Top Designer – Teil 2

Familienbetrieb: Etro

Das Pegasus Emblem geht um die Welt – Etro zeigt Mode, die Lust auf mehr macht

Wer steckt dahinter?
Kean Etro entwirft die Männerkollektion, seine Schwester Veronica ist für die Damenlinie zuständig. Die Firma wird ausschließlich von der Familie betrieben.

Wie fing es an?
Gegründet wurde das Label im Jahr 1968 von Gimmo Etro. 1990 übernahm dann Sohn Kean Etro, mittlerweile sind alle Kinder mit in das Unternehmen eingestiegen.

Was ist typisch für das Label?
Für Kean Etro sind zwei Dinge von Bedeutung bei der Kreation seiner Entwürfe: sie sollten „anders“ sein und möglichst nicht schwarz. Er ist bekannt für seine farbenfrohe Kleidung und spielt gern mit blumenartigen Mustern aus hochwertigen Materialien. Die typischen Seidenhemden und Tücher sind in fast jeder Kollektion zu finden. Schon sein Vater ließ sich einst von seinen Reisen um die Welt inspirieren – und auch heute kommt noch das Gefühl von Abenteuer, Freiheit und Lebensfreude auf.

 

Pelz-Experten: Fendi

Auch wenn ein Pelz für viele Menschen ein Problem darstellt: Bei Fendi ist er einfach ein Essential. Die Herrenlinie von Fendi wurde 2010 zeitweise eingestellt und ist seit 2012 wieder da

Wer steckt dahinter?
Maria Silvia Venturini-Fendi ist die Designerin der Herrenlinie und eine der Enkelinnen des Gründerpaars.

Wie fing es an?
1925 gründeten Edoardo und Adele Fendi einen Pelzsalon in Rom. Ihre fünf Töchter führten das Geschäft nach dem Zweiten Weltkrieg weiter und hielten das Angebot up to date. 1965 engagierten sie Karl Lagerfeld als Chefdesigner für Pelze und Lederaccessoires. Ihm verdankt das Unternehmen seinen international führenden Namen in der Pelzmode. 1990 wurde das Angebot schließlich um Herren- und Bademoden ergänzt. Die Herrenlinie von Fendi wurde 2010 zeitweise eingestellt und ist seit 2012 wieder auf dem Markt.

Was ist typisch für das Label?
Edle Pelze in einer neuartigen leichten Verarbeitung und in besonderen Farben.

 

Ein Stück Hollywood: Giorgio Armani

Viele Hollywood-Größen schwören auf den lässigen Style der Mode von Giorgio Armani

Wer steckt dahinter?
Kopf von Unternehmen und Designteam ist Giorgio Armani persönlich.

Wie fing es an?
Seine ersten Modeerfahrungen machte der 1934 geborene Armani nach einem abgebrochenen Medizinstudium als Ein- und Verkäufer von Herrenmode. 1975 gründete er sein eigenes Unternehmen. Armani verfügt über verschiedene Modelinien: die Prêt-à-porter-Linien Armani Exchange, Armani Jeans, Armani Collezioni , Emporio Armani, Giorgio Armani sowie die Haute Couture-Linie Giorgio Armani Privé.

Was ist typisch für das Label?
Die Erotik der Lässigkeit durch Anzüge in lockeren und weichen Optiken, leicht zerknittert, häufig ungefüttert und stets ohne Schulterpolster. Seine Herrenkollektionen sind häufig in dezenten, gebrochenen Farben gehalten.

 

Edles aus Florenz: Gucci

Nachdem Star-Designer Tom Ford für frischen Wind sorgte, liegt die kreative Federführung bei Gucci wieder in italienischen Händen

Wer steckt dahinter?

2006 übernahm Frida Giannini als Chefdesignerin die Verantwortung für die Herrenkollektion des Hauses. Sie löste Star-Designer Tom Ford ab. Seit Anfang des Jahres 2015 ist Alessandro Michele als Creative Director für alle Gucci Kollektionen verantwortlich. Das Unternehmen ist ihm nicht unbekannt: Bereits seit Mai 2011 arbeitet er an der Seite der Chefdesignerin Frida Giannini und löste sie 2015 ab.

Wie fing es an?

1904 eröffnete der Sattlermeister Guccio Gucci in Florenz eine Lederwarenfabrikation. Später folgten dann Tücher, Schuhe, Krawatten, Parfüms, Uhren. 1978 gab es die erste Damenkollektion und schließlich Herrenmode und Sportswear. Star-Designer Tom Ford brachte ab den 90er Jahren neuen Wind ins Unternehmen. Mit der 1972 in Rom geborenen Chefdesignerin Frida Giannini wehte der italienisch bereits weiter. das wird jetzt mit dem neuen Creative Director Alessandro Michele weitergeführt. Die Herbst/Winter Kollektion 2015/16 ist die erste, die oll aus den Federn des Italieners stammt.

Was machte das Label berühmt?
Reisegepäck mit Gurten in Grün-Rot-Grün, 1960 der Loafer mit kleiner Pferdetrense. Bis Anfang der 90er stand der Name Gucci für edle Lederaccessoires.

Was ist typisch für das Label?
Ein minimalistischer, körperbetonter Stil, bei dem das GG-Logo überall auftaucht.

