Die exklusivsten Sportwagen der Welt und deutsche Hersteller

Ferrari 458 Italia: Zum General Consul ernannt

Der General Consul ist der von TC Concepts überarbeitete Ferrari 458 Italia. Mit einem neuen Bodykit von der konkurrierenden Firma Novitec Rosso und weiteren Tuning-Elementen haben sie den italienischen Boliden modifiziert – mit einem sehenswerten Ergebnis.

Das Bodykit von Novetic Rosso kommt an der Front mit einem neuen Frontspoiler zur Geltung. Während der hintere Bereich des Ferrari 458 Italia eine neue maßgeschneiderte Heckschürze sowie einen fest installierten Heckflügel spendiert bekommt. Hinzu kommen Lufteinlässe an den Kotflügeln und neue Seitenschweller am Supersportwagen. Durch die Farbgebung werden einige der neuen Elemente am Auto hervorgehoben. Der auf dem Ferrari 458 Italia basierte General Consul bekommt nämlich eine markante Lackierung in Gelb von den Tunern. Wobei die Ferrari-Embleme auf der Rückseite und das Dach sowie der Heckflügel schwarz lackiert wurden und sich somit farblich hervorheben. Auch Rückleuchten und Fenster sind passend dazu abgedunkelt worden. Einen guten Kontrast bilden ebenfalls die Felgen des modifizierten Ferrari 458 Italia. Diese sind ebenfalls in Schwarz gestaltet, während die dahinter platzierten Bremssättel gelb lackiert sind.

An der Leistung haben die Westberliner Tuner von TC Customs vorerst nichts verändert. Wie bisher schafft es der Ferrari 458 Italia, serienmäßig auf Tempo 100 in sportlichen 3,4 Sekunden zu beschleunigen. Der 4,5 Liter große V8-Motor bringt es auf eine Leistung von 570 Pferdestärken.

Lamborghini Aventador LP760-4 Dragon Edition

Oakley Design Lamborghini Aventador LP760-4 Dragon Edition

Auf einer Londoner Autoshow wurde der Lamborghini Aventador LP760-4 vorgestellt. Der getunte Lambo glänzte dabei in einem Chromdesign.

In Zusammenarbeit Refined Marques hat Oakley Design ein neues Aventador-Tuning vorgestellt. Die Autoshow “Chelsea Auto Legends” war am vergangenen Wochenende die Bühne des außergewöhnlichen Sportlers, der auf den Namen Lamborghini Aventador LP760-4 Dragon Edition hört und auf nur zehn Fahrzeuge limitiert ist. Die ursprüngliche mattschwarze Farbe des Lamborghini Aventador LP760-4 wurde in ein helles Chrom-Gewand umgewandelt, das jetzt in einem Aqua-Blau strahlt. Zu der äußerst speziellen Chrom-Farbe wurden zusätzlich schwarze Kohlefaser-Kontraste im Oakley-Design gewählt. Davon betroffen sind Heckspoiler und Frontstoßfänger sowie die Lüftungsschlitze, um die Kühlung des 6,5-Liter-V12-Motors zu unterstützen.

Auch beim Interieur wurde das “Drachen-Design” bei der Sonderedition des Lamborghini Aventador LP760-4 weiter aufgegriffen. So finden sich im Motorraum, am Armaturenbrett und an den Einstiegsleisten spezielle nummerierte Plaketten, die die jeweilige Nummer und Ausgabe des Fahrzeugs zeigen. Hinzu kommt ein auf der Innenseite der Türen eingenähter roter Drache.

Optimierungen gab es beim Lamborghini Aventador LP760-4 Dragon Edition auch unter der Motorhaube. Einige Modifikationen und die Abgasanlage aus Titan sorgen für die rasanten 760 Pferdestärken und zugleich auch für eine Gewichtsreduzierung von 35 Kilogramm. Hinzu kommen speziell entwickelte Reifen, die an der Vorderseite einen halben Zoll und Hinterseite einen ganzen Zoll breiter sind. Diese sparen weitere fünf Kilogramm ein.

Furtive eGT: Französischer Tesla-Jäger im Anmarsch

Der Furtive eGT ist auf dem besten Weg, ein ansehnlicher, elektrisch betriebener Seriensportwagen zu werden. Übrigens der Erste seiner Art aus Frankreich.

