In diesen europäischen Ländern ist das Wildcampen noch erlaubt

Kaum ein Gefühl ist schöner, als nach Stunden des kräftezehrenden Wanderns einen kleinen Ort zu finden, an dem man sein Zelt für die Nacht aufbaut und die Natur genießt. Weit weg von Städten, Leute und Trubel. Doch nicht überall ist das einfach denkbar. Wo Wildcampen noch ermöglicht ist

Einige Tage weg von allem. Keine Personen, keine Autos, kein Stress und keine Vorschriften – mit dem Campen in freier Natur versuchen viele, ein wenig Abstand vom Alltag zu profitieren, auszubrechen und zur Entspannung zu kommen. Die Einfachheit, mit dem leben, was man auf dem Rücken trägt und dort schlafen, wo man überdies es am schönsten findet: Kaum eine Urlaubsoption kommt auf diese Weise sonderlich an das Gefühl der vollkommenen Freiheit heran wie das wilde Campen irgendwo in der Natur. Doch es ist nicht in jedem Land ebenso gestattet, dort zu zelten, wo man es gerne will. Deswegen hier wo man noch ungestört – und ungestraft – wildcampen kann.

Wenn man sich mit dem Campen in freier Natur auseinandersetzt, stolpert man früher oder später über den Begriff „Jedermannsrecht.“ Was genau befindet sich dahinter? Das Jedermannsrecht ist eine Reglung, die jedem realisiert, die Natur frei zu nutzen. In Ländern, in denen dieses Recht gilt, ist es realisiert, in Naturgebieten zu wandern, sein Zelt aufzuschlagen und sich ebenfalls von der Natur zu ernähren. Vorausgesetzt man hält sich an gewisse Bestimmungen, die real selbstverständlich sein sollten: Die Natur muss respektvoll behandelt, Müll abermals mitgenommen und ebenfalls weitere Spuren vermieden werden. Zusätzlich sollte man die Einwohner nicht stören und einen wenn irgend denkbar großen Abstand zu Wohnhäusern realisieren, wenn man sein Zelt aufschlägt. Es ist real äußerst simpel: Man kann die Natur frei nutzen und genießen, solange man auf die Umgebung und ihre Bewohner Rücksicht nimmt und alles auf diese Weise hinterlässt, wie man es vorgefunden hat.

Selbstverständlich ist das Campen allein außerhalb der Städte gestattet, denn das Jedermannsrecht betrifft allein die Natur. Sollte man in einem Nationalpark übernachten möchten, muss man sich vorweg briefen, denn ebendiese sind häufig von dem Jedermannsrecht nicht möglich.

Das Jedermannsrecht gilt in Schweden, wie zum Beispiel auf der formellen „Tourismusseite des Staates nachzulesen ist. Gleichwohl „in Finnland gehört die Natur allen“, lautet es auf der Seite der finnischen Botschaft, und wie die Seite „Norwegen-Service“ mitgeteilt, kann man ebenfalls in Norwegen unbedacht wandern gehen und sich in der Natur verlieren, ohne mit einer Strafe rechnen zu müssen.

Ebenso ermöglicht ist wilcampen in Schottland, wenn man umsichtig mit dem Land verhindert und sich an gewisse Verhaltensregeln hält.
In den Ländern des Baltikum, also in Estland, Lettland und Litauen,gilt zwar nicht offiziell das Jedermannsrecht, wie das Portal „Camperdays.de“ indes annonciert, ist das Campen auf öffentlichem Grund überall dort realisiert, wo es nicht ausdrücklich verboten ist.

Ebenfalls in der unglaublichen Natur Islands kann laut einem Infoblatt der Reiste „Islanderlebnis“ mit dem Zelt überall übernachten, wenn es nicht explizit verboten ist. Ungeachtet muss man sich von Nationalparks, Naturschutzgebieten, Wohngegenden, Privatgeländen und Campingplätzen fernhalten, wenn man sein Zelt in freier Wildbahn aufstellen möchte. Ebenfalls hier gilt: „Don’t distrub and don’t destroy.“


In der Schweiz gilt das Jedermannsrecht zwar, unterliegt gleichwohl diversen Einschränkungen. Die Auflagen sind hier klar strikter und im Schweizerischen Zivilgesetzbuch abgemacht. Da jeglicher Kanton mit dem Wildcampen andersartig unterbindet, sollte man sich vor dem Urlaub gründlich briefen, ob besagtes Gebiet Wildcamper duldet.

Je touristischer, desto problematischer

In den sonstigen europäischen Ländern ist das Campen abseits von Campingplätzen verboten. In Deutschland beispielsweise obliegt der Beschluss, wo in freier Wildbahn gecampt werden darf, den passenden Bundesländern. Generell lässt sich sagen, dass auf öffentlichem Grund darf lediglich an besonders gekennzeichneten Orten gezeltet werden darf.
Wen Verbote trotzdem nicht hierdurch abhalten, mit Rucksack und Zelt in die Natur zu ziehen, sollte sich von durchschnittlichen Touristenzielen fernhalten. Oftmals sind die Leute, die fernab der Touristenströme leben, klar gastfreundlicher und toleranter, wenn man sich nicht an jede Regel hält.