Luxus pur: Hermès

Das Lederwarenhaus steht für luxuriöse, hochwertige Produkte mit Tradition

Wer steckt dahinter?
Das Unternehmen Hermès ist seit seiner Gründung in Familienbesitz. Die Damenkollektion entwirft die Französin Nadège Vanhee-Cybulski, für die Herrenlinie ist seit 1988 Véronique Nichanian zuständig.

Wie fing es an?
Das 1837 von Thierry Hermès gegründete Label widmete sich anfangs ausschließlich der Herstellung von Sätteln und Zaumzeug für Pferde. In den 1920er Jahren versuchte sich das Unternehmen erstmals an Entwürfen für Damenkleidung. Bis die erste Herrenlinie jedoch auf den Markt kam, dauerte es noch bis in die 50er Jahre.

Was machte das Label berühmt?
Die edlen Lederwaren sind schon seit jeher vor allem bei der Damenwelt sehr beliebt. Der absolute Durchbruch gelang allerdings mit der Kelly-Bag (benannt nach Grace Kelly) und der Birkin-Bag (Jane Birkin), für die es trotz der beträchtlichen Preise mittlerweile sehr lange Wartelisten gibt.

Was ist typisch für das Label?
Jedes Jahr erscheinen zwölf neue Seidentücher von Hermès, deren Motive häufig aus dem Reitsport stammen. Mittlerweile gibt es über tausend verschiedene Ausführungen, alle sind handbedruckt und sehr begehrt.

 

Farbenvielfalt: HUGO Hugo Boss

HUGO, Black, Orange und Green: Für Vielfalt ist bei HUGO BOSS gesorgt – und das nicht nur bei den Farben

Wer steckt dahinter?
Die Firma gehört mehrheitlich zur Valentino Fashion Group. Chef-Designer der Herrenlinie von HUGO ist Bart De Backer.

Wie fing es an?
1923 gründete Hugo Boss in Metzingen eine Firma für Arbeitskleidung. Seine Enkel, die Brüder Holy, übernahmen 1967 die Firma und erweiterten das Angebot um Anzüge und Mäntel. 1993 erfolgte die Aufteilung in drei Linien: BOSS, HUGO und Baldessarini. Im Jahr 2007 stellte Hugo Boss die Herrenkollektion von Baldessarini ein.

Wie ging es weiter?
Mittlerweile setzt sich BOSS aus vier Sparten zusammen: BOSS Black bietet eine vielseitig einsetzbare Garderobe, BOSS Selection eine luxuriöse Kollektion, BOSS Orange steht für Freizeitmode und BOSS Green für funktionale Sportswear. HUGO ist die kreativ-avantgardistische Linie für Junge und Junggebliebene.

Was machte das Label berühmt?
Es gibt wohl keinen italienischen oder französischen Schneider, der sich nicht darüber ärgert, dass die besten Anzüge aus Deutschland kommen. Die Passform der Boss-Anzüge ist einzigartig.

 

Heißes Eis: Iceberg

Die Mode von Iceberg ist alles andere als unterkühlt – vielleicht weil sie von der mediterranen Adria kommt

Wer steckt dahinter?
Das Unternehmen gehört zur Gilmar-Gruppe unter Leitung der Familie Gerani. Paolo Gerani ist Chefdesigner des Labels.

Wie fing es an?
Mit der Leidenschaft von Giuliana Marchini Gerani: Mit nur einer Strickmaschine ausgestattet kreierte sie 1962 in Rimini ihre erste Strickkollektion unter dem Label Gilmar. Die farbenfrohen Jerseys eroberten schnell den Markt. Danach war die Expansion nicht mehr zu stoppen. 1974 erschien die erste Iceberg-Kollektion, es folgten Ice Jeans Iceberg und 1996 Gerani.

Wodurch wurde das Label berühmt?
Farbenfrohe Pullover mit übergroßen Motiven.

 

Mit Finesse: Jean Paul Gaultier

Extravaganter Chic und elegante Linien zeichnen die Kollektionen von Jean Paul Gaultier aus

Wer steckt dahinter?
Der wilde, vor Kreativität sprühende Franzose selbst.

Wie fing es an?
1952 wurde Jean Paul Gaultier geboren. Nach einer Lehre bei Pierre Cardin zeigte Gaultier 1976 einem irritierten Publikum seine erste Kollektion – sie fiel genau wie seine zweite durch, was ihn an den Rand des Ruins trieb. Doch der japanische Textilhersteller Kashiyama, auf der Suche nach jungen Design-Talenten gab ihm eine Chance, Gaultier eröffnete in einem heruntergekommenen Pariser Viertel seine erste Boutique. Seither überschlagen sich seine Kollektionserfolge.

Was machte das Label berühmt?
Als Gaultiers beste „lebende Werbung“ erwies sich Popstar Madonna, denn er entwarf deren Stage-Costumes für viele ihrer Shows.

Was ist typisch für das Label?
Vieles ist so ausgefallen, dass es kaum im Alltag tragbar ist. Seine Kollektionen haben starken Einfluss auf die allgemeine Mode und sind Stilmischungen aus agressivem Sex und Kitsch.

 

Minimalismus : Jil Sander

Auch wenn die Gründerin selbst nicht mehr dabei ist, lebt das Label weiter

Wer steckt dahinter?
Das Modeunternehmen Jil Sander wurde im September 2008 an den japanischen Modekonzern Onward Holdings verkauft. Damit wurde der Belgier Raf Simons, der bereits durch ein eigenes Label auf sich aufmerksam machte, Chefdesigner. 2012 kehrte Jil Sander als Creative Director zurück, jedoch nur für kurze Zeit. Bereits 2013 stieg sie aus dem Unternehmen wieder aus. Daraufhin wurde der Italiener Rodolfo Paglialunga zum neuen Chefdesigner ernannt.