Die Firma Exagon Engineering ist ein kleines Unternehmen aus dem französischen Magny-Cours. Erst im vorangegangenen Jahr wurde die Anzahl der Mitarbeiter auf über Hundert ausgebaut, um die Serienproduktion des Furtive eGT zu ermöglichen. Der Furtive eGT ist ein 4,47 Meter langer Gran Turismo mit elektrischem Antrieb. Flach und schlank präsentiert sich der kurvenreiche Dreitürer erstmals 2010 auf dem Pariser Autosalon. Der Prototyp des Furtive eGT ist handgefertigt und seine Karosserie besteht komplett aus Karbon. Zwei kompakte Elektromotoren sorgen zusammen für 340 Pferdestärken. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 287 km/h immerhin schon die Schnellste eines Serienautos aus Frankreich. Die sportlichen Fahrwerte konnte der Furtive eGT, der kurz vor dem Start in die Serienproduktion steht, kürzlich auf dem Nürburgring bestätigen.

Bei der Reichweite, die von den Lithium-Ionen-Akkus abhängig ist, gibt es aber Unterschiede, sagt Vertriebschef Eric Mathiot. “Die Reichweite der Akkus hängt natürlich vom Fahrstil ab. Wer nicht schneller als 130 Sachen fährt, kommt knapp 200 Kilometer weit. Bei Tempo 50 erreicht der Furtive sogar mehr als 400 Kilometer”, erläutert Mathiot. Hinzu kommt im “Notfall” ein kleiner Verbrennungsmotor, der bei nachlassender Batteriespannung unterwegs angeht und den Akku während der Fahrt auflädt.

Der Exagon Furtive eGT ist zusammenfassend ein Projekt, das den französischen Elektro-Automarkt deutlich aufwertet. Bislang hat das Land lediglich pragmatische E-Autos entwickelt, während amerikanische Unternehmen wie Tesla und Fisker schicke Elektrorenner produzieren. Auch Mercedes hat mit dem elektrobetriebenen SLS ein umweltfreundliches und zugleich ansehnliches Auto geschaffen. In Frankreich bildet der Furtive eGT diesbezüglich eine Ausnahme.

Lamborghini Gallardo: Noch eine letzte Edition

Lamborghini Gallardo LP570-4 Superleggera

Bevor der Lamborghini Gallardo und damit auch dessen Plattform in den Ruhestand gehen wird, soll noch eine weitere spezielle Version des Gallardo erscheinen. Einem amerikanischen Autoportal zufolge wird das Sondermodell noch Ende dieses Jahres präsentiert und verkauft werden. Allerdings stehe noch nicht fest, um welches Modell es sich dabei genau handele. Auf dem besten Weg sei aber der LP570-4 in Kombination mit einem Heckantrieb. Möglich wäre auch ein Lamborghini Gallardo LP570-2 Superleggera oder ein LP570-2 Super Trofeo Stradale. Letztere ließe sich sogar in einer sogenannten Drop-Top-Version realisieren.

Auch wenn sich die Lamborghinis Designer allem Anschein noch nicht ganz schlüssig sind, welches Sondermodell genau als Allerletztes fungieren wird, soll eins kommen. Das steht genauso fest, wie die Tatsache, dass der Nachfolger des allseits beliebten Lamborghini Gallardo erst 2014 erscheinen wird. Ausgestattet mit dem charakteristischen Allrad-Antriebssystem und einer erneuerten Version des V10-Motors des jetzigen Gallardo wird das zukünftige Einstiegsmodell der Marke erscheinen. Der modifizierte Motor soll dabei mit fast 600 Pferdestärken aufwarten können. Diese werden dann über ein Doppelkupplungs-Automatikgetriebe auf die Straße übertragen.

Mit dem Lamborghini Gallardo geht eine neunjährige motorisierte Kampfstier-Erfolgsgeschichte seinem Ende zu. Als damalige Konkurrenz zum Ferrari 360 wurde das Grundmodell erstmals 2003 auf dem Genfer Autosalon gezeigt. Der Zweisitzer wurde im Anschluss bis zum Jahr 2008 produziert und zahlreich verkauft. Danach folgte mit dem Lamborghini Gallardo LP560-4 eine überarbeitete Version. Bis heute haben die Italiener zehn verschiedene Varianten (inklusive Sondereditionen) im Angebot.

Gumpert: Pleite wegen mieser China-Verkäufe

Die Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH hat am gestrigen Donnerstag beim Amtsgericht Gera Insolvenz angemeldet. Der eingesetzte Insolvenzverwalter ist aber zuversichtlich, dass er das Unternehmen aus Altenburg wieder auf die richtige Spur bringen kann.

Grund für die Zuversicht des vom Gericht eingesetzten Görge Scheid ist der Gumpert Apollo. Der Sportwagen, der seit 2005 in Produktion ist und seitdem ständig weiterentwickelt wurde, ist nach Meinung von Scheid “technisch ausgereift und in seinen sportlichen Leistungen anderen Fahrzeugen überlegen”. Der Insolvenzverwalter will sich wieder mehr auf den europäischen Markt stürzen. Dieser sei von Gumpert stark vernachlässigt worden. Außerdem stünden bereits Gespräche mit potenziellen Investoren an.

