Brigitte Bardot

Die französische Schauspielerin, die von der Presse ausschließlich “B.B.” genannt wurde, zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den schönsten und begehrtesten Frauen der Welt. In ihrer Karriere avancierte sie zum Sexsymbol und an der Seite von Gunter Sachs, mit dem sie von 1966 bis 1969 verheiratet war, zur zentralen Figur des Jet-Set.

Ihren Durchbruch feierte Brigitte Bardot 1956 mit dem Streifen “…und ewig lockt das Weib”, neben Curd Jürgens. Ihre Liebe zu Saint Tropez verlieh dem kleinen Fischerdorf bald internationalen Ruf.

1973 beendete sie abrupt ihre Karriere als Filmschauspielerin, in der sie in über 15 Filmen mitwirkte. 1976 erregte sie zum ersten Mal als entschiedene Gegnerin der Abschlachtung von Robben Aufsehen in der Öffentlichkeit.

In der Folgezeit wurde sie zur engagierten Aktivistin für die Rechte der Tiere und gründete die “Foundation Brigitte Bardot”, die sich in aller Welt für die Rechte der Tiere einsetzt. In Frankreich war sie gleichwohl als Gesangskünsterlin populär.

 

 

Grace Kelly

Nach außen hin kühl, innerlich ein glühender Vulkan. Einerseits Schauspielerin, andererseits Fürstin von Monaco: Grace Kelly wandelt sich im Laufe ihres Lebens von der Charakterdarstellerin zur Lichtfigur eines ganzen Staats – und wird von den Monegassen seit ihrem frühen Unfalltot am 14. September 1982 noch immer vermisst.

Ihre perfekten Gesichtszüge verbergen zwei Leben, sagt Thilo Wydra, der eine Biografie über die am 12. November 1929 in Philadelphia geborene Schauspielerin veröffentlicht hat. “Grace Kelly war ein zerrissener Mensch. Sie war jemand, der einerseits sehr lebensfroh war, sehr lebendig, sehr lustig, sehr laut und früher als Schauspielerin wild gefeiert hat….

Champagner war ihr Lieblingsgetränk, sie hat nackt auf Tischen getanzt. Auf der anderen Seite war sie ein sehr introvertierter, reservierter, ängstlicher Mensch, der niemanden an sich herangelassen hat.”

 

 

 

Audrey Hepburn

Die britisch-niederländische Schauspielerin faszinierte mit ihrer leisen und sensiblen Spielkunst ein Millionen-Publikum. Dabei avancierte Audrey Hepburn zu einer der großen Diven des internationalen Films. Sie prägte mit ihrer eleganten Erscheinung und ihrer Mode das Frauenbild in den 1950er und 1960er Jahren entscheidend mit.

Hepburn stand in Ihrer Karriere mit den größten Stars ihrer Zeit vor der Kamera. Für “Ein Herz und eine Krone” an der Seite von Gregory Peck wurde sie mit dem “Oscar” für die beste Hauptrolle ausgezeichnet. Ebenso spielte sie die Hauptrolle in einem der populärsten Filme alle Zeiten – “Frühstück bei Tiffany” aus dem Jahr 1961.

Insgesamt wurde Audrey Hepburn mit mehr als fünfzig Auszeichnungen geehrt, anfangs für ihre herausragende Arbeit bei Theater und Film, später für ihren unermüdlichen Einsatz und humanitäre Unterstützung von Kindern in aller Welt.

 

 

Monica Vitti

 

Frauen in der Lebenskrise und Frauen mit übersprühendem Temperament sind die Pole, zwischen denen sich das Schaffen von Monica Vitti (geb. 1931 in Rom) bewegt. Vitti war bereits eine anerkannte Bühnenschauspielerin, als sie von Michelangelo Antonioni, mit dem sie in den 60ern zusammenlebte, entdeckt wurde und in vier aufeinanderfolgen Filmen (“Die mit der Liebe spielen”, “La notte”, “Liebe ’62” und “Die rote Wüste”) junge, zu Bindungen unfähige, depressive Frauen in der Sinnkrise spielte, durch die sie international bekannt wurde.

 

Ihre eigentliche Domäne blieb jedoch die “commedia all’italiana”, in der sie bis Ende der 80er Jahre Erfolge feierte, z.B. mit “Eifersucht auf italienisch” zwischen Marcello Mastroianni und Giancarlo Giannini, oder “Ente auf Orange” und “Der Keuschheitsgürtel”. In der französischen Komödie “Bonbons mit Pfeffer” parodierte sie ihre Rollen unter Antonioni. Vittis blonde Löwenmähne, ihr breiter Mund, die frechen Fransen in der Stirn und die großen, hellen, mal verträumten, meist blitzenden Augen ergaben ihren Typus aus wilder Schönheit, Temperament, Erotik und Spontaneität, den sie nie geändert hat.