Wie fing es an?
1967 eröffnete Jil Sander eine Modeboutique in Hamburg, nach großem Erfolg wurden ihre Kollektionen ab 1975 in ganz Europa und den USA verkauft. 1989 wandelte sie das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um. 1997 wurde die erste Herrenkollektion kreiert. 1999 verkaufte Sander die Mehrheitsanteile an die Mailänder Prada-Gruppe und gab im Januar 2000 ihr Amt als Vorstandsvorsitzende ab.

Was ist typisch für das Label?
Ein streng puristischer und eleganter Stil, hier unterstreicht das Outfit den Träger – und nicht umgekehrt.

 

BRIT-CHIC: John Galliano

Für den Namensgeber galt: Verrückt, verrückter, John Galliano! Diese Idee führt seit 2011 der Brite Bill Gaytten in der Funktion des Chef-Designer fort

Wer steckt dahinter?
Der bisherige Kreativ-Chef und Namensgeber John Galliano wurde im April 2011 wegen rassistischer Verbal-Entgleisungen entlassen. Seitdem ist der Brite Bill Gaytten (51) erstmalig aus dem Schatten des großen Galliano herausgetreten. Zuvor hatte er 23 Jahre lang unter diesem gearbeitet. Zumindest in den letzten Jahren galt er als engster Mitarbeiter des ehemaligen kreativen Kopfes des Labels und darf nun den Platz des Chef-Designers besetzen.

Wie fing es an?
Galliano wurde 1960 als Arbeiterkind auf Gibraltar geboren und lebte dort bis zu seinem sechsten Lebensjahr. Danach zogen seine Eltern mit ihm nach London, wo er später an der Designschule Central Saint Martins studierte. Seine durch die französische Revolution inspirierte Abschlusskollektion „Les Incroyables“ zeigte er 1984. Obwohl die Kollektion ihn bekannt machte, hatte er in den Folgejahren mit Problemen zu kämpfen – seine Entwürfe waren zu unkonventionell und nicht kommerziell verwertbar. Das sollte sich allerdings mit seinem Umzug nach Paris 1990 ändern. Fünf Jahre später arbeitete er für Givenchy, danach folgte eine Anstellung als Creative Director bei Dior, von der er wegen rassistischer Verbal-Entgleisungen wieder entbunden wurde.

Was ist typisch für das Label?
Seine Kollektionen sind laut, ausdrucksstark und ausgefallen.

 

Rockmusik-Fan: John Varvatos

Bekannt geworden durch Ralph Lauren und Calvin Klein, gründete er sein eigenes Label

Wer steckt dahinter?
John Varvatos selbst wurde in Michigan (USA) geboren, seine Familie stammt aber von der griechischen Insel Kefalonia. Seine Firma, John Varvatos Clothing wurde 1999 von der Firma Nautica aufgekauft, diese wiederum von der VF Corporation. John Varvatos ist nach der Gründung der John Varvatos Enterprises Inc. als CEO eingesetzt.

Wie fing es an?
John Varvatos designte in den achtziger Jahren für Ralph Lauren, wechselte 1990 zu Calvin Klein und kehrte dann doch 1995 zu Ralph Lauren zurück. 2004 präsentierte Varvatos erstmals seine Damenkollektion; im Herbst 2006 veröffentlichte er zusammen mit Converse eine Sportbekleidungslinie (Converse by John Varvatos).

Was machte das Label berühmt?
Vor allem durch die Kooperation mit Converse war John Varvatos plötzlich in aller Munde. Doch seine eigene Kollektion wird in Zukunft wohl auch für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Zum Image der Firma gehört eine Affinität zur Musik, insbesondere Rock’n’Roll. Varvatos selbst ist Rockmusik-Fan und spielt Gitarre.
Zu den Kunden von John Varvatos gehören unter anderem Orlando Bloom, Ashton Kutcher, Steven Spielberg oder Pierce Brosnan.

 

Japanisches Design: Junya Watanabe

Einst Protegé Rei Kawakubos, führt Junya Watanabe die Idee von Comme des Garcons in seiner eigenen Kollektion weiter

Wer steckt dahinter?
Junya Watanabe brachte seine eigene Marke 2001 auf den Markt. Außerdem agiert er als Chefdesigner für die Herrenlinie bei Comme des Garcons. Er ist sehr medienscheu.

Wie fing es an?
Watanabe wurde 1961 in Tokio geboren und studierte später am Bunka Fashion College. Nach seinem Abschluss fing er direkt bei Comme des Garcons an und stand dort unter Rei Kawakubos Fittichen. Zunächst machte Watanabe nur Herrenmode, die Damenlinie kam erst später dazu.

Was ist typisch für das Label?
Auch wenn er viel bei seiner Mentorin gelernt und übernommen hat, unterscheiden sich seine Kollektionen von der Rei Kawakubos. Er verwendet viele funktionale Stoffe und Kunstfasern in seinen Entwürfen.

 

Belgische Mode: Kris van Assche

Bei Dior weht durch ihn ein neuer Wind – auch in seinen eigenen Kollektionen verwirklicht er seine Ideen überzeugend

Wer steckt dahinter?
Kris van Assche designt seine Kollektionen selbst.