Dies mag im ersten Moment wenig ratsam zu sein, schließlich kriselt der europäische Markt gerade kräftig. Doch dies gilt eben nicht für teure Luxusschlitten, wie es die Produkte von Gumpert sind. Zudem ist der Hersteller mit 30 Mitarbeitern erst in die prekäre Lage gekommen, weil der erwartete Absatz in China nicht erreicht werden konnte. Damit gehört die deutsche Sportwagenmanufaktur zu den Ausnahmen, die vom Boom auf dem chinesischen Markt nicht profitieren konnten.

2004 war das Unternehmen vom langjährigen Audi-Manager Roland Gumpert gegründet worden. Noch in diesem Jahr waren mit der Rennversion Gumpert Apollo r und dem Gumpert Apollo enraged zwei neue Modelle auf dem Genfer Autosalon vorgestellt worden. Der enraged ist mit seinem 780 PS, die er aus einem 4,2 Liter großen V8-Biturbo zieht, der stärkste Vertreter der Baureihe mit Straßenzulassung.

Ferrari SP Arya: Neues Unikat aus Maranello

Mit dem Ferrari SP Arya wird Anfang 2013 ein weiteres Auto die Spezialschmiede für Unikate des italienischen Fahrzeugherstellers verlassen.

In den Fertigungsfabriken von Ferrari wird derzeit mit Ferrari SP Arya ein einmaliges Unikat gefertigt. Der in Dubai lebende Geschäftsmann Cheerag Arya verdient sein Geld mit einem Mineralölunternehmen und hat offenbar genug für eine Spezialanfertigung aus dem Hause Ferrari übrig. Mit dem Ferrari SP Arya möchte der 32-Jährige seine private Autosammlung erweitern. Das speziell angefertigte Sonderstück wird sich nach seiner Fertigstellung neben einen Ferrari 599 GTO, einem Ferrari SA Aperta, dem Ferrari Daytona, Ferrari F40 und seinem bereits exklusiven Ferrari 599XX einreihen.

Der Ferrari SP Arya ist nach einem im März veröffentlichten Artikel des offiziellen Ferrari Magazins bereits in der Entwicklung und wird auf der Basis des Ferrari 599 GTO beruhen. Der zukünftige Besitzer entschied er sich für die bewährte Basis mit einigen Optimierungen am Fahrwerk und am Auspuff. Zudem wird der Ferrari SP Arya ein derzeit einzigartiges Design erhalten. Laut dem offiziellen Ferrari-Magazin wurden für das Karosserie-Design des Boliden ganze zwölf Entwürfe kreiert. Der finale Look entstand dann erst aus einem Mix aller zwölf Konzepte.

Nähere Information bezüglich der möglichen Leistung des Ferrari SP Arya beispielsweise, hat Ferrari noch nicht herausgegeben. Fest steht jedoch, dass es nach dem SP1, dem P540 Superfast Aperta, Eric Claptons SP12 EC und dem Ferrari Superamerica 45 bereits das fünfte Unikat aus Maranello ist.

Lamborghini Sesto Elemento: Bereits ausverkauft

Obwohl der Lamborghini Sesto Elemento offiziell immer noch eine Studie ist, gibt es keine Möglichkeit mehr, den Supersportler zu erwerben.

Denn wie im Rahmen des Pebble Beach Wochenendes bekannt geworden ist, sind alle Modelle des Lamborghini Sesto Elemento bereits bestellt worden. Ein weiterer Erfolg für den CEO Stephan Winkelmann, der großen Anteil daran hatte, dass die Marke mit Sitz Sant’Agata Bolognese, Italien heutzutage so beliebt ist, dass es für den über 300.000 Euro teuren Lamborghini Aventador LP700-4 eine Warteliste von über einem Jahr gibt.

Dass die 20 Lamborghini Sesto Elemento bereits verkauft wurden, ist so beachtlich, weil der Kaufpreis mit 1,9 Millionen Euro sehr exklusiv ist. Es gibt nur wenige Serienautos, die teurerer sind. Der Bugatti Veyron 16.4 Super Sport, immerhin das schnellste Serienfahrzeug der Welt, kostet beispielsweise mit 1,96 Millionen Euro etwas mehr. Ganz so schnell ist der lediglich 999 Kilogramm schwere Lamborghini Sesto Elemento nicht. Mit 350 km/h erreicht der Lambo aber ebenfalls atemberaubende Geschwindigkeiten.