Vitti spielte selten im Ausland, wo man ihre Art der ungehemmten komödiantischen Ausbrüche weniger zu schätzen wusste, und gehörte unter anderem zum Ensemble von Luis Bunuels “Das Gespenst der Freiheit”. An der Seite von Dirk Bogarde und Terence Stamp hatte sie 1966 als “Modesty Blaise – Die tödliche Lady” James Bond parodiert. 1989 inszenierte sie den Spielfilm “Scandalo segreto”, nach dessen nationalem Misserfolg sie sich wieder der Bühnenarbeit zuwandte.

 

Irene Papas

Die griechische Schauspielerin. Sie studierte an der Königlichen Schauspielschule in Athen, ab 1948 war sie an zahlreichen Bühnen des Landes tätig und trat sowohl in Dramen wie Revuen auf. 1948 gab sie ihr Filmdebüt in Griechenland, danach arbeitete sie vor allem in westeuropäischen Ateliers, in Italien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Filme u. a.:

“Die tote Stadt” (1951), “Die Kanonen von Navarone” (1960), “Elektra” (1962), “Alexis Zorbas” (1964), “A Dream of Kings” (1969), “”Troades” (1972), “Erendira” (1983), “Cronaca di una morte annunciata” (1987), “Oben, Unten und Seitlich” (1993), “Party” (1996), “Inquiètude” (1998), “Yerma” (1999), “Corellis Mandoline” (2001). Sie erhielt u. a. die Auszeichnungen Commander of the Order of the Phoenix, Commander des Lettres et des Arts, Ordine del Alfonso X.

 

 

Liv Ullmann

Die norwegische Schauspielerin. Regisseurin. Sensible Charakterdarstellerin in vielen Meisterwerken. Sie wurde von Ingmar Bergman entdeckt. Unter seiner Regie spielte sie u. a. in “Persona” (1966), “Szenen einer Ehe” (1973), “Von Angesicht zu Angesicht” (1975), “Das Schlangenei” (1977), “Herbstsonate” (1978).

Weitere Filme u. a.: “Zandys Braut” (1974), “Love Streams” (1983), “Dangerous Moves” (1985), “Moscow Adieu” (1986), “La Amiga” (1987), “Faithless” (2000), “Saraband” (TV, 2003). 1992 drehte sie ihren ersten eigenen Film als Regisseurin, “Sofie”, die unglückliche Ehegeschichte einer dänischen Jüdin Ende des 19. Jahrhunderts. Seit August 1980 ist sie Sonderbotschafterin der UNICEF. Auszeichnungen u. a.: 1973 Golden Globe, 1974 Donatello-Preis (Italien) und Bambi. Beste Schauspielerin des Jahres in Amerika 1959, 1970 und 1974, in Schweden 1973 und 1974. Veröffentlichte die Autobiografien “Changing” (1976), “Choices” (1984) und “Lebenslinien” (2005).

 

Catherine Deneuve

Die französische Schauspielerin zählt zur Elite des französischen Films. Bereits mit 13 Jahren stand sie vor der Kamera, ehe sie durch Roger Vadim zum Star avancierte. Ihren internationalen Durchbruch feierte Catherine Deneuve mit dem Roman Polanski-Thriller “Ekel” aus dem Jahr 1964.

Als elegante, feminine, schöne und erotische Erscheinung verkörperte sie in unterschiedlichsten Themen, zumeist im Wiederspruch zu ihrer Gestalt, die einfache Frau mit existenziellen Ansprüchen. Mit Filmen wie “Der Chef”, an der Seite von Alain Delon 1972, “Die letzte Metro”, mit Gérard Depardieu aus dem Jahr 1980, oder “Wahl der Waffen”, mit Yves Montand von 1981, behauptete sich Deneuve, neben so bedeutenden Kollegen, immer wieder als eine der zentralen Charakterdarstellerinnen Frankreichs.

 

Magali Noël

Mit 15 bekam sie Schauspielunterricht, danach spielte sie Theater an verschiedenen Bühnen, in Deutschland als Molière-Interpretin. Später kehrte sie immer wieder für Engagements ans Theater zurück; sie spielte an verschiedenen Pariser Bühnen, unter anderem mit Peter Ustinov.

Im Alter von 18 Jahren gab sie in einer kleinen Rolle in Demain nous divorçons ihr Filmdebüt, ein Jahr später bekam sie in Seul dans Paris an der Seite von Bourvil (als dessen Ehefrau) ihre erste größere Rolle. Wegen der geschmeidigen und erstaunlichen Einfachheit ihrer Darstellung wurde sie oft als Femme fatale besetzt.

Noël war bis zuletzt im Filmgeschäft tätig. Sie spielte in Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten in unterschiedlichen Genres, von Komödie (etwa mit dem italienischen Starkomiker Totò) über Krimi und Thriller (Die Schlange) bis hin zur sozialkritischen Tragödie (Der Mann, der die Frauen beherrschte). Ihre Filmografie enthält so bekannte Titel wie Rififi, Der Wendekreis des Krebses und Der Tod des Mario Ricci. Dreimal stand sie auch für Federico Fellini vor der Kamera, 1959 als Fanny in Das süße Leben, 1969 als Fortunata in Fellinis Satyricon und 1973 als Gradisca in Amarcord.