Wie fing es an?
Nach seinem Studium an der Königlichen Akademie für schöne Künste in Antwerpen ging Kris van Assche als Assistent zu Hedi Slimane, dort arbeitete er unter anderem für Yves Saint Laurent. Sein eigenes Label gründete van Assche im Januar 2005. 2007 wurde er der neue Kreativdirektor bei Dior Homme und löste somit seinen ehemaligen Kollegen Hedi Slimane ab.

Was ist typisch für das Label?
Nach Van Assches eigener Aussage würde er sogar ein Sakko aus einem Hemdstoff nähen, nur damit Mann es öfters trägt.

 

Sportlicher Schick: Lacoste

Es war das Markenzeichen der Popper in den 80ern. Seit 2002 Christophe Lemaire Creativ-Chef wurde, schwimmt das kleine Krokodil wieder ganz vorn mit. Im Herbst 2011 nimmt Felipe Oliveira Baptista das Design-Ruder in die Hand

Wer steckt dahinter?

Der französische Designer Christophe Lemaire, geboren1965,war von 2002-2010 Creative Director von Lacoste. Zuvor war er für Christian Lacroix tätig. Seit Herbst 2011 ist der gebürtige Portugiese Felipe Oliveira Baptitsa neuer Design-Chef. Die Firma war bis 2012 in Familienbesitz und ist jetzt in Händen der Maus Frères Holding der Schweiz.

Wie fing es an?
Der Tennisspieler René Lacoste gründete das Label im Jahr 1933. Das erste Stück war ein Tennishemd, das quasi als der Vorreiter des typischen Polohemds gilt. Chefdesigner Lemaire, der vorher schon bei Thierry Mugler und Yves Saint Laurent arbeitete, ist seit Mai 2001 bei Lacoste. Größte Inspirationsquelle für ihn ist die Musik. Er selbst bezeichnet seinen Stil als grafisch, puristisch und präzise.

Was ist typisch für das Label?
Lacoste ist vor allem für seine Klassiker sehr beliebt: Tennisröcke, Polohemden, Collegepullover – und natürlich überall gut sichtbar das Krokodil-Logo aufgestickt.

Was machte das Label berühmt?
Das typische Lacoste Poloshirt ist immer noch das begehrteste Teil des Labels. 25% des Gesamtumsatzes wird nur durch den Abverkauf des Klassikers erwirtschaftet.

 

Traditionshaus: Lanvin

Eines der ältesten Haute Couture Häuser von Paris – und alles begann mit einem Hutgeschäft

Wer steckt dahinter?
2001 übernahm die Unternehmensgruppe Harmonie S.A. das Familienunternehmen. Alber Elbaz designt die Damenlinie, der Holländer Lucas Ossendrijver ist für die Herrenkollektion zuständig.

Wie fing es an?
Jeanne Lanvin eröffnete im Jahr 1890 ihr erstes eigenes Hutgeschäft. Bald stieg jedoch die Nachfrage für Kleidung, so dass ihr Unternehmen in den Folgejahren stetig wuchs und sie bald schon mehrere Hunderte Angestellte hatte. nach ihrem Tod im Jahr 1946 führte zunächst ihre Tochter das Modehaus weiter. Später designte unter anderem Giorgio Armani für das Label. Seit 2001 ist der Israeli Alber Elbaz der künstlerische Direktor.

Was ist typisch für das Label?
Elbaz großes Talent liegt im Entwurf von Cocktailkleidern, ganz im Stil des vornehmen, traditionellen Paris. Auch die Männerkollektionen sind bestimmt durch edle, fließende Stoffe und schicke Anzüge.

 

Elegant: Louis Vuitton

Für junge Gentlemen mit Mut zur Lässigkeit gibt es von Louis Vuitton weitaus mehr als Taschen und Uhren

Wer steckt dahinter?
Besitzer das Labels ist der Luxuskonzern LVMH (das “LV” steht für Louis Vuitton), die Kreativ-Chef ist der New Yorker Designer Marc Jacobs, die Herrenlinie entwirft Kim Jones.

Wie fing es an?
1854 eröffnete Louis Vuitton in Paris ein Koffergeschäft mit eigenen Modellen. Es kamen bald diverse Accessoires-Linien hinzu. Später dann Damen- und Herrenkollektionen.

Was machte das Label berühmt?
Das Reisegepäck mit dem LV-Signet auf widerstandsfähigem Canvas wurde in den 60er Jahren zum obligatorischen Accessoire der High Society. Die Einzelstücke entstehen bis heute in aufwändiger Handarbeit.

 

Schlichte Eleganz: Maison Margiela

Reduktion auf das Wesentliche ist Margielas Markenzeichen. Das sieht man an seinen Entwürfen und an der Tatsache, dass von ihm selbst keine Fotos existieren

Wer steckt dahinter?
Seit Juli 2002 gehört das Unternehmen zur Diesel-Gruppe. 2009 stieg der Gründer Martin Margiela aus dem Unternehmen aus und Anfang 2015 wurde sein Vorname aus dem Firmennamen genommen. Ursprünglich lautete das Unternehmen: Maison Martin Margiela.

Wie fing es an?
Der Belgier Martin Margiela studierte an der Antwerpener Königlichen Akademie der Schönen Künste und gehörte zusammen mit Dries van Noten zu den „Antwerp Six“. Nach seinem Abschluss arbeitete er eine Zeit lang als Assistent von Jean-Paul Gaultier und später dann als Chefdesigner bei Hermès. Die erste Kollektion unter eigenem Label stellte er 1988 vor.