Wann die 20 Käufer in den Genuss des Karbon-Renners kommen, ist noch nicht bekannt. Im Mai 2011 hieß es noch, dass der Lamborghini Sesto Elemento am 1. Oktober 2011 ausgeliefert werden würde. Doch dieser Termin wurde eindeutig verpasst. Offiziell ist der Sesto Elemento bis heute eine Studie. Lamborghini hat bislang auch kein neues Datum bekannt gegeben. Wobei zu erwarten ist, dass sich der Sportwagenhersteller gegenüber den 20 Käufern in diesem Punkt etwas auskunftsfreudiger gezeigt haben wird.

Pagani Zonda Cinque Roadster

Leistung: 678 PS (498 KW)

Beschleunigung (0-100 km/h): 3,4 s

Höchstgeschwindigkeit: 350 km/h

Aufbau (Karosserieart): Roadster

Hubraum: 7.291 ccm

Sitze: 2

Jahr: 2009

Preis: 1.300.000,00 €

Ferrari Enzo Ferrari

Leistung: 660 PS (485 KW)

Beschleunigung (0-100 km/h): 3,3 s

Höchstgeschwindigkeit: 355 km/h

Aufbau (Karosserieart): Coupe

Hubraum: 5.998 ccm

Sitze: 2

Jahr: 1970

Preis: 662.000,00 €

Lamborghini Murciélago LP670-4 SuperVeloce E-Gear

Leistung: 670 PS (493 KW)

Beschleunigung (0-100 km/h): 3,2 s

Höchstgeschwindigkeit: 337 km/h

Aufbau (Karosserieart): Coupe

Hubraum: 6.496 ccm

Sitze: 2

Jahr: 2006

Preis: 357.000,00 €

Koenigsegg CCXR Special Edition

Leistung: 1.032 PS (759 KW)

Beschleunigung (0-100 km/h): 2,9 s

Höchstgeschwindigkeit: 400 km/h

Aufbau (Karosserieart): Roadster

Hubraum: 4.900 ccm

Sitze: 2

Jahr: 2010

Preis: 1.575.000,00 €

Bugatti Veyron 16.4

Leistung: 1.001 PS (736 KW)

Beschleunigung (0-100 km/h): 2,5 s

Höchstgeschwindigkeit: 407 km/h

Aufbau (Karosserieart): Coupe

Hubraum: 7.993 ccm

Sitze: 2

Jahr: 2005

Preis: 1.160.000,00 €

Exoten in Deutschland: KIeinserien-Sportwagen aus Deutschland

Sieben Kleinhersteller aus Ost- und Westdeutschland bieten den Auto-Multis die Stirn. Mit ehrgeizigen Eigenbauten vom Ökomobil bis zum Supersportwagen suchen sie ihren Platz in winzigen Nischen, die von den Großen nicht besetzt werden.

Jetcar

Zugegeben: Mit so viel Aufmerksamkeit muss man leben können. Nicht nur die kleine Truppe auf dem Hockenheimring staunt wie bei der Landung eines Ufos, als Andreas Manthey aus seiner leuchtenden Raumkapsel steigt. Schon auf der Fahrt vom brandenburgischen Nietwerder wurde der Jetcar von entgeisterten Blicken verfolgt. Dass der schmale Zweisitzer wenig wiegt und verbraucht und sogar bis zu 210 km/h rennt, mögen viele noch glauben, aber dass jemand dafür 50.000 Euro ausgibt?

Das Fahrerlebnis ist es fraglos wert: Abgesehen von den fehlenden Tragflächen und vom normalen Lenkrad wähnt man sich in einem Kleinflugzeug. Die beiden Passagiere sitzen hintereinander unter einer üppig verglasten Kuppel wie einst beim Messerschmitt Kabinenroller – nur jetzt auf Augenhöhe mit dem übrigen Verkehr. Allein der Absatz bleibt am Boden – seit der Premiere auf der IAA 2003 wurden erst vier Exemplare gebaut und zwei abgesetzt.

Selbst Wiesmann, mit 112 Inlandsverkäufen noch hinter Lada, Hummer und Lotus auf Platz 50 der Zulassungsstatistik, ist dagegen ein Volumenanbieter – von den knapp 100.000 gebauten Porsche im letzten Jahr ganz zu schweigen.

