüte, die sich durch die gesamte Kollektion zogen…

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!.png