Was ist typisch für das Label?
Das Weglassen von bestimmten Elementen und die Umkehrung des Normalen sind für die Mode Margielas ausschlaggebend. Auf den Kleidungsstücken ist kein Name oder Label zu erkennen, am Etikett finden sich lediglich aufgedruckte Zahlen. In den Achtzigern waren seine Entwürfe durch nach außen gedrehte Nähte bestimmt, er gilt somit als einer der Meister der Dekonstruktion. Seine Einstellung zur Kleidung spiegelt sich auch in seinem Verhalten gegenüber der Presse wieder: Ihn selbst sieht man kaum, Interviews beantwortet er nur per Fax und Pressefotos existieren nicht.

 

Mode originell: Marc Jacobs

Was einst mit Omas Stricknadel begann, entwickelte sich zu einem der beliebtesten Modelabels unserer Zeit

Wer steckt dahinter?

Marc Jacobs ist Chefdesigner seiner eigenen Linien Marc Jacobs, Marc by Marc Jacobs und Little Marc (Kinderlinie). Die Modelinie Marc by Marc Jacobs wurde 2015 aufgehoben.

Wie fing es an?
Marc Jacobs wurde 1963 in New York City geboren und wuchs seit seinem siebten lebensjahr bei seiner modebewußten Großmutter auf. Sie brachte ihm das Stricken bei. Er studierte an der Parsons The New School For Design. Dort machte 1984 seinen Abschluss. In seiner Abschlusskollektion zeigte er einen handgestrickten Pullover seiner Großmutter, er erhielt für diesen den Perry Ellis Golden Thimble Award. 1986 brachte er die erste Kollektion unter seinem eigenen Namen heraus, 1996 folgte die Herrenlinie. Seit 1997 ist er außerdem noch für das französische Modehaus Louis Vuitton als Creative Director tätig.

Was machte das Label berühmt?
Marc Jacobs schockierte die Modewelt in den 80er Jahren mit seinem Grunge-Look, der auch zur sofortigen Entlassung bei Perry Ellis führte. Das allerdings machte ihm den Weg frei, sein eigenes Label zu gründen und unter eigener Regie zu designen.

 

MEHR ALS NUR PELZ: Marni

Das Label entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der gefragtesten italienischen Modehäuser

Wer steckt dahinter?
Consuelo Castiglioni ist Chefdesignerin und Begründerin des Labels.

Wie fing es an?
Bei Castiglionis Mann, der den Pelzvertrieb Ciwi Furs unterhält, fing sie als Fashion Consultant an, bald entwickelte sich daraus dann der eigene Betrieb: Im Jahr 1994 wurde Marni mit einer Versuchskollektion gegründet. Die Herrenlinie kam im Jahr 2001 dazu.

Was ist typisch für das Label?
Alles begann in den Neunzigern mit der kreativen Verarbeitung von Pelz. Marni war schnell bekannt für eine Neubehandlung der Materie – Pelz wurde plötzlich rasiert, gefärbt und ungefüttert verwendet. Die Männerkollektionen bestehen hauptsächlich aus matten Farben und schmal geschnittenen Hosen und Sakkos, Hochwasserhosen und im Sommer kurzen Bermudas und schmalen Krawatten.

 

Farbenfroh: Missoni

Das italienische Modeunternehmen Missoni experimentiert mit Stoffen, Farben und Mustern

Wer steckt dahinter?
Seit 1998 entwirft Angela Missoni die Damenkollektionen und seit 2008 die Herrenkollektionen, für die zuvor ihr Bruder Luca Missoni verantwortlich war.

Wie fing es an?
1947 eröffnete Ottavio Missoni eine Strickerei in Triest, 1953 heiratete er Rosita und zusammen eröffneten sie ein Studio für Strickwaren. Ihre erste Modenschau zeigten sie 1967 in Florenz. Seit 1979 ist auch eine Herrenlinie im Programm.

Was ist typisch für das Label?
Die Missoni-Muster: Regenbogenfarbige Streifen-Melanges in Geraden, Wellen und Zickzacks.

 

Minimalistisch: Neil Barrett

Der Modedesigner Neil Barrett kombiniert in seinen Kollektionen klare Linien mit figurnahen Schnitten

Wer steckt dahinter?
Der britische Designer Neil Barrett ist Gründer und Kreativchef des gleichnamigen Labels.

Wie fing es an?
Der britische Modedesigner Neil Barrett wurde im Jahr 1965 in Südwestengland geboren. Nachdem er sein Studium am Londoner Royal College of Art erfolgreich abgeschlossen hat, arbeitete er einige Jahre für das italienische Modelabel Gucci. Im Jahr 1995 wurde Neil Barrett Design Director für die Herrenkollektion bei Prada. Seine erste eigene Herrenkollektion präsentierte er im Jahr 1999. Seit 2003 entwirft der Designer auch Schuhe und Sportswear für Puma.

 

Ausgefallen: Paul Smith

Auf dem schmalen Grat zwischen Klassik und Exzentrik wandern die Kollektionen von Paul Smith seit Jahren

Wer steckt dahinter?
Trotz immer wieder aufkommenden Verkaufsgerüchten halten Paul Smith und seine Frau Pauline noch immer die Mehrheit am Unternehmen. Anfang 2015 gab Paul Smith bekannt, dass der seit 2004 im Unternehmen tätige Simon Homes Creative Director wird und somit für alle Paul Smith Kollektionen verantwortlich ist.