Super Seven-Nachbauten

Die zwei Betriebe, die sich auf Nachbauten des Lotus Super Seven spezialisiert haben, erfreuen sich da fast einer reißenden Nachfrage. Gegenüber den bislang 1.700 Kits und Komplettautos von Rush (ab 1987) hat Irmscher zwar erst 80 Exemplare gefertigt, aber dafür hält sich der 7 formal enger an das Original. Unter ihrer rudimentären Kunststoffhaut vertrauen beide auf aktuelle Großserientechnik, Zweiliter-Vierzylinder von Honda (240 PS) oder Opel (210 bis 295 PS) sorgen für ungestümen Vortrieb. Mit konsequentem Leichtbau und Verzicht auf elektronische Fahrhilfen bleiben die zierlichen Zweisitzer ansonsten dem puristischen Konzept des Vorbilds treu – spektakuläre Drifts, klappernde Zähne und wegfliegende Mützen inklusive. Der typische Kunde – männlich, zwischen 40 und 50 – sucht genau das. Damit die bessere Hälfte beim Sonntagsausflug nicht länger daheim bleiben muss, hat er seine geliebte Ducati verkauft und der Herzensdame ein Cabrio schmackhaft gemacht. Vermutlich schwebte ihr dabei eher ein SLK mit Sitz- und Nackenheizung vor, doch Wärme im engen Cockpit liefern nur der Motor und die Tuchfühlung zum Beifahrer. Lautstarke Auseinandersetzungen, ob der komfortable und billigere Mercedes nicht doch die bessere Wahl wäre, werden vom tosenden Orkan schon im Keim erstickt.

 

Wiesmann GT

Wer bereit ist, mindestens das Doppelte zu investieren, kann mit dem Kauf eines Wiesmann GT solche Diskussionen elegant umschiffen. Das 1,22 Meter flache Coupé sieht zwar aus wie ein britischer Nachkriegs-Sportwagen, ist aber technisch ein Produkt der Neuzeit. Schon der seit 1993 gebaute Roadster mit Reihen-Sechszylinder von BMW traf mit dieser Synthese eine kleine, aber feine Nische, die von den Münchnern erst sechs Jahre später mit dem Retro-Z8 besetzt wurde. Trotz ähnlichen Stils wie beim offenen Bruder ist der 2005 eingeführte GT deutlich größer und technisch aufwendiger.

Neben einem Alu-Monocoque und doppelten Querlenkern rundum bietet er moderne Zutaten bis hin zu ABS, ESP und Klimaanlage.

Vieles davon stammt von BMW, wie der 4,8-Liter-V8, der so breit hinter der Vorderachse kauert, dass die Insassen nur mit schräg gestellten Beinen Platz finden. Im Gegenzug dürfen sie in einem nostalgischen Cockpit mit üppiger Instrumentierung, feinster Sattlerarbeit und einem öffentlichen Interesse schwelgen, das mehr von Bewunderung als von Neid getragen ist.

Gumpert Apollo

Weniger freundliche Absichten hegt der ehemalige Audi-Sportchef Roland Gumpert mit seinem Mittelmotor-Boliden, den sein 40-Mann-Team im thüringischen Altenburg auf die fetten Räder stellt. Der Apollo im Stil eines Sportprototyps soll es mit den Schnellsten der Welt aufnehmen und verfolgt konsequent das Ideal eines Rennwagens für die Straße. Als Einziger in der Spitzen-Liga erfüllt er auch alle Anforderungen für Wettbewerbseinsätze, denn “Erfolge im Rennsport sind ein selbstverständliches Ziel” für die Macher der bislang zwölf Flügeltüren-Coupés.

Brutalen Schub liefert ein 4,2-Liter-Biturbo-V8 mit Audi-Block, der schon in der Basisversion mit 650 PS für einen Sprint von null auf 200 km/h in 8,9 Sekunden und 360 km/h Spitze gut sein soll. Auch die Fahreigenschaften des hypernervösen, fast rechtwinklig abbiegenden Kurven-Sezierers sind beeindruckend. Das Cockpit mit fest integrierten Sitzschalen und Schalthebel auf Lenkradhöhe sowie das Zischen der Hydraulik versprühen echte Rennatmosphäre. Noch mehr lässt indes die Ansage aufhorchen, dass der Apollo dank gigantischem Abtrieb ab 270 km/h kopfüber an der Decke fahren könne. Obwohl es dazu noch eines wagemutigen Freiwilligen bedarf, hat es der Supersportler damit schon auf die Shoppingliste reicher Enthusiasten geschafft.

