Amtshaftpflicht, Altersvorsorge und Dienstunfähigkeits Versicherung – wogegen sollten LEHRER sich wappnen?

Spätestens bei Beginn des Referendariats muss sich ein angehender Lehrer mit der Materie Versicherung auseinandersetzen und sich einen Überblick über notwendige und überflüssige Absicherungen machen. Zunächst einmal muss bei jeder Police geklärt werden, ob eine private oder gesetzliche Versicherung abgeschlossen werden soll, wobei gesagt sein muss, dass in den vielen Fällen bei Beamten die privaten Versicherungen durch die Beihilfe oft bessere Leistungen zu günstigeren Preisen bieten. Das Angebot der privaten Gesellschaften ist enorm, Anbieter locken aufgrund des hohen Wettbewerbs mit ansprechenden Tarifen. Bei einer solch großen Auswahl lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Auf www.beamten-infoportal.de werden die wichtigsten Informationen zusammengestellt und ein persönlicher Vergleich zur besseren Orientierung angeboten. Einen ersten Überblick gibt die folgende Zusammenstellung der wichtigsten Leistungen.

KRANKENVERSICHERUNG

Um im Krankheitsfall abgesichert zu sein, ist die Krankenversicherung in Deutschland Pflicht. Hier besteht für Beamte die Möglichkeit, sich zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung zu entscheiden. Es können diverse Zusatzpolicen wie z.B die Zahnzusatzversicherung (die gerade im Hinblick auf das Alter Sinn macht) abgeschlossen werden. Durch die Beihilfe, die je nach Bundesland variiert, haben die Beamten in der PKV deutliche Leistungsvorteile.

HAFTPFLICHT MIT AMTSHAFTPFLICHT

ID-100363154Eine sehr wichtige Absicherung gegen Schadensforderungen Dritter und gerade für Lehrer sehr wichtig, da diese sonst beispielsweise bei Klassenfahrten für entstandene Schäden selbst aufkommen müssten. Zur Amtshaftpflicht gehört neben dem Schutz auch ein sogenannter „Passiver Rechtsschutz“ : Die Versicherer prüfen also, ob überhaupt ein Verschulden des Versicherungsnehmers vorliegt.

SCHLÜSSELVERSICHERUNG

Da Generalschlüssel von Schulen meist sehr teuer sind, aber manchmal eben auch verloren gehen können, macht eine Schlüsselversicherung für Lehrkräfte auf jeden Fall Sinn. Hier bietet es sich zudem an, auch die privaten Schlüssel mitzuversichern.

DIENSTUNFÄHIGKEIT

Die Wichtigkeit der Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer und andere Beamte wird immer noch von vielen unterschätzt, dabei ist sie durchaus sehr wichtig, denn Dienstunfähigkeit ist nicht gleich Berufsunfähigkeit. Während man für berufsunfähig schon ab einer Einschränkung von 50% befunden wird, benötigt man für den Befund zur Dienstunfähigkeit die Diagnose eines Amtsarztes. Wird der Beamte für dienstunfähig befunden, geht er in den vorzeitigen Ruhestand. Die vereinbarte Rente wir nun jedoch nur ausgezahlt, wenn zuvor eine Dienstunfähigkeitsklausel abgeschlossen wurde.

ALTERSVORSORGE

Noch wichtiger als ohnehin schon wird in den nächsten Jahren die private Altersvorsorge werden. Früh genug mit der Vorsorge zu beginnen ist dabei mehr als relevant. Niemand möchte im wohlverdienten Ruhestand jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Dafür gibt es die sogenannte Riester-Rente. Sie soll die Versorgungslücke schließen, die zwangläufig entstehen wird. Im Großen und Ganzen handelt es sich beim “Riestern” um fondsbasiertes Sparen, das bedingt durch staatliche Zuschüsse und steuerliche Vorteile besonders attraktiv wird.

Mit diesen Absicherungen starten Lehrkräfte gut abgesichert und gewappnet gegen viele Eventualitäten in den Berufsalltag.