Wie fing es an?
Der 1946 geborene Paul Smith ist Autodidakt. Nachdem seine Radsportkarriere durch einen schweren Sturz scheiterte, widmete er sich ohne Vorwissen der Mode. Er eröffnete 1970 ein Modegeschäft in Nottingham. Im selben Jahr lernte er seine Lebensgefährtin, eine Kunstlehrerin, kennen und entdeckte durch sie die Kunst. 1976 zeigte er seine erste Männerkollektion in Paris. Für seine Verdienste um die britische Modebranche wurde er 2000 zum Ritter geschlagen.

Was ist typisch für das Label?
“Classic with a twist”, bei ganz viel britischer Klassik ein gewisser Dreh ins leicht Exzentrische.

 

Stilecht: Prada

Vom Lederwaren-Unternehmen zum Luxuskonzern – das Modelabel Prada ist bekannt für Tradition und einen unverwechselbaren Stil

Wer steckt dahinter?
Miuccia Prada als Designerin, ihr Mann Patrizio Bertelli als Präsident. Miuccia ist die Nichte von Mario Prada, der im Jahr 1913 das noble Lederwaren-Unternehmen gründete.

Wie fing es an?
Die damalige Politikstudentin Miuccia Prada entwarf Ende der 70er Jahre einen City-Rucksack aus Nylon, der ein Riesenerfolg wurde. Die erste Prêt-à-Porter-Kollektion 1985 jedoch nicht. Zehn Jahre später machte sie der “Bad Taste”-Look berühmt. 1996 kam die Herrenlinie hinzu. Kurz darauf auch noch das zweite Label Miu Miu, das sich mittlerweile einen festen Platz in der Modeszene verschaffen konnte.

Was machte das Label berühmt?
Der “Bad Taste”: Fifties-Stoffe im minimalistischen Modestil der Sixties und andere gewagte Kombinationen.

 

Politische Mode: Raf Simons

Der belgische Designer Raf Simons sieht in Mode auch ein politisches Statement für Freiheit und Unabhängigkeit

Wer steckt dahinter?
Der Belgier Raf Simons ist Kopf seines eigenen Unternehmens und war von 2005 bis 2012 nebenbei als Kreativdirektor für Jil Sander tätig. Seit 2012 ist er als Creative Director für die Damenkollektion von Dior verantwortlich.

Wie fing es an?
Der 1968 geborene Simons studierte zunächst Industriedesign, bevor er in Antwerpen seine Modekarriere begann. Er zeigte seine erste Kollektion 1995 in Mailand, zog aber bereits nach einer Saison nach Paris. Schnell galt er als die neue Hoffnung der Männermode.

Was machte das Label berühmt?
Simons sieht sich als politischer Designer, seine Mode begeistert vor allem junge, progressive Männer.

 

AMERIKANISCHE KLASSIK: Ralph Lauren

Ralph Lauren bedient sich keiner Trends oder Moden, sondern behält die Klassik seines Stils über Jahre hinweg bei

Wer steckt dahinter?
Ralph Lauren ist bis heute der Inhaber und der Designer seiner Firma. Seine Kollektionen sind auf viele verschiedene Labels verteilt, wie zum Beispiel Black Label, Purple Label und Polo.

Wie fing es an?
Der in der New Yorker Bronx aufgewachsene Ralph Lauren (geborener Ralph Lifshitz) begann seine modische Karriere als Verkäufer bei dem Modeunternehmen Brooks Brothers. Mit einer Kredithilfe von 50.000 US-Dollar gründete er 1968 Polo Fashions und entwarf zunächst nur Krawatten. Mit der Zeit kamen immer mehr Linien hinzu. Mittlerweile ist aus dem Unternehmen ein weltweiter Konzern geworden, mit 282 Einzelhandelsgeschäften und mehr als 13.000 Angestellten.

Was machte das Label berühmt?
Der kleine eingestickte Polospieler auf der Brust ist das Markenzeichen des Labels. Der typische Preppy-Look mit Rautenmustern, gestreiften Hemden, Collegejacken und Stoffchinos passt ebenso ins Bild. Ralph Lauren steht für feine Freizeitmode. Wie Ralph Lauren selbst einmal der VOGUE sagte, möchte er nicht Mode machen, sondern eine Mode sein.

 

Kosmopolitisch: Roberto Cavalli

Cavallis Mode eignet sich bestens für Männer, die auf der ganzen Welt zu Hause sind

Wer steckt dahinter?
Roberto Cavalli ist der kreative und kaufmännische Kopf der Firma. Die Private-Equity-Gesellschaft Clessidra übernahm 2015 90 % der Aktienanteile des Unternehmens.

Wie fing es an?
Cavalli wurde 1940 in Florenz geboren. Er studierte an der Kunstakademie seiner Heimatstadt und brachte schnell Kunst und Mode zusammen. Er betrachtet sich selbst nicht als Designer, sondern als Mode-Künstler. 1972 zeigte er im Palazzo Pitti in Florenz erstmals seine Kollektion , damit begann seine Karriere.

Was ist typisch für das Label?
Patchwork und revolutionäre Prints auf Leder.

Luxus-Konzern: Salvatore Ferragamo

Das italienische Modeunternehmen ist bekannt für beste Qualität und unverwechselbaren Stil

Wer steckt dahinter?
Wanda Ferragamo, Ehefrau des verstorbenen Schuhdesigners Salvatore Ferragamo, leitet auch heute noch das Familienunternehmen. Ihre sechs Kinder sind fest darin verankert. Die älteste Tochter Fiamma starb 1998.