Yes Roadster

Auch wenn sie statt 285.000 Euro nur gut ein Fünftel zahlen müssen, dürfen sich Käufer eines Yes Roadster ebenfalls in der Gewissheit sonnen, einen individuellen, spurtstarken Exoten zu fahren. 255, 285 oder gar 355 Turbo-PS sind möglich, ebenso Klimaanlage, Navigationssystem und Hardtop. Selbst ABS, Airbags oder Automatik werden auf Wunsch eingebaut, doch kaum verlangt. Schließlich muss das 3,81 Meter kurze Fliegengewicht (890 kg) nur selten für schnöde Alltagsdienste herhalten und macht pur am meisten Spaß. Dabei hat die in einer ehemaligen Flugzeugwerft bei Dresden beheimatete Truppe im zweiten Anlauf eine beachtliche Qualität hinbekommen: Der Hecktriebler wirkt edel gemacht und fährt sich so leicht und vergnüglich, als wäre er jener kleine VW-Roadster, den man in Wolfsburg bisher zu bauen versäumte.

Kein Wunder, dass mit derzeit 55 Bestellungen praktisch eine Jahresproduktion verkauft ist und inzwischen sogar Japan und die  USA Interesse zeigen. Ein Erfolg, den sich die beiden Firmengründer Herbert Funke und Philipp Will wohl nicht haben träumen lassen, als sie in ihrer Diplomarbeit das Konzept für ein Kleinserienauto mit Teilen aus dem Baukasten großer Hersteller entwickelten.

Melkus RS

Ohne Unterstützung von industriellen Partnern, Sponsoren und Universitäten sind solche Projekte allerdings kaum zu realisieren, wie auch der Dresdner Peter Melkus weiß, der in die Fußstapfen seines Vaters tritt und für 2008 einen neuen, modernen Sportwagen vorbereitet. “Klein und leicht wie ein Lotus muss er sein, natürlich Flügeltüren und einen Gitterrohrrahmen haben.” Mit 200.000 Euro Entwicklungskosten will er auskommen, Low Tech und deutsche Komponenten sind angesagt. Die Dresdner Uni ist schon mit viel Lokalpatriotismus dabei, und für 80.000 Euro sollten sich die geplanten 25 Exemplare pro Jahr wohl absetzen lassen. Als Fingerübung hat Melkus zunächst die Produktion des väterlichen RS 1000 wieder aufgenommen – so, als ob sie seit 1979 nur im Dornröschenschlaf gelegen und die Weltgeschichte seither stillgestanden hätte. Plattform und Dreizylinder-Zweitakter  stammen wie einst vom Wartburg, die Kunststoff-Karosserien werden mit alten Formen neu gebacken, und viele Kleinteile gibt es noch aus DDR-Beständen. Nur für die Nachfertigung der Original-Magnesiumfelgen fand sich erst nach langer Suche ein kleiner Betrieb – in Tschechien. Auch im Land der Denker und Tüftler ist eben nur fast alles möglich.

Porsche fährt Milliardengewinn ein

Bei Porsche hält der Aufschwung an. Dank der hohen Autonachfrage hat der Sportwagenhersteller im ersten Halbjahr 2011 ein operatives Ergebnis von 1,07 Milliarden Euro eingefahren, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Stuttgart (dpa) – Bei Porsche hält der Aufschwung an. Dank der hohen Autonachfrage hat der Sportwagenhersteller im ersten Halbjahr 2011 ein operatives Ergebnis von 1,07 Milliarden Euro eingefahren, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum waren es 675 Millionen Euro gewesen. Das Geschäft mit den Sport- und Geländewagen, das schon knapp zur Hälfte dem VW-Konzern gehört, erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von 5,22 Milliarden Euro, fast 19 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. “Porsche kann durch das sehr attraktive Modellangebot von der weltweit hohen Nachfrage nach Sportwagen im Premiumsegment profitieren”, sagte Porsche-Chef Matthias Müller in Stuttgart.

Im ersten Halbjahr steigerte der Sportwagenbauer seine Auslieferungen wie schon bekannt um mehr als ein Drittel auf 60.659 Wagen, knapp die Hälfte davon entfiel auf die neue Generation des Geländewagens Cayenne. Neben den USA ist China der zweite Hauptabsatzmarkt für Porsche, weit vor dem Heimatmarkt Deutschland. Porsche hat sich vorgenommen, in diesem Jahr mehr als 100.000 Autos zu verkaufen. 2018 sollen es dann doppelt so viele sein.

Das in der Porsche AG gebündelte Geschäft mit den Sport- und Geländewagen gehört schon knapp zur Hälfte dem Volkswagen (VW)-Konzern, die andere Hälfte liegt bei der Dachgesellschaft Porsche SE.

Die Sportwagenschmiede wird derzeit als zehnte Marke in den Konzern integriert, ob es aber auch zur Verschmelzung auf Unternehmensebene kommt, ist wegen steuerlicher und juristischer Hürden noch unklar. Das VW-Management, das in Personalunion auch die Dachgesellschaft Porsche SE führt, will sich im September dazu äußern, wie wahrscheinlich es noch ist, dass wie ursprünglich geplant noch in diesem Jahr über eine Fusion abgestimmt wird.

ISDERA heißt Ingenieurbüro für Styling, DEsign und RAcing, wobei das Wort Design im ursprünglichen Sinn für Konstruktion steht. Eine geheimnisvolle Abkürzung klingt allemal besser, als wenn ein Auto Schulz heißt.

Eberhard Schulz ist Autodidakt, studierte Technik, um mehr zu wissen, und nicht, um ein Diplom zu machen. Erstmals wurde man 1978 auf ihn aufmerksam, durch seinen Sportwagen CW 311, einer Mercedes-Benz Sportwagenstudie. 1982 eröffnete er sein eigenes Ingenieurbüro, 1983 gründete er die GmbH in Leonberg bei Stuttgart, weil es keinen idyllischeren Ort gibt, der näher bei so vielen potenten Geschäftspartnern gleichzeitig liegt: Mercedes, Bosch, Porsche, Behr und Recaro sind die bekanntesten. 2005 zog die Firma nach Hildesheim und beschäftigt sich nach wie vor mit dem Bau von außergewöhnlichen Sportwagen und mit Fremdentwicklungen.

Auszeichnungen für ISDERA

1. Designpreis Stuttgart 1983
2. Designpreis Stuttgart 1984
3. Farbdesignpreis 1984/1985
4. Unternehmensgründerpreis 1990

ISDERA autobahnkurier 116i

Motor: 16 Zylinder
Hubraum: 10000 ccm
Leistung: ca. 600 PS bei 5100 U/min
Drehmoment: 900 Nm bei 2700 U/min
Antrieb: Allrad
Höchstgeschwindigkeit: 242 km/h

ISDERA commendatore 112i

Grand Tourismo, Mittelmotor,
Gitterrohrahmen, Kunststoff-
Karosserie, Cw x F = 0,49 qm,
– ein sensationeller Wert aus der
Renntechnologie

Motor:
Mercedes-Benz V12 – 48 Ventile
Hubraum: 6000 ccm – 6900 ccm
Leistung: 420 PS bis 620 PS

Antrieb: Heckantrieb
Getriebe: GETRAG-6-Gang, manuell
Lenkung: ZF-Servo
Bremse v/h: Brembo 4-Kolben
0-100 km/h: 4,0 sec.
0-200 km/h: 11,0 sec.
Vmax: 340 km/h – 370 km/h

 

Souveräne Leistung bei Null Emission

 

Zwei auf der Hinterachse untergebrachte Elektromotoren mit zusammen 280 kW (380 PS) sorgen für ordentlichen Vortrieb. Jeder Motor treibt unabhängig eines der beiden hinteren Räder an. Das Getriebe stammt bei Serieneinführung von Cima, Bologna. Den Sprint von null auf 100 absolviert der Artega SE in 4,3 Sekunden (4,8 Sekunden mit Verbrennungsmotor). Anders als bei einem Verbrennungsmotor erfolgt die Kraftentfaltung bei Elektromotoren linear und verzögerungsfrei. Die Höchstgeschwindigkeit liegt mindestens bei 250 Stundenkilometer. Die gesamte Antriebseinheit wiegt gerade einmal 150 Kilogramm. Der Wirkungsrad ist mit über 90 Prozent extrem hoch.

Einzigartiges Fahrzeugprofil

Mit Sicherheit wird der Artega SE zur sozialen Akzeptanz von Sportwagen von morgen entscheidend beitragen; zumal es sich um ein Stück deutsche Ingenieurskunst handelt, in einer Manufaktur von Hand gemäß individueller Kundenwünsche gefertigt – ebenso wie sein Pendant mit Verbrennungsmotor, der Artega®GT. Alle deutschen Sportwagen aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen verfügen über ein einzigartiges Fahrzeugprofil. Die Kleinserien-Produktion erlaubt die Verwendung zahlreicher neuer Technologien. Der Artega – gleich ob mit Elektro- oder Verbrennungsmotor – ist eine echte Innovation und in der Tat anders als andere Fahrzeuge.

Das Gesamtkozept des Artega bietet die besten Voraussetzungen – nur geringes Mehrgewicht

Das Mittelmotorkonzept mit dem hinten angeschraubten Hilfsrahmen für die Aufnahme der Antriebseinheit bietet eine hervorragende Ausgangsposition für die Implantation eines Elektroantriebs. Die Achsverteilung ist mit 57 Prozent hinten zu 43 Prozent vorne identisch mit der des Artega®GT mit Verbrennungsmotor. Bereits die Version mit Verbrennungsmotor besticht durch konsequenten Leichtbau und hat mit einem Gewicht nach EU-Norm von nur 1.285 Kilogramm deutlich Vorteile gegenüber den Wettbewerbern. Der Artega SE wiegt vergleichbar 1.480 Kilogramm, hat also ein Mehrgewicht von gerade einmal rund zehn Prozent. Damit entsprechen die Handlings- und Bremseigenschaften weitgehend denen des in den Fachmedien hervorragend beurteilten Artega®GT. Das gesamte Fahrzeug mit Dämpfung und Bremsen ist ausreichend dimensioniert für die Mehrleistung der E-Version um 59 kW (80 PS) und die daraus resultierenden höheren Fahrleistungen.

 

Reine Rennsportfaszination aus großer Tradition

MELKUS ist die Manufaktur für außergewöhnliche Rennsportwagen aus Sachsen. Seit jeher steht die Marke für Rennsportbegeisterung pur und eine große Familientradition. Was 1950 mit Heinz Melkus und seiner unbändigen Faszination für kraftvolle Motoren und den Motorsport begann, wird mittlerweile in der dritten Generation fortgeführt. In präziser Manufakturqualität in der Kleinserienfertigung und beim Motorsport auf namhaften internationalen Rennstrecken. Vom Start weg hat die Familie Melkus eigene Wagen entwickelt. Als Konstrukteure, Mechaniker und Rennfahrer zugleich. 2009 konnte das neue Modell, der MELKUS RS2000, die Manufaktur in Dresden verlassen.

Von Liebhabern für Liebhaber

Doch nur selten wird man einem Exemplar der streng limitierten Kleinstserie auf der Straße zu Gesicht bekommen. Wer einen der jährlich 25 hoch individuell gefertigten Sportwagen dennoch sieht oder gar selbst genießt, erkennt sofort, was ihn ausmacht: eine zeitlose Formensprache in einer außergewöhnlich schönen Flügeltürkonstruktion, ein kraftvoller Motor für höchsten Fahrspaß und die Gene einer Rennsport affinen Fertigung. Von Liebhabern für Liebhaber. Das ist die Tradition, die Sepp Melkus mit der Melkus Sportwagen Manufaktur wieder belebt hat. Dafür bürgen er und seine Familie mit ihrem Namen.

Philosophie

Herzblut in jedem Handgriff

Visionen kann man haben. Oder man kann sie Wirklichkeit werden lassen. Mit einem MELKUS und der kompromisslosen Leidenschaft für den Rennsport. In der Melkus Sportwagen Manufaktur steckt diese Philosophie in jedem Handgriff. Rennsportfaszination verbindet sich bei uns mit innovativen Technologien, unvergänglichem Design und höchsten Sicherheitsanforderungen.

Unsere 15 Mitarbeiter teilen das unvergleichliche Erfolgsgefühl, wenn ein Melkus nach acht bis zehn Wochen Fertigungszeit die Zielgerade in der Sportwagen-Manufaktur passiert. Nahezu alle Mitarbeiter leben die Leidenschaft für Autorennen und verfügen über eigene Erfahrungen.

Erfolg durch Handarbeit

In feinster Manufakturarbeit werden in allen Details genau durchdachte Rennsportwagen mit persönlicher Note gefertigt. Dabei können unsere Kunden ihren Ausstattungs- und Gestaltungswünschen freien Lauf lassen. Im Zusammenspiel mit unseren Spezialisten entstehen so Unikate, die voll von Emotionen sind. Echte Lieblingsstücke mit Seltenheitswert.

So wird aus Ihrer Vision Wirklichkeit. Auf beschaulichen Landstraßen, steilen Bergpässen oder auf der Rennstrecke.

MELKUS RS2000

Leidenschaft verleiht Flügel

Träume muss man leben. Und das jeden Tag aufs Neue. Der RS2000 ist der Realität gewordene Höhepunkt aus 60 Jahren purer Rennsportfaszination. Als Nachfolgemodell des ersten und einzigen Rennsportwagens der ehemaligen DDR – dem RS1000 – gibt sich der neue MELKUS mit seinen klassischen Flügeltüren und einem zeitlosen Design traditionsbewusst und modern zugleich.

Drei Jahre intensive Entwicklung, höchste Präzision, modernste Rennsporttechnologien und eine besondere Leidenschaft und Hingabe für Details über Generationen hinweg stecken in diesem straßentauglichen Sportwagen. Jedes einzelne, in konsequenter Leichtbauweise gefertigte Automobil ist ein auf den Eigentümer zugeschnittenes Unikat. In meisterlicher Handarbeit und unter den geschulten Blicken unserer Mitarbeiter entstehen so in unserer Dresdner Manufaktur jährlich 25 Fahrzeuge.