Für die Herrenkollektionen ist Modedesigner Massimilian Giornetti zuständig. Der Italiener studierte zunächst Fremdsprachen und Literatur an der Universität in Florenz. Später studierte er noch am Polimoda, einem internationalen Institut für Mode, Design und Marketing. Nach seinem Abschluss arbeitete er in Rom als Design-Assistent für viele Haute-Couture und Ready-to-Wear-Kollektionen. Seit Juli 2000 ist Massimilian Designer für das Unternehmen Salvatore Ferragamo.

Wie fing es an?
Der Schuhdesigner Salvatore Ferragamo wurde 1898 in Bonito, Italien, geboren. Seine Schuhmeisterlehre absolvierte er mit 11 Jahren in Neapel und eröffnete zwei Jahre später in seiner Heimatstadt eine Schuh-Werkstatt. Wegen der damals schlechten wirtschaftlichen Lage in Italien zog der junge Designer nach Amerika, wo er anfangs in einer Schuhfabrik arbeitete. Erst mit dem „Hollywood Boot Shop“ in Hollywood wurde er zum gefragten Star-Schuhdesigner. In den 20er Jahren zog er zurück nach Florenz und gründete 1927 das Unternehmen “Salvatore Ferragamo S.p.A”.
Salvatore Ferragamo starb 1960 und überließ die Firma seiner Ehefrau Wanda und seinen sechs Kindern.

Was machte das Label berühmt?
Sandalen mit Nylon-Riemen und die Erfindung des Keilabsatzes.

 

Anzüge neu deffiniert: Thom Browne

Wer bisher dachte, dass alle Herrenanzüge gleich aussehen, wird hier eines besseren belehrt: Thom Browne revolutionierte den klassischen Drei-Teiler

Wer steckt dahinter?
Thom Browne kreiert die Kollektionen selbst. Seit 2006 läuft eine Kooperation mit Brooks Brothers namens “Black Fleece”, unter der High-End Mode für Damen und Herren läuft.

Wie fing es an?
Der amerikanische Designer Thom Browne begann 1997 seine modische Laufbahn als Verkäufer im New Yorker Showroom von Giorgio Armani. Später arbeitete er zusammen mit Ralph Lauren an dem Label Club Monaco, wo er einige Jahre das Design Department führte. 2001 gründete er dann sein eigenes Label.

Was ist typisch für das Label?
Bei Thom Brownes Anzügen fällt eines sofort auf: die Länge des Hosenbeins ist mindestens knöchelhoch, in vielen Fällen sogar auf Bermuda-Länge. Dazu werden Kniestrümpfe in verschiedenen Mustern getragen. Auch sonst experimentiert Browne gern mit Längen und Schnitten und hebt somit die klassische Tragweise des Anzugs auf.

 

American Dream: Tommy Hilfiger

Alles fing mit 150 Dollar und 20 Paar Jeans an – und entwickelte sich zu einem globalen Milliardenunternehmen

Wer steckt dahinter?
Tommy Hilfiger verkaufte 2006 für 1,6 Milliarden Dollar sein Unternehmen an die Investmentfirma Apax Partners. Seit 2010 gehört das Unternehmen zur Phillipps-Van Heusen Corporation.

Wie fing es an?
Als eines von neun Kindern wuchs Hilfiger in Elmira, New York auf. Zusammen mit zwei Freunden gründete er mit jeweils 150 Dollar Startkapital das Geschäft „People’s Palace“ in New York. Die Mode wurde gut angenommen und so kam es, dass Hilfiger 1984 seine erste eigene Kollektion auf den Markt brachte. Das Unternehmen konnte im Jahr 1990 schon einen Umsatz von 25 Mio. Dollar Umsatz erzielen, danach wuchs die Firma stetig.

Was ist typisch für das Label?
Die Farben der amerikanischen Flagge (Rot, Blau, Weiß), die sich auch in seinem Logo wieder finden, sind ausschlaggebend für viele Teile seiner Kollektionen . Sein Stil ist sportlich-elegant und wird oft mit der Mode von Ralph Lauren oder auch Calvin Klein verglichen. Unter der Marke “H” gründete er 2004 eine weitere, etwas luxuriösere Linie.

 

Extravagant: Valentino

Das italienische Mode-Imperium Valentino setzt auf exklusive und ausgefallene Kreationen

Wer steckt dahinter?
Die Valentino Fashion Group S.p.A., ein italienischer Modekonzern mit Sitz in Mailand. Kreativer Kopf war bis ins Jahr 2007 Valentino Garavani, der seinen Vornamen zum Markenzeichen gemacht hat. Nach 45 Jahren zog er sich dann von der Modewelt zurück und verkündete zunächst Ferruccio Pozzoni als neuen Kreativchef der Herrenkollektion. Für die Damenlinie war Alessandra Facchinetti zuständig. Seit Oktober 2008 ist das Designer-Duo Maria Gracia Chiuri und Pier Paolo Piccioli für die kreative Führung von Valentino zuständig.

Wie fing es an?
Valentino wurde 1932 in Voghera nahe Mailand geboren. Nach dem Studium der bildenden Kunst in Mailand und Paris arbeitete er als Assistent bei Jean Dessès und Guy Laroche. 1959 eröffnete er einen eigenen Haute-Couture-Salon in Rom. 1972 zeigte er seine erste Herrenkollektion. 1998 verkaufte Valentino sein Unternehmen an die oben genannte Holding, blieb aber federführend für das Design.

Was machte das Label berühmt?
1967 feierte Valentino mit seiner “Ganz in Weiß”-Kollektion einen Riesenerfolg. Er ist bekannt für sein “Valentino-Rot” und für auffälige grafische Muster. Oft Anleihen aus den bildenden Künsten und der Architektur.

Was ist typisch?
Die Marke Valentino steht für Stil, Eleganz und nie endende
Kultiviertheit.

Italian Glamour: Versace

Das Modeunternehmen Versace zeichnet sich durch einen sinnlichen und glamourösen Stil aus

Wer steckt dahinter?
Gianni Versaces verstarb 1997 in Florida. Sein Bruder Santo wurde zum Geschäftsführer des Unternehmens und Donatella, seine Schwester, übernahm die kreative Leitung. Von 2007 bis 2011 stand ihr für die Entwicklung der Herrenkollektion der russische Designer Alexandre Plokhov zur Seite. Den größten Anteil am Unternehmen trägt Giannis Haupterbin Allegra Versace Beck, eine Tochter von Donatella und deren Ex-Mann Paul Beck. Gian Giacomo Ferraris, zuvor Manager bei Jil Sander, führt seit September 2009 die Geschäfte.

Wie fing es an?
Nach ersten Design-Aufträgen debütierte Gianni Versace 1978 mit einer Frauen- und Herrenkollektion unter seinem Namen. 1989 erschien die jugendliche Zweitlinie Versus, 1990 folgte Haute Couture. Den Stil des legendären Gianni Versace setzt seine 1955 geborene Schwester Donatella fort.

Was machte das Label berühmt?
Die 1984 von Gianni Versace entworfenen Abendkleider aus winzigen Metallscheibchen. Seine in der Regel üppigen Stoffdessins mit Ornamenten aus höchst unterschiedlichen Kunststilen gaben seiner Mode den Beinamen “Neo-Barock”.

Was ist typisch?
Versaces Markenzeichen ist ein goldenes Medusenhaupt, das auf vielen Accessoires und Stoffdessins auftaucht.

 

Modephänomen : Yohji Yamamoto

Puristische Designs und asymmetrische Schnitte

Wer steckt dahinter?
Yohji Yamamoto designt seine Kollektionen selbst.

Wie fing es an?
Der 1943 in Japan geborene Yamamoto studierte auf den Wunsch seiner Mutter Jura, doch bald darauf begann er sein Modedesign-Studium in Tokio. Seine erste Schau fand 1977 in Tokio statt. 1981 feierte er in Paris mit der Vorführung seiner Kollektion sein Debüt. Seine Kollektionen wurden damals als “Hiroshima-Chic” bezeichnet.

Was ist typisch für das Label?
Yamamotos Mode ist alles andere als Mainstream: Dekonstruierte Schnitte und asymmetrische Designs bestimmen seine Linien. Er verwendet fast ausschließlich die Nicht-Farbe Schwarz. Er selbst sagt von sich: “Ich bin kein Modeschöpfer, sondern ein Schneider.”

Wer ist der typische Kunde?
Freunde des japanischen Designs und zurückgenommener, aber sehr außergewöhnlicher Mode.

 

Klassisch: Saint Laurent

Elegante Silhouetten dominieren die Kollektionen des französischen Modelabels Saint Laurent

Wer steckt dahinter?
Seit März 2012 ist Hedi Slimane Creativ-Director bei Saint Laurent Paris. Er sorgte für die Umbenennung von Yves Saint Laurent in Saint Laurent. Das Unternehmen ist Slimane nicht unbekannt, war er doch von 2006-2009 für die Herrenlinie des Labels verantwortlich und hat mit seinen schmalen Schnitten neue Maßstäbe in der Herrenmode gesetzt.

Wie fing es an?
1954 wurde der 18-jährige Yves Saint Laurent Assistent von Christian Dior und drei Jahre später, nach dessen Tod, sein Nachfolger. 1961 gründete er mit einem Partner einen eigenen Haute-Couture-Salon. Star-Designer wie Hedi Slimane, Tom Ford und Stefano Pilati arbeiteten für den Mode-Großmeister. Im Jahr 2002 verließ Saint Laurent das Unternehmen. Er starb am 1. Juni 2008 in Paris.

Was machte das Label berühmt?
1958 feierte YSL bei Dior seinen ersten Welterfolg mit der “Trapez-Linie”. Und er machte die schwarze Hornbrille zu seinem Markenzeichen, als er sich von Richard Avedon nackt mit ihr fotografieren ließ.

 

Junge Eleganz: Z Zegna

ZZegna ist die junge, moderen Linie des Traditionshauses Ermenegildo Zegna

Wer steckt dahinter?
Der Familie Zegna gehört das Unternehmen. Francesco Muzi, Ex-Kreativchef für Männermode beim Modeanbieter Jil Sander, verantwortet neben Murray Scalon die Kollektionen des HAKA-Labels Z Zegna. Muzi ist der NAchfolger von Paul Surridge, der Z Zegna verlassen hat.

Was ist typisch für das Label?
Z Zegna wird oft als die junge, moderne Linie des Traditionshauses Ermenegildo Zegna gesehen. Der Designer Sartori selbst beschreibt die Linie als urbane Marke, deren Handschrift immer erkennbar